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2. August 2020

- Temperaturstürze, Stürme, Überschwemmungen: Warum das Grazer Wetter so ist wie es ist - Jeder neue Baum ist ein Gewinn für Graz - GU-Gemeinden stärken lokale Betriebe - Gastgärten werden erweitert - Mur wird zur Paddel-Hochburg

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18 graz www.grazer.at 2. AUGUST 2020 S E R V I C E Leser Briefe redaktion@grazer.at Einfach „grenzgenial“ Bäume sind gut für die Umwelt und erfreuen Bewohner und Anrainer. Im konkreten Fall wird aber der ökologische Profit der Bäume mutwillig stark reduziert – es handelt sich um eine große Pflanzerei an der Klima-Front. Die Bäume werden über 250 km, aus Zell a. d. Pram (O Ö), per Lkw, angeliefert. In der Nähe gibt es wohl keine Baumschulen? Neben den Bäumen, welche an der Alten Poststraße gepflanzt wurden, ragen schwarze Rohre aus dem Boden. Vermutlich werden hier Kabel eingezogen, damit man die Bäume von unten her beleuchten kann – einfach grenzgenial. Manfred Uttenthaler, Graz * * * „Bild des Schreckens“ Ich bin eine Pensionistin im Alter von fast 74 Jahren und nicht mehr so gut zu Fuß. Mein Bestreben nach Regionalität meiner Produkte, die ich kaufen möchte, wurde mir jetzt genommen. Ich kann nicht mehr mit dem Auto auf den Markt fahren. Dabei ist gerade für alleinstehende PensionistInnen der Markt ein Paradies. Ich brauche nicht 1 kg Äpfel und 1 kg Karotten. Ich kann 2 Äpfel, 3 Karotten, einen kleinen Salat und auch ein kleines Stück Brot oder Wurst kaufen. Beim Stand der Fam. Rinner bekomme ich eine Portion Gulasch und einen Knödel. Ganz auf meine Bedürfnisse zugeschnitten. Jetzt gibt der Markt ein Bild des Schreckens ab. Der Platz halb leer, auf der Straße stehen ein paar Bauern ohne Plan herum und sind unglücklich. Das hat mit einem Marktgeschehen nichts mehr zu tun. Mir kommt vor, dass es reine Schikanen der Stadt sind. Dabei sollten wir unsere Nahversorger hegen und pflegen. Sie gehören zu Graz wie der Uhrturm. Wir alten Leute lieben die Bauernmärkte. Aber es wird uns fast unmöglich gemacht, dieses wertvolle Gut zu nutzen. Melitta Lenz, Hart bei Graz Holzsteg ist gesperrt Seit circa zehn Monaten ist der Holzsteg von der Scherersiedlung über den Schererpark zur Strassganger Straße gesperrt. Nachdem ich als Wohnungsbesitzer versuche, meine Einkäufe zum Großteil zu Fuß zu erledigen, um mein Auto nicht zu benützen, habe ich vom Eigentümer des Parks (Magistrat Graz) versucht, via Mail eine Auskunft für diesen offensichtlichen Missstand zu bekommen. Bis dato keine Antwort. Für mich ein absolutes Minus. Hans Riegler, Graz * * * Metahofpark zugemüllt! Ich gehe jeden Tag mit dem Hund in den Metahofpark. Dieser ist in der Früh so vermüllt, dass man kaum wo gehen kann. Ich habe Fotos gemacht. Es ist der größte Schandfleck von Graz, das sollte man wirklich in die Zeitung geben, dass dies auch der Bürgermeister sieht. Beatrix Binder, Graz * * * Bau Merangasse 55 Oben genanntes Grundstück (ehemalige Park-Sauna) mit einem parkähnlichen Garten wurde komplett zubetoniert, obwohl lt. Bauplan die zwei Häuser, eines fünfstöckig eines dreistöckig, mit Grünland ausgewiesen wurden. Wo bleibt hier der Umweltschutz? Hat man nicht an den Verkehr gedacht, wo die Merangasse morgens und abends ein Verkehrsaufkommen hat, dass alle Autos im Stau stehen tagein, tagaus. Von der Luftverschmutzung für die Bewohner und dem Lärm ganz zu schweigen. Ingeborg Muggenauer, Graz * * * Jedes Fleckerl Grün retten Sehr schön. Aber späte Erkenntnis. Gerade unser Herr Bürgermeister, dem jeder Baukran in der Stadt so viel Freude bereitet, ist hier nicht glaubhaft. Glaubt man Zeitungsberichten, stehen in Graz 11.000 Wohnungen leer. Wozu also Grünraumvernichtung, um dann für teures Geld Grundstücke für Parks aufzukaufen? Gertrude Magdalenz, Graz „Weltstadt des 1979 Länderkampf Österreich-CSSR: ganz links Grössler, Kurt Marnul in der Mitte im Schiedsrichteroutfit und neben ihm Karl Kainrath PRIVAT Karl Kainrath mit Arnold Schwarzenegger, mit dem er bis zum Tod eng befreundet war KK

2. AUGUST 2020 www.grazer.at graz 19 Bodybuilding“ GOLDENE ÄRA. Mit dem unerwarteten Tod von Karl Kainrath kommt die Goldene Zeit der Grazer Bodybuilder-Helden wieder in Erinnerung. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Karl Kainrath, der vor kurzem überraschend im Alter von 77 Jahren gestorben ist, war bis zuletzt noch Personal Trainer. Sein Ableben lässt die große Ära der Grazer Bodybuilder-Helden wieder ins Licht rücken. Für Kainrath war Sport sein Leben, und schon 1964 begann er im Grazer Studio des damaligen Mr. Austria, Kurt Marnul, zu trainieren. Manfred Grössler, der selbst von Kainrath 1976 trainiert wurde, fünf Jahre in Los Angeles lebte und fünf Jahre bester Öster- reicher im Schwergewicht war, über Kainrath: „Kainrath prägte den österreichischen Bodybuilder-Sport über mehrere Jahrzehnte hinweg.“ Begonnen hat alles im relativ kleinen Studio von Kurt Marnul im Liebenauer Stadion. Grössler: „Man kann sagen, dass hier die Wiege des europäischen Bodybuilder-Sports stand. Hier hat alles angefangen.“ Marnul trainierte bereits seit 1961 Arnold Schwarzenegger. Kurt Marnul, Arnold Schwarzenegger und Karl Kainrath sind zu dieser Zeit enge Freunde geworden. Kainrath wurde 1970 Mr. Universum in Acapulco und holte diesen Titel 1989, also 19 Jahre später, in der Seniorenklasse in Belgrad noch einmal! Mit Kainrath und Marnul ist auch Grössler weltweit unterwegs gewesen, um die Goldene Ära der Grazer Bodybuilder zu präsentieren. Alle drei plus Schwarzenegger verkörpern 60 Jahre Qualitätsbodybuilding made in Austria.“

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