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2. August 2020

- Temperaturstürze, Stürme, Überschwemmungen: Warum das Grazer Wetter so ist wie es ist - Jeder neue Baum ist ein Gewinn für Graz - GU-Gemeinden stärken lokale Betriebe - Gastgärten werden erweitert - Mur wird zur Paddel-Hochburg

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12 graz www.grazer.at 2. AUGUST 2020 Petra Kleinlercher, Sabrina und Carola Deutsch, Margret und Hans Roth (v. l.) KK Zuwachs für die „Poster-Hansis“ Carola und Sabrina Deutsch haben 2017 auf rund 25 Metern überdimensionale Eichhörnchen auf die Mauern des Well.Come Centers am Kalvariengürtel in Graz gebracht. Nun bekamen die „Hansis“ Zuwachs! Das erweiterte Streetart- Projekt verleiht dem Haus eine ganz individuelle Note und macht es von Weitem unübersehbar. Initiiert wurde das Projekt von Margret und Hans Roth, bei denen Carolas Kunst schon seit Jahren einen besonderen Stellenwert hat. Franz Küberl, Klaus Scheitegel, (GRAWE), Hans Roth (Saubermacher), Dietmar Grünwald (v. l.) präsentierten die Pläne. KK Neuer Glanz für die Basilika Mariatrost Von 2020 bis 2030 wird der Mariatroster Purberg mit der beliebten Basilika als Wallfahrts- und Begegnungszentrum umfassend renoviert und entwickelt: Neben dem kaputten Dach müssen auch die Wandmalereien und Holzinventar restauriert und die Säulen gereinigt werden. Das Projekt „MariaTrost 2030“ möchte die Basilika und die umliegende Gegend wieder aufleben lassen. Die Kirche soll zu einer zukunftsfähigen „Dank+Tankstelle“ werden, wurde in einer PK mitgeteilt. Schwimm-Staatsmeisterschaft Jetzt schwimmt Graz allen davon Sportstadtrat Kurt Hohensinner, LSV-Präsident Hugo Schuster sowie die Spitzensportler Wasserspringer Dariush Lotfi und Schwimmerin Caroline Pilhatsch bringen den Grazer Wassersport immer weiter nach vorne. STADT GRAZ/ FISCHER TOLL. Das erste Schwimmsport-Event findet aktuell in Graz statt. Trotz Corona wird um den Staatsmeistertitel geschwommen. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Es ist die erste Schwimm- Großveranstaltung seit dem Corona-Lockdown, die aktuell und noch bis Mittwoch in Graz stattfindet. Ohne Publikum, aber umso spannender geht es für Profi-, Senioren- und Nachwuchsathleten um den Staatsmeistertitel, wobei die Limitzeiten als Qualifikation für WM und Olympia gelten. Hinzu kommt ein spezielles Corona-Sicherheitskonzept. Das wird auch streng eingehalten, wie der Präsident des steirischen Schwimmverbandes Hugo Schuster betont: „Wir achten besonders auf die Abstandsregeln, haben ein Einbahnsystem in der Halle.“ Damit sammelt man auch wichtige Erfahrungen: „So bekommen langsam all unsere Sportstätten ein Corona- Konzept“, schmunzelt Sportstadtrat Kurt Hohensinner. Spezielle Bedingungen Mittendrin ist die Grazer Vorzeige-Schwimmerin Caroline Pilhatsch. Nachdem sie gestern bereits im Einsatz war, stehen morgen und übermorgen noch 100 bzw. 50 Meter Rücken an. Das Ziel? „Schneller zu sein als beim Wettkampf letzte Woche in Budapest.“ Die Vorbereitung war dabei aber keine einfache. Während des Corona-Lockdowns gab es kaum Trainingsmöglichkeiten, teilweise musste sie in andere Bundesländer ausweichen, bevor mit Unterstützung der Stadt eine Lösung gefunden wurde – trainiert wurde dann erst im Bad zur Sonne und dann später in der Auster. „Ohne richtige Trainingsmöglichkeit wäre das natürlich Wettbewerbsverzerrung gewesen“, betont auch Hohensinner. Hier in der Eggenberger Auster fühlt sich Pilhatsch jedenfalls wohl: „Es ist immer toll, in der Heimat zu schwimmen. Vor allem in der Auster, weil ich hier trainiere und die Bahnen und das Wasser deshalb in- und auswendig kenne.“ Ob es ein besonderes Gefühl ist, so eine Staatsmeisterschaft ohne Zuseher? „Es ist natürlich etwas anderes, aber ich kenne das von kleineren internationalen Meetings, wo wir auch oft ohne Zuseher schwimmen. Insofern ist das nicht so ungewohnt.“ Graz profitiert Und auch ohne Zuseher kommen doch einige Menschen zusammen. „500 Athleten plus Begleitmaschinerie, das ist natürlich auch ein touristischer Faktor für die Stadt, insbesondere nach Corona“, freut sich Hohensinner. Deshalb war die Stadt auch gleich Feuer und Flamme, als LSV-Präsident Schuster vor sechs Wochen mit dem Vorschlag der Staatsmeisterschaften an sie herangetreten war. „In Graz sind wir im Spitzensport lange nur nachgeschwommen“, übt sich Hohensinner in der Wortspielerei, „mittlerweile haben wir aber die beste Schwimm-Infrastruktur Österreichs und auch einige Spitzensportler. Davon profitiert auch die Jugend.“ Graz entwickelt sich aufgrund seiner vielen Wassersport-Aktivitäten also immer mehr zur heimlichen Schwimm-Hauptstadt Österreichs. Nächstes Jahr steht das nächste Großevent an: die Staatsmeisterschaften im Wasserspringen. Donnerstag und Freitag fanden hier in der Auster die Steirischen Meisterschaften statt. Caroline Pilhatsch ist in den nächsten Tagen noch zwei Mal in Aktion. GEPA

2. AUGUST 2020 www.grazer.at graz 13 Mur wird Paddel-Hochburg RASANT. Kommende Woche erfolgt der Baustart des Bootshauses für Kajakund Paddelsportler. Der Startschuss für Highlight-Bewerbe in diesem Jahr. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Es ist in dieser Form – so zentral gelegen – einzigartig in Österreich. Wir sind überzeugt, dass diese hohe ,Sichtbarkeit‘ dazu beitragen wird, unseren Sport in Graz noch populärer zu machen.“ Wenn Peter Winkler vom Kanu Club Graz über das neue Kanusport-Bootshaus, für das nächste Woche der Baustart erfolgt, spricht, gerät er ins Schwärmen. Und dass die Sportstadt Graz längst reif für ein solches ist, beweisen die steigenden Mitgliederzahlen, über die sich der Verein freuen darf. Und das freilich nach (!) dem Beginn der Corona- Zeitrechnung. „Wir haben allein in diesem Jahr knapp 40 neue Mitglieder gewonnen, insgesamt sind es aktuell 216 Mitglieder.“ Und die Nachfrage steigt weiter. Genauso wie die Vorfreude der Paddler auf die sportlichen Highlights, die heuer auf sie und zahlreiche zuschauende Paddel-Fans warten. Gerhard Peinhaupt, Obmann des Kanu Club Graz, zählt auf: „Regatta Klassik österreichische Staatsmeisterschaft am 16. Oktober, Regatta Sprint österreichische Staatsmeisterschaft am 17., Boater-Cross österreichische Meisterschaft, Kajak-2er-Mara- „Potschnoss“ lautet der Paddler- Gruß. Und der erschallt in Graz jetzt öfters! KANU CLUB GRAZ thon österreichische Meisterschaft am 18. Oktober.“ Schon davor, ergänzt Winkler, steigen folgende Events: „22. August Freestyle- ÖM auf der Muglwave, 19. bis 20. September Kanupolo-ÖM am Mariatroster Teich und 9. bis 11. Oktober Meisterschaftstage mit Wildwasser-Abfahrt, Boater-Cross (direkt bei der Hauptbrücke) und Marathon im Kajak-Zweier.“ Fehlt nur noch eins: die perfekte Welle!

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