Jetzt E-Paper-App downloaden

Aufrufe
vor 1 Jahr

2. Dezember 2018

- Bund kürzte Budgets: Schule hat kein Geld für Papierhandtücher - Bürgermeister Nagl „verbrauchte“ 22 Stadträte - Rampe für mehr Barrierefreiheit in Graz - Mehr Platz für Begegnung: Erster Schritt zur Gries-Umgestaltung - Univiertel-Legenden sperren Lokal bei der FH Joanneum auf - Neue Grünfläche für den Bezirk Jakomini - Heimwegtelefon jetzt auch für Jugendliche - Mutter kämpft für ihren behinderten Sohn

14 graz www.grazer.at

14 graz www.grazer.at 2. DEZEMBER 2018 BV Jakomini K. Strobl (Bild l.) freut sich über die Umwidmung des Kasernenareals. KPÖ-Klubobmann M. Eber (r.) will ein Online-Verzeichnis. KK, Stadt/Pachernegg (2) Neue Grünfläche für den Bezirk Jakomini WOW. Für Jakomini gibt’s eine neue Freizeitfläche. Die KP ruft nach einem Grünraum-Verzeichnis. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Aufatmen im Bezirk Jakomini! Wie von vielen Bewohnern des an „Grünraum- Armut“ leidenden Bezirks erhofft, wird eine Grünfläche der leerstehenden Kaserngründe dem Bezirk als Freizeitfläche zugewiesen. „Wir haben das unseren Bewohnern schon lange versprochen, und das sind wir ihnen somit auch schuldig“, so Klaus Strobl, Bezirksvorsteher von Jakomini. „Als infrastrukturelle Grünraum- Ausgleichmaßnahme entsteht am Areal der Kirchnerkaserne ein circa 20.000 Quadratmeter großes Sport‐, Freizeit‐ und Erholungsareal für die Öffentlichkeit durch eine Direktausweisung im Flächenwidmungsplan“ – so lautet der Beschluss. Die tatsächliche Änderung soll im Februar oder März 2019 endgültig beschlossen werden. „Nach der Beschlussfassung soll ein Teilbereich provisorisch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dazu sollen zur Abtrennung von der restlichen Bebauungsfläche Bauzäune als Absperrung aufgestellt werden. Mitte des Jahres 2020 soll das Gesamt areal mit der endgültigen Ausstattung der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen“, erklärt Strobl. Online-Verzeichnis Die aktuellen Grünflächen, die die einzelnen Bezirke besitzen, sind für die Öffentlichkeit nicht einsehbar – zumindest nicht online. Dabei behaupte VP- Bürgermeister Siegfried Nagl ja, dass „in Graz alles ‚im grünen Bereich‘“ sei, „was aber offensichtlich nicht stimmt“, so KPÖ- Klubobmann Manfred Eber. Er will sich nun in der nächsten Gemeinderatssitzung dafür einsetzen, dass ein nach Bezirken aufgeschlüsseltes Verzeichnis der Grünflächen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Dieses Verzeichnis, das dann auch online gehen soll, soll laut Eber in regelmäßigen Abständen aktualisiert und mit den bestehenden sowie den älteren Daten verglichen werden. Denn jeder Bewohner solle das Recht haben zu wissen, wie viele freie Grünflächen in Graz tatsächlich noch vorhanden seien, sagt Eber: „Damit die Augen der Grazer nicht Lügen gestraft werden.“ Stadtrat Kurt Hohensinner (l.) und Vizebürgermeister Mario Eustacchio stellen das neue Heimwegtelefon-Angebot für Jugendliche vor. stadt graz Heimwegtelefon jetzt auch für Jugendliche hallo. Die Ordnungswache informiert nun am Telefon auch über Jugendschutzthemen. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Seit zwei Jahren gibt es das Grazer Heimwegtelefon – eine Hotline der Ordnungswache, bei der ängstliche bzw. verunsicherte Grazerinnen und Grazer anrufen können, um sich telefonisch nachts nach Hause begleiten zu lassen. Jetzt starten die Ordnungswache und das Amt für Jugend und Familie eine neue Kooperation: Ab sofort gibt’s das Heimwegtelefon auch speziell für Jugendliche. Mitten in der Maturaball- und Adventmarkt-Zeit informieren die städtischen Ordnungshüter darüber, ob die jungen Anrufer bereits Alkohol oder Zigaretten konsumieren dürfen oder um welche Uhrzeit sie laut Gesetz zu Hause sein müssen. Und natürlich können sich die Jugendlichen auch auf dem Heimweg begleiten lassen. „Graz ist eine sichere Stadt. Trotzdem kann es passieren, dass sich gerade junge Menschen beim Nachhauseweg unsicher fühlen“, erklärt Jugendstadtrat Kurt Hohensinner. „Gerade hier ist das Heimwegtelefon ein guter und verlässlicher Partner, der dafür sorgt, dass die Jugendlichen sicher nach Hause kommen. Ab sofort bietet das Heimwegtelefon auch noch zusätzlich die Möglichkeit, sich zum Thema Jugendschutz zu informieren.“ Viele Frauen rufen an Das Heimwegtelefon ist unter der Nummer 0 316/872-22 77 freitags, samstags und vor Feiertagen von 22 bis 3 Uhr kostenlos erreichbar. Laut Stadt nutzen das Heimwegtelefon vor allem Frauen – rund 90 Prozent der Anrufer sind weiblich, wobei es sich meist um Frauen im Alter von 20 bis 25 Jahren handelt. Seit 1. November wird das Heimwegtelefon auch in Wiener Neustadt angeboten, betreut wird es aber von der Stadt Graz. Die Städte Linz und Wels haben ebenfalls Interesse an dem Modell, demnächst gibt es Gespräche über eine Zusammenarbeit. Vizebürgermeister Mario Eustacchio, einer der Erfinder des Heimwegtelefons, ist stolz: „Sicherheit ist eines der zentralen Bedürfnisse, die es zu schützen gilt. Ich freue mich, dass das Heimwegtelefon in Graz und nun auch von anderen Städten so gut angenommen wird. Wir sind hier eindeutig Vorzeigestadt!“

2022

2021