6 graz www.grazer.at 19. MAI 2022 C H R O N I K te er die Entfernung des herannahenden 46-Jährigen falsch Blaulicht eingeschätzt haben. Nach zwei erfolglosen Ausweichversuchen beider Beteiligter kam es Report ✏ zum Zusammenstoß, bei dem melanie.koeppel@grazer.at der 46-Jährige über den Lenker seines Fahrrades stürzte und rücklings auf der Fahrbahn aufschlug. Er erlitt eine schwere Wirbelverletzung und wurde im UKH Graz ambulant behandelt. Kein Führerschein: Schwerer Unfall ■ In Kumberg im Bezirk Graz- Umgebung kam es am gestrigen Mittwochabend zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 32-jähriger Pkw-Lenker dürfte auf der Kreuzung in Rabnitz die Stopptafel missachtet haben. Daraufhin kollidierte der Mann mit einem aus Weiz kommenden Auto, gelenkt von einem 35-jährigen Mann aus Graz. Eine weitere 36-jährige Lenkerin wurde mit ihrem Pkw von den beiden Unfallwägen frontal getroffen. Alle beteiligten Pkw-Lenker wurden leicht verletzt, die 21-jährige Beifahrerin des Unfall-Lenkers wurde mit schweren Verletztungen ins LKH Graz transportiert. Die B72 Lange Nacht der Forschung: Wissenschaftszentrum Graz VORFREUDE. Morgen findet die Lange Nacht der Forschung statt. Am Lendhafen in Graz wird über spannende Themen diskutiert, daneben gibt es an 40 Standorten noch über 250 Stationen zu erkunden. Von Fabian Kleindient fabian.kleindienst@grazer.at Morgen hat das lange Warten ein Ende. Die Lange Nacht der Forschung ist wieder zurück und begeistert von 17 bis 23 Uhr an rund 40 Standorten in Graz, Leoben und Kapfenberg mit mehr als 250 Stationen. Ein besonders Highlight bildet dabei der sogenannte „ScienceTalk“, der am Grazer Lendhafen über die Bühne gehen wird (wir berichteten). Nach einem Countdown mit Stadtrat Günter Riegler und Joanneum Research-Geschäftsführer Heinz Mayer werden hier gleich mehrere spannende Diskussionen zu Trendthemen in der Wissenschaft stattfinden. Im Fokus werden etwa die Zukunft der Mobilität, aber auch der Di- Schwerer Verkehrsunfall in Kumberg, Bezirk Graz-Umgebung: Der Unfall- Lenker hat laut Polizeiberichten keinen Führerschein. FF HART-ALBERSDORF war im Unfallbereich für den gesamten Verkehr gesperrt. Alle durchgeführten Alkoholtests verliefen negativ, es stellte sich jedoch heraus, dass der 32-jährige Unfall-Lenker keine aufrechte Lenkberechtigung besitzt. eBike-Fahrer schwer verletzt ■ Beim Zusammenstoß zweier Fahrradfahrer heute Morgen gitalisierung und des Menschen an sich stehen. Abgesehen von spannenden Diskussionen gibt es für Interessierte an den verschiedensten Stationen einiges zu erleben – die Steiermark präsentiert sich als Wissenschaftsstandort in all ihrer Vielfalt und zeigt die Attraktivität der Forschung als Karrierezweig auf. Eine kleine Auswahl spannender Erlebnisse: ☞ Die TU Graz zeigt mit ihrem Mercator-Roboter den Einsatz einer selbstfahrenden Plattform, beispielsweise bei Rettungseinsätzen anwendbar – gerade vor dem Hintergrund aktueller Debatten rund um selbstfahrende Autos spannend. ☞ Die Joanneum Research war mit ihrem Institut DIGITAL an der Entwicklung eines Instruments am Mars Rover „Perseverance“ wurde ein 46-Jähriger schwer verletzt. Sein 17 Jahre alter Unfallgegner kam nicht zu Sturz und blieb daher unverletzt. Der 46-Jährige fuhr mit seinem Elektrofahrrad auf der Kapellenstraßen im Bezirk Gries und wollte die Kreuzung auf Höhe der Sechsundzwanziger-Schützen- Gasse überqueren. Der 17-jährige Fahrradfahrer fuhr diese entlang und bog an derselben Kreuzung rechts ab. Dabei dürf- GU: Brand in Rehazentrum ■ Die Feuerwehr Frohnleiten wurde zu einem Brandmeldeanlagenalarm alarmiert. Grund der Auslösung war ein Entstehungsbrand eines Wäschetrockners in einem Rehabilitationszentrum in Frohnleiten, wo die automatische Brandmeldeanlage sofort anschlug. Das Personal konnte den kleinen Brand selbstständig löschen und die Feuerwehr musste lediglich eine Nachkontrolle durchführen. beteiligt. Bei der Langen Nacht der Forschung gibt es daher Bilder direkt vom Mars zu sehen. ☞ An der Uni Graz wiederum können Besucher die modernste Universitätsbibliothek Österreichs kennenlernen. Besonderes Highlight: Die Tiefspeicher, die über 700.000 entlehnbare Werke beherbergen. Von spannenden Diskussionen am Lendhafen bis hin zu Bildern vom Mars: Bei der Langen Nacht der Forschung gibt es viel zu erleben.NASA_JPL-CALTECH, LUPI SPUMA
19. MAI 2022 www.grazer.at graz 7 So soll E-Mobilität funktionieren KREISLAUF. Drei Unternehmen, Saubermacher, Porsche und Denzel, wollen die Verbreitung von E- Mobilität erhöhen und für eine ökologische Kreislaufwirtschaft sorgen. Heute erfolgte der Startschuss. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at D iese branchenübergreifende Zusammenarbeit ist einzigartig in Europa und ein klares Bekenntnis zu gelebter Kreislaufwirtschaft“, freut sich Saubermacher-Gründer Hans Roth schon zu Beginn der Präsentation des im April von Denzel, Porsche Austria und Saubermacher gegründeten Gemeinschaftsunternehmens „Saubermacher Battery Services“. Dabei geht es um eine einzigartige, nachhaltige Gesamtpaketlösung, die Autohändler, Werkstätten und Importeure auf die zukommende Welle von E-Mobilität vorbereiten soll. Vizekanzler Werner Kogler, der zum Thema Mobilitätswende sprach, nützte die Gelegenheit um Roth ins Scheinwerferlicht zu rücken. „Roth ist ein echter Pionier, ein Vorbild-Unternehmer. Wir kennen uns schon lange und treffen uns ab und zu am Lendplatz.“ In seinem Statement betonte Kogler, dass die gesamte Welt im Wandel ist und wir in dramatischen Zeiten leben. „Für den Klimaschutz ist die Marschrichtung E-Mobilität unumgänglich.“ Diese nimmt in Österreich Fahrt auf. Die Zahl der Neuzulassungen ist von drei Prozent im Jahr 2019 auf 14 Prozent im Vorjahr angestiegen. Aber man muss wissen, dass von 33.366 Neuzulassungen, 27.000 Firmenkunden betreffen. Rund 6000 E-Auto-Neuzulassungen kamen von Privatkunden. Saubermacher-Geschäftsführer Ralf Mittermayr erläuterte, was dieser Zusammenschluss der drei Unternehmen für den Autohandel bedeutet: „Die Werkstätten erhalten ein Abo-Paket, das sicherstellt, dass E-Autobatterien ausgebaut und sicher verwahrt werden können. Im Falle eines Autounfalles mit drohender Batterieentzündung bieten wir Spezialbehälter als Sicherheit an. Die Auto-Importeure Wolfgang Wurm (Porsche) und Gregor Strassl (Denzel) verwiesen auf die 12.000 Ladepunkte für E-Autos in Österreich und auf die wichtige Förderung beim Kauf von E-Autos. Kritische Worte kamen von Gremialobmann Klaus Edelsbrunner, der darauf hinwies, dass E-Autos zumeist für Privatkunden unleistbar sind. Die Frage wann sie leistbarer werden, konnte nicht beantwortet werden. Projektpräsentation: Ralph Mittermayr (Saubermacher), Wolfgang Wurm (Porsche Austria), Gregor Strassl (Denzel), Vizekanzler Werner Kogler, Klaus Edelsbrunner (WKO) und Hans Roth (Saubermacher, v.l.) SCHERIAU Der Schauspieler der Brockmanngasse Grazer Straßen Marketingleiterin Carina Weyringer gratulierte dem ganzen Team von Rituals zur heutigen Shop-Eröffnung im Grazer Murpark. GETTY Rituals nun im Murpark ■ Heute eröffnete die Lifestyleund Luxusmarke „Rituals“ im Grazer Murpark. Das Unternehmen offeriert Produkte zur Entspannung und hat es sich zum Ziel gesetzt alltägliche Routinen und Rituale der Kunden in bedeutungsvolle Momente zu verwandeln. Das ist die Philosophie der Marke und die Basis aller Produktideen. „Der Store verspricht eine kleine Auszeit vom hektischen Alltag. Kunden kommen schon im Shop ins Genießen. Ein echter Mehrwert für den Murpark,“ freute sich Edith Münzer, Center-Managerin des Grazer Einkaufszentrums, bei der heutigen Eröffnung über den neuen Anbieter und das außergewöhnliche Ladendesign. Ob Produkte für das Bad, Kerzen, Cremes oder Düfte – es wird eine Vielfalt an Produkten angeboten. Der Murpark baut damit sein Angebot aus, auf mehr als 43.000 Quadratmetern. In St. Leonhard erinnert eine Gasse an den bekannten Schauspieler. KK (2) Johann Franz Hieronymus spielkarriere 1768 und wurde Brockmann war ein österreichischer 1771 in Hamburg engagiert. Schauspieler und Direktor des Hoftheaters, Von dort aus wurde Brockmann 1776 nach Wien berufen. des späteren Burgtheaters, Nach verschiedenen in Wien. Er wur- de am 30. September 1745 in Graz als Sohn eines Zinngießers, der zu Zeiten seiner Geburt Engagements auf Wiener Bühnen avancierte er 1789 zum Direktor des Hoftheaters und bekleidete dieses Amt Turmwächter war, im bis 1791. Im Alter von 66 Pulverturm am Schloßberg geboren. Er begann seine Schau- Jahren starb Brockmann am 12. April 1812 in Wien.
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