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2. Dezember 2018

- Bund kürzte Budgets: Schule hat kein Geld für Papierhandtücher - Bürgermeister Nagl „verbrauchte“ 22 Stadträte - Rampe für mehr Barrierefreiheit in Graz - Mehr Platz für Begegnung: Erster Schritt zur Gries-Umgestaltung - Univiertel-Legenden sperren Lokal bei der FH Joanneum auf - Neue Grünfläche für den Bezirk Jakomini - Heimwegtelefon jetzt auch für Jugendliche - Mutter kämpft für ihren behinderten Sohn

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6 graz www.grazer.at 2. DEZEMBER 2018 Was wurde aus ...? Nagl „verbrauchte“ KOMMENTAR Manchmal hört die Hilferufe einfach keiner Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at H eute ist der erste Adventsonntag, und wir gehen schnurstracks auf Weihnachten zu. Das ist die Zeit, die die Herzen von Menschen öffnet, die sonst nicht viel mit sozialer Wohltat am Hut haben. In vorweihnachtlicher Stimmung wird das Geldbörserl schneller gezückt als sonst. Es ist die Zeit der Charity-Events in verschiedensten Schattierungen. Das ist auch gut so. Ein Wahnsinn, was allein „Licht ins Dunkel“ an Geld zusammenbringt, und auch ich freue mich ehrlich, wenn wieder viele Menschen zu „Let’s Spend The Night Together“ kommen. Aber bei all dem Klingeling in den Benefiz-Kassen bleiben auch in der Weihnachtszeit viele Hilferufe ungehört. Auch wenn, wie im Fall auf Seite 16 geschildert, eine Mutter lautstark um Hilfe schreit. „Ich kann Ihnen versichern, dass alles rechtlich Mögliche getan wird, um dem Wohle von Menschen mit Behinderung zu dienen“, schreibt mir die Behindertenhilfe des Landes. Im konkreten Fall droht aber die Lage dennoch zu eskalieren. Wo genau dient da das Land dem Wohle des Behinderten? Ein Einzelfall? Vielleicht. Aber hören sollte man die Hilferufe schon – und handeln, bevor es zu spät ist. GEPA 22 Stadträte! langer weg. Der Grazer Bürgermeister verabschiedet jetzt sein 22. Budget. 22 Stadträte haben ihn über die Jahre begleitet. Wir sagen, was aus ihnen geworden ist. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Weit ist der Weg vom ersten Budget, welches der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl 1998 – damals noch als Finanzstadtrat – verabschiedete, bis zum Budget 2019, das am 13. Dezember im Gemeinderat debattiert wird. Nagls erstes Budget wurde noch unter dem Grazer SP-Langzeit-Bürgermeister Alfred Stingl Bereits in Pension ■■Tatjana Kaltenbeck, SP (1998–2008) ■■Franz Josel, VP (1998–2003) ■■Mares Rossmann, FP (1998–2000), lebt in Kärnten ■■Gerhard Rüsch, VP (2003– 2017), eher im Unruhestand ■■Helmut Strobl, VP (1998– 2001) ■■Ernest Kaltenegger, KP (1998–2005) ■■Wilfriede Monogioudis, KP (2003–2008) T R E N D B A R O M E T E R Grazer im Rampenlicht 1. Roman Mählich 69 Der neue Trainer des SK Sturm konnte bei seinem Bundesliga-Debüt den ersten Sieg einfahren und eine lange Durststrecke der „Blackys“ beenden. Nagl: „Es ist das 22. Budget, bei dem ich mitverantwortlich zeichne.“ stadt Graz (1985 bis 2003) verabschiedet. Viele ehemalige Stadträte aller Fraktionen, die den Weg Nagls begleiteten, haben sich aus der Stadtpolitik längst verabschiedet. Nur Elke Kahr, KP, ist eine übrig gebliebene langjährige Weggefährtin. Nicht alle der hier aufgezählten Ex-Stadträte waren enorm erfolgreich. Vor allem die Grazer SP hatte mit ihren Vertretern kein Glück. Streit und Hader drohten die Grazer SP fast zerbrechen zu lassen. Es gab auch kleinere Skandale, Werner Miedl musste gehen, weil er in Graz angeblich keinen Hauptwohnsitz hatte, Susanne Winter nach islamfeindlichen Äußerungen. Zum Geld: Waren 1998 gesamt 8,7 Milliarden Schilling (592.650 Euro) im Grazer Budget, so sind es für 2019 gesamt 1,3 Milliarden Euro (ca. 17 Milliarden Schilling). Bürgermeister Nagl nennt sein 22. Budget „ein Budget der sozialen Wärme“. Stadträte a. D. ■■Detlev Eisel-Eiselsberg, VP (2003–2013), heute VP-Landesgeschäftsführer und Abgeordneter ■■Michael Ehmann, SP (2016–2017), jetzt Grazer SP- und Gemeinderatsklubchef ■■Martina Schröck, SP (2010– 2017), betreibt heute eine private eigene Beratungsfirma ■■Karl-Heinz Herper, SP (2010– 2011), heute u. a. Vorsitzender der SP-Kulturinitiative ■■Wolfgang Riedler, SP (2003– 2010), erst Geschäftsführer bei der Wiener Zeitung, jetzt wieder Land Steiermark ■■Walter Ferk, SP (1998–2008), Geschäftsführer von Jugend am Werk und ARBÖ-Vizepräsident ■■Werner Miedl, VP (2005–2008), heute wieder im Polizeidienst ■■Eva Maria Fluch, VP (2008– 2009), heute Lebensberaterin und tätig im Schulwesen ■■Elke Edlinger, SP (2008–2010), heute Unternehmensberatung ■■Susanne Winter, FP (2008– 2009), arbeitet in zahnärztlicher Praxis ihres Mannes ■■Christian Buchmann, VP (2003–2005), heute im Bundesrat ■■Michael Grossmann, SP (2011–2013), Kulturamtsleiter ■■Lisa Rücker, Grüne (2013–2017), Moderatorin, Wandercoach ■■Edmund Müller, SP (2010–2012), Schulungszentrum Fohnsdorf ■■Sonja Grabner, VP (2009–2013), heute Unternehmensberaterin Wer diese Woche wie oft in heimischen Medien vorkam 2. Andreas Gabalier, Sänger 48 3. Hermann Schützenhöfer, LH 46 4. Beate Hartinger-Klein, Sozialministerin 44 5. Thomas Vanek, Eishockeyspieler 31 derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSIS TENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 666 6918) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Mag. Daniel Windisch (0664/80 666 66 95), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Mag. Birgit Schweiger (Lektorat), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0 664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 68 48), Robert Heschl (0664/80 66 66 897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895), Thomas Maier (0664/80 66 66 690) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 6666 490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner, Verena I. Seidl, MA | HERSTELLUNG: Druckerei Carinthia, St. Veit/Glan | VERTEILUNG: redmail Logistik und Zustellservice GmbH (05/1795-0) | VERBREITETE AUFLAGE: 173.025 (Der Grazer, wö, ÖAK 1.HJ 2018). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

2. DEZEMBER 2018 www.grazer.at graz 7 VP verschenkt Weihnachtsbuch H. Schützenhöfer (r.) und D. Eisel-Eiselsberg haben sichtlich Freude am Buch.STVP Bastelanleitung für ein Notenengerl Für ein Notenengerl benötigt man Notenblätter (DIN A6), eine Holzkugel, ein Band zum Aufhängen und Klebstoff. Für den Körper des Engels wird ein Blatt von der Längsseite ausgehend wie eine Ziehharmonika gefaltet (Faltenbreite ca. 1–1,5 cm). Für die Flügel werden zwei weitere Notenblätter jeweils an der Schmalseite beginnend in gleicher Weise gefaltet. Anschließend werden die fertigen drei Teile jeweils einmal in der Mitte geknickt und so zusammengeklebt, dass in Summe drei Fächer entstehen. Nun werden die beiden Flügel an den Körper geklebt (jeweils seitlich vom Bug des Körpers). Jetzt kann der Kopf vorbereitet werden. Dazu wird an der Holzkugel mit Klebstoff eine Schnur zum Aufhängen befestigt. Anschließend wird der Kopf zwischen die beiden Flügel geklebt. Jetzt braucht man den Engel nur noch in Form bringen. Weihnachten daheim“ heißt das neue Büchlein, das die steirische Volkspartei vor dem heurigen Weihnachtsfest herausgebracht hat. Darin enthalten ist sowohl eine Sammlung traditioneller Weihnachtsbräuche wie auch verschiedenste Bastelanleitungen (siehe Fakten-Box links) und Weihnachtslieder. Der kleine illustrierte Band informiert über bekannte Rituale wie Räuchern und Sternsingen, aber auch über fast vergessene Traditionen wie die Weinsegnung am Hanstag. „,Weihnachten daheim‘ soll ein Begleiter rund ums Fest sein, der Impulse für die individuelle Gestaltung des Weihnachtsfestes liefert. Mit diesem Büchlein wollen wir dazu beitragen, dass die Weihstille nacht. Die Steirer-VP hat ein Buch mit Weihnachtsbräuchen und Bastelanleitungen geschrieben. nachtszeit ein gelungenes Fest des Miteinanders wird“, möchte Steirer- VP-Chef und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer die Steirer zum gemeinsamen Singen, Musizieren, (Vor-)Lesen und Erleben steirischer Volkskultur bewegen. VP-Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg will mit dem Buch „Freude bereiten, christlich-soziale Werte hochhalten sowie in Vergessenheit geratene Bräuche wieder neu aufleben lassen. Wer weiß zum Beispiel heute noch, was es mit der Thomasnacht auf sich hat?“ Das Büchlein wird bei tausenden Hausbesuchen der VP-Funktionäre im ganzen Land verteilt. Darüber hinaus ist es in allen Bezirksgeschäftsstellen kostenlos erhältlich – solange der Vorrat reicht. DAW

2021