7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 11 Monaten

2. Februar 2020

- 2019 war das Jahr der Raser: 82.000 Mal tappten Grazer in die Radarfalle - Touristen-Orientierung: Fußgänger-Leitsystem kommt im Frühjahr - Ries: „Wir wollen den Zebrastreifen wieder“ - Straflandesgericht ist nun barrierefrei - M1 hat als Martinibar mit neuen Chefs wiedereröffnet - Opernredoute 2020

24 viva graz

24 viva graz www.grazer.at 2. FEBRUAR 2020 Valentina Gartner 24 valentina.gartner@grazer.at Bei jungen Frauen und Mädchen darf der regelmäßige Besuch beim Gynäkologen nicht fehlen.“ Appelliert Herbert Stöger, Professor für Onkologie. Die Rate der Krebspatienten wurde dadurch gesenkt. KK Krebserregende Stoffe KREBS. Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar haben wir Infos rund um krebserregende Stoffe im Alltag und zur Vorsorge eingeholt. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Die Schleife in Lavendel symbolisiert alle Krebs-Krankheiten. GETTY (2) Krebs ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Die Angst davor ist dementsprechend groß und die Diagnose verändert ein Leben. Anlässlich des Weltkrebstages, der am kommenden Dienstag, den 4. Februar, stattfindet, erklärt Herbert Stö- Studie: Pension in der Zukunft Neue Präsidentin der ÖPPM: Barbara Obermayer-Pietsch MED UNI GRAZ Neue Präsidentin für die ÖPPM ■■ Barbara Obermayer- Pietsch, Klinische Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie der Medizinischen Universität Graz, übernimmt für die nächsten zwei Jahre die Präsidentschaft der Österreichischen Plattform für Personalisierte Medizin (ÖPPM). Die ÖPPM ist die nationale Vernetzung der Medizinischen Universitäten in Graz, Innsbruck und Wien sowie des Forschungszentrums für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (CeMM). MARGIT KUNDIGRABER ■■ Die Erkenntnis, dass private Vorsorgemaßnahmen aufgrund sinkender Sozialleistungen essenziell sind, ist – laut vorliegender IMAS- Studie im Auftrag von s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen – bei 84 Prozent der Steirer bereits fest im Bewusstsein verankert. Die Lebensvorstellungen zukünftiger Pensionisten-Generationen verändern sich stark zu früheren. Sie wissen ganz genau, was ihnen später in ihrer Pension einmal wichtig sein wird – das Reisen (73 Prozent), die Freizeit intensiv nutzen (67 Prozent) und Sport (66 Prozent). Franz Klug, Peter Strohmaier, Gerhard Fabisch, Manfred Bartalszky Stadtrat Robert Krotzers Impfschutz ist noch aktiv. FISCHER Impfprogramm: Erste Zecken ■■ Graz erlebte einen milden Jänner. Viele Grazer zieht es ins Freie, aber dort lauern schon die Zecken – und das nicht nur in Wäldern, sondern vor allem auch im Gras und in Büschen. Durch den vergleichsweise warmen Jänner halten Zecken keine Winterruhe. Katzen- und Hundebesitzer haben schon einige entdeckt. Ab Montag, den 3. Februar, kann man sich in der städtischen Impfstelle gegen FSME immunisieren lassen – und das kostengünstig und mit Spezialservice, egal ob zum ersten Mal oder Auffrischungsimpfung.

2. FEBRUAR 2020 www.grazer.at graz viva 25 ➜ IN GETTY (2) Vorsorge Immer wieder einmal eine Vorsorgeuntersuchung zu machen, kann im Notfall Leben retten. Ignoranz Geht man nicht zum Arzt, obwohl es einem schlecht geht, kann man eine schwere Krankheit riskieren. OUT ➜ können auch im Alltag lauern ger, Professor für Onkologie an der Med-Uni Graz, wo im Alltag krebserregende Stoffe lauern und was man zur Vorsorge alles tun kann. „Die Umwelteinflüsse spielen eine wichtige Rolle bei der Vorsorge. Vor allem die Belastung der Strahlen der Sonne ist heute höher als früher“, so Stöger. Dass Rauchen, zu viel Sonne und Strahlen krebserregend sind, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Allerdings gibt es im eigenen Umfeld meist noch andere Alltagsmittel, die auf Dauer schädlich sein können. ➣ Schimmelpilz: Käsesorten (z. B. Blauschimmelkäse) sind gesundheitlich unbedenklich. Es gibt allerdings auch Pilzarten, die Gifte produzieren, die krebserregend sind: Beispielsweise sondern Pilze der Gattung Aspergillus kanzerogene Gifte ab. Aspergillus flavus kommt vor allem auf Nussarten und Feigen vor und kann durch sein Gift Lebertumoren verursachen. Auch andere Schimmelpilzarten, die etwa Getreide, Kaffeebohnen oder Hülsenfrüchte befallen, können kanzerogene Stoffe produzieren. ➣ Parfüms und Kosmetika: Eine Studie im Auftrag des österreichischen Gesundheitsministeriums empfiehlt, künstliche Duftstoffe möglichst zu vermeiden und vor allem Schwangere, Neugeborene und Säuglinge davor zu schützen. Synthetische Moschusduftstoffe, welche oft in Kosmetika, Haarpflegeprodukten, Duschgels, Seifen und Parfüms vorkommen, können krebsfördernde Wirkungen haben. Also in Zukunft immer die Zutaten nachlesen! ➣ Mottenkugeln: Chemische Mottenkugeln stehen ebenfalls im Zusammenhang mit Krebs. Will man also in Sachen Gesundheit auf Nummer sicher gehen, empfiehlt sich ein altes und bewährtes Hausmittel, das den Motten gar nicht schmeckt, aber gesundheitlich unbedenklich ist: Lavendel. ➣ Putz- und Reinigungsmittel: Wasch- und Reinigungsmittel müssen mehrere Aufgaben erfüllen: Bakterien, Viren und Pilze abtöten, Schmutzpartikel entfernen, und gut riechen soll d a s Ganze auch noch. Daher sind vielen Waschmitteln und Weichspülern künstliche Moschusdüfte zugesetzt, welche krebserregend sind. Vorsorgeuntersuchung Tritt Krebs in der Familie auf, sollten Verwandte die Vorsorgeuntersuchungen besonders ernst nehmen. „Man sollte bereits fünf bis zehn Jahre, bevor der Verwandte in seinem Alter diagnostiziert wurde, sich gründlich untersuchen lassen“, rät der Experte. Grundsätzlich gilt: Ab dem 35. Lebensjahr zumindest alle zwei Jahre eine Rundum-Untersuchung machen. Vorsorge ist besser als Nachsorge!

2021