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2. Dezember 2018

- Bund kürzte Budgets: Schule hat kein Geld für Papierhandtücher - Bürgermeister Nagl „verbrauchte“ 22 Stadträte - Rampe für mehr Barrierefreiheit in Graz - Mehr Platz für Begegnung: Erster Schritt zur Gries-Umgestaltung - Univiertel-Legenden sperren Lokal bei der FH Joanneum auf - Neue Grünfläche für den Bezirk Jakomini - Heimwegtelefon jetzt auch für Jugendliche - Mutter kämpft für ihren behinderten Sohn

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eco Daniel Windisch 34 daniel.windisch@grazer.at & 0664/80 66 66 695 www.grazer.at 2. DEZember 2018 Als schon jeder Häuslbauer aus Frankenkrediten ausgestiegen ist, hat die Landesregierung dieses Risikogeschäft weiterbetrieben.“ Grünen-Klubchef Lambert Schönleitner kritisiert die millionenschweren Frankenkredite des Landes. GRÜNE Mit dem Laser geht’s E. Grossek (l.) wurde von Landesrätin B. Eibinger-Miedl geehrt. fischer Nachfolger-Preis ■■ Jährlich werden 900 Betriebe in der Steiermark an die nächste Generation übergeben. Gemeinsam mit dem Land Steiermark zeichnet die Wirtschaftskammer alljährlich im Rahmen des „Follow me Awards“ steirische Betriebe aus, die den Generationenwechsel erfolgreich gemeistert haben. In der Kategorie „Externe Nachfolge“ gewann heuer mit dem Reformhaus Bioherz von Elke Grossek ein Grazer Betrieb. Ob Turnschuh oder Taschenmesser: Bei Cowstyle bzw. Laser-profis.com wird alles mit persönlicher Note versehen.cowsYtle (2) kika/Leiner-Boss möbelt Styria-Vorstand Markus Mair (l.) mit VÖWA-Chef Gert Heigl VÖWA Styria Media Group im Fokus ■■ Die Styria Media Group und ihre Stellung in Österreichs Medienlandschaft stand diese Woche im Zentrum einer Vortragsund Diskussionsveranstaltung, zu der Gert Heigl, Chef des Verbandes Österreichischer Wirtschaftsakademiker (VÖWA), 70 geladene Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik begrüßen konnte. Styria-Vorstandsvorsitzender Markus Mair skizzierte die Grundpfeiler „seines“ Medienkonzerns und schilderte, wie die Styria-Medien durch die Digitalisierung verändert wurden. Reinhold Gütebier, seit kurzem Vorstandsvorsitzender von kika/Leiner, nahm die Grazer Filialen des Möbelunternehmens unter die Lupe. Gütebier Neustart. Neuer Möbelhaus-Chef Gütebier besuchte erstmals Grazer Standorte und kündigt einige Veränderungen an. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Reinhold Gütebier ist derzeit viel auf Achse. Der deutsche Möbelbranchen- Veteran ist erst seit Anfang Oktober Vorstandschef der von Investor René Benko übernommenen Möbelkette kika/Leiner – doch im Rahmen seiner Vorstellungstour hat er bereits zahlreiche kika- und Leiner-Standorte in Österreich besucht. Diese Woche machte er in Graz Station, um die hiesigen Leiner- und kika-Filialen zu begutachten. Am Rande seiner Graz-Visite sprach

2. DEZEMBER 2018 www.grazer.at eco 35 ➜ TEURER GETTY (2) Dieseltreibstoff +17,5 % Autofahrer haben es schon länger an den Zapfsäulen gemerkt: Diesel ist seit dem Vorjahr viel teurer geworden. Brillengläser –10,1 % Im Laufe der vergangenen zwölf Monate wurden Brillengläser wesentlich günstiger. BILLIGER ➜ nicht mehr nur ans Leder individuell. Das Grazer Unternehmen Cowstyle, das mit personalisiertem Lederschmuck bekannt geworden ist, hat sein Geschäftsfeld erweitert. Per Laser wird vom Turnschuh bis zur Blumenvase alles graviert. Für seine personalisierten Lederarmbänder und -accessoires ist das Grazer Unternehmen Cowstyle auch international bekannt. Doch der im Jahr 2011 von Christian Soucek, Oliver Rauch und Wolfgang Waltl gegründete Betrieb hat inzwischen weit mehr zu bieten. Was, das wird derzeit wieder an zwei Pop-up-Ständen in der ShoppingCity Seiersberg gezeigt: Kunden können sich praktisch jedes Stück – vom Trinkglas bis zum Taschenmesser, vom Koffer bis zum Turnschuh – mit persönlichen Gravuren (Bilder, Schriftzüge etc.) versehen lassen. Das passiert wie beim Lederschmuck mittels Lasertechnik, mit der fast jedes Material graviert werden kann. Unter dem Cowstyle-Firmendach wurde für Lasergravuren aller Art mittlerweile mit Laserprofis.com eine zweite Marke geschaffen. Der Anstoß dafür, nicht nur Lederschmuck zu personalisieren, sei von Kundenseite gekommen, Cowstyle-Chef Rauch: „Sie wollten auch noch andere Dinge gravieren lassen, die wir dann personalisiert haben.“ Für das Unternehmen sei der Schritt von personalisierten Lederbändern hin zu einem umfassenderen Angebot eine logische Weiter- entwicklung gewesen, so Rauch. Heute kommen Kunden einfach mit einem beliebigen Gegenstand vorbei, den sie gerne mit einer persönlichen Botschaft oder einem Foto versehen lassen wollen. Auch große Unternehmen zählen laut Rauch zum Kundenstamm. Wer noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk mit persönlicher Note ist, für den haben Cowstyle und „der Grazer“ eine gute Nachricht: Wir verlosen eine kostenlose persönliche Gravur! Dazu bitte einfach ein Foto oder einen Schriftzug, das bzw. der für die Gravur verwendet werden soll, mit kurzer Begründung an gewinnspiel@grazer.at (siehe unten) schicken. DAW G e w i n n s p i e l Eine Gravur für einen personalisierten Gegenstand zu gewinnen! Warum die Gravur? E-Mail mit Betreff „Gravur“ und Telefonnummer an: gewinnspiel@grazer.at Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn nicht übertragbar. Einsendeschluss: 9. 12. 2018. Gewinner werden telefonisch verständigt und sind mit der Veröffentlichung einverstanden. seine Filialen auf Gütebier auch mit dem „Grazer“ über seine Pläne für die nächsten Monate und Jahre. Während er die Grazer Mitarbeiter in Bezug auf deren Arbeitsmoral und Identifikation mit dem Unternehmen als „herausragend“ lobt, sieht Gütebier auch einiges an Optimierungspotenzial. Wie auch an anderen Standorten habe er in den Grazer Häusern festgestellt, „dass es an der Inszenierung der Waren deutlich fehlt. Mit der Warenpräsentation kann man was bewegen“, möchte Gütebier „bis Ende Februar eine deutliche Verbesserung erreichen“. Dafür will das Unternehmen auch Geld in die Hand nehmen, auch größere Umbauten sind nicht ausgeschlossen – zu Summen und Details will sich Gütebier freilich erst Anfang 2019 äußern. An der Schärfung der Markenprofile von kika und Leiner wird jedenfalls festgehalten: kika soll vor allem das Einstiegs- bis Mittelklassesegment abdecken, Leiner laut Gütebier „das höherwertige Möbelhaus werden“, das „den Preiseinstieg nicht außen vorlässt“, aber insbesondere das mittlere bis Premiumsegment bedient. Der Personalabbau, zu dem es im Gefolge der Übernahme des strauchelnden Möbelunternehmens kam, ist laut dem Firmenboss abgeschlossen. Er fiel auch in der Steiermark weniger schlimm aus als befürchtet: So wackelten ursprünglich im Steirerland bei Leiner 69, bei kika 32 Jobs – tatsächlich wurden nur 26 bzw. 18 Mitarbeiter gekündigt. Dessen ungeachtet ortet Gütebier – wie bei der Warenpräsentation – auch beim Personal noch Luft nach oben: Er wünsche sich aktivere Verkäufer, die mehr auf Kunden zu- und eingehen. An seinem Ziel, dass kika/Leiner in drei Jahren wieder schwarze Zahlen schreibt, hält Gütebier fest. Optimistisch macht ihn dabei, dass „wir erstmals nach 15 Monaten im November ein Umsatzplus hatten“. Nationalrätin Martina Kaufmann hält große Stücke auf das Lehrlingspaket. KK Neues Lehrlingspaket ■■ Die Bundesregierung hat diese Woche ein umfassendes Lehrlingspaket auf den Weg gebracht. So werden einige Lehrberufe modernisiert, überholte Lehrinhalte und Berufsbilder „entsorgt“. Außerdem wird investiert: „Mit einer Anhebung der Förderung für die Vermittlung von Lehrstellensuchenden zu den Ausbildungsbetrieben von zehn auf 20 Millionen Euro leistet die Regierung einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung von zukünftigen Meistern ihrer Zunft“, sagt die Grazer Nationalratsabgeordnete und ÖVP-Lehrlingssprecherin Martina Kaufmann. Sie hofft, dass durch die neuen Lehrlingsförderungen mehr Jugendliche zu betrieblichen Lehrstellen geführt und Lehrlinge aus der überbetrieblichen Lehre in die betriebliche Lehre vermittelt werden können. „Durch die überbetriebliche Lehre entstand ein Parallelsystem zur betrieblichen Lehre. Die überbetriebliche Lehre darf nur eine Übergangslösung sein, die junge Menschen bestmöglich qualifiziert und auf eine betriebliche Ausbildung vorbereitet“, so Kaufmann.

2021