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19. Juni 2022

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- Franziskanergasse wird zum Schandfleck - Eisenbahn-Unterführungen werden endlich beschlossen - Ärger um die Grazer Stephanienwarte - Verkehrswahnsinn: schon zwei Verletzte in der Fröhlichgasse - Das Grazer Augartenfest feiert ein Comeback - Die Austrian Finals Graz gehen ins Finale

6 graz www.grazer.at

6 graz www.grazer.at 19. JUNI 2022 K O M M E N T A R von Verena Leitold ✏ verena.leitold@grazer.at Neue Wege für sterbende Gasse D er Tourismus kehrt nach den beiden Coronajahren zurück: Die bisherigen Nächtigungszahlen in diesem Jahr sind vielversprechend. Der April beispielsweise lag nur knappe fünf Prozent hinter dem Rekordjahr 2019. So weit, so gut. Nur sollten die Besucher von auswärts momentan nicht unbedingt durch die Franziskanergasse schlendern, wollen wir sie jemals wiedersehen. Denn von vielen unbemerkt hat sich die einst belebte Gasse mitten in der Innenstadt zu einem richtigen Problemkind entwickelt. Von prächtiger Altstadt mit mediterranem Flair ist dort nichts mehr zu spüren. Die Geschäftsflächen stehen zahlreich leer, es bleibt zu hoffen, dass die wenigen verbliebenen Unternehmer noch langen Atem zum Kämpfen haben, bevor die Gasse endgültig stirbt. Da muss ganz dringend etwas getan werden. Aber die Standardrezepte, die die Politik in den letzten Jahren verschrieben hat – Pop-up-Lösungen sowie Mietzuschüsse für Start-ups –, scheinen dort nicht zu funktionieren. Mit 540 Euro ist die Geschäftsmiete in dieser Gasse niedriger als manche Wohnung in der Innenstadt, mit Subvention bliebe nur noch die Hälfte – und das eigentlich in bester Zentrallage. Und trotzdem wollte niemand aufsperren. Es ist also dringend Kreativität gefragt! WICHTIG. Im nächsten Jahr soll endlich die Eisenbahn-Unterführung in der Peter- Rosegger-Straße gebaut werden. Demnächst erfolgt der Gemeinderatsbeschluss. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Muss erst wieder etwas Schlimmeres passieren, bevor endlich etwas getan wird? Das kann man sich in Bezug auf die vielen Eisenbahnkreuzungen in Graz tatsächlich schon länger fragen. Und selbst, wenn es – Gott bewahre – nicht zu einem größeren Unfall kommt, tagtäglich stehen unzählige Verkehrsteilnehmer im Stau. Denn alleine von der GKB gibt es zwölf Eisenbahnübergänge im Stadtgebiet, das ist durchschnittlich alle 700 Meter eine Kreuzung, die sich negativ auf den Verkehrsfluss auswirkt. Das soll sich demnächst ändern. Und auch wenn schon lange von einigen Unterführungen gesprochen wird, jetzt kommt tatsächlich Bewegung in die Sache. In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen wird nämlich endlich der nötige Beschluss gefasst: Eine Eisenbahnkreuzung soll aufgelassen werden, fünf Unterführungen gebaut, sechs Schrankenanlagen installiert. Entweder im Juli oder nach der Sommerpause im September wird das Stück auf der Tagesordnung des Gemeinderats stehen – ein Gesamtbeschluss über die Drittelfinanzierung der Stadt Graz gemeinsam mit Bund und Land, dann jede einzelne Maßnahme zu gegebener Zeit noch einmal extra. Die erste Unterführung soll bereits im nächsten Jahr gebaut werden: die Peter- Rosegger- Straße hat Priorität. Dort passierte zuletzt im April ein Unfall, bei dem ein Zug gegen einen Pkw prallte, und unweit entfernt – ebenfalls in Wetzelsdorf, in der Grottenhofstraße – verstarb 2018 eine Buslenkerin, als sie mit einem Personenzug kollidierte. „Die Evaluierung der GKB- Eisenbahnkreuzungen im städtischen Bereich hat eine deutliche Priorisierung von fünf besonders gefährlichen Standorten ergeben, die wir in den nächsten Jahren Erst im April passierte ein Unfall beim Bahnübergang in der Peter- Rosegger- Straße. Dieser soll jetzt als erstes entschärft werden. Eisenbahnunterführungen werden endlich beschlossen BF GRAZ durch Unterführungen entschärfen werden. Andere Stellen konnten bereits durch Schrankenanlagen gesichert werden“, so die zuständige Vizebürgermeisterin Judith Schwentner. „Ich freue mich, dass hier mit dem Klimaschutzministerium auf Bundesebene und dem Land und der GKB eine Lösung erarbeitet wurde, die die Gesamtkosten für die Stadt Graz auf 30 Prozent reduziert. Gemäß unserem Paradigmenwechsel für den Verkehr in Graz denken wir auch bei diesen Unterführungen vorrangig Gehwege und Radverkehr mit.“ Bis 2025 sollen Kärntner Straße und Wetzelsdorfer Straße unterführt werden, dann bis 2030 auch die Reininghausstraße und Gradnerstraße. Grundstücksablösen sind dabei laut GKB nicht auszuschließen. Und auch andere Rechtsfragen, wie etwa bestehende Servitutsrechte, gelte es zu beachten. Man sei jedoch startklar und warte sehnlichst auf den politischen Beschluss. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich |ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Fabian Kleindienst (CvD Print, 0664/80 666 6538), Verena Leitold (CvD Digital, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Melanie Köppel (0664/80 6666 890), Redaktions-Fax-DW 2641, redaktion@ grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/ 80 666 6897), Mag. 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19. JUNI 2022 www.grazer.at graz 7 7 Millionen für Gutscheine TOP. Die erfreulichen Umsatzzahlen des GrazGutscheins ziehen weiter an. Auch die Rücklösungen bei den Partnerbetrieben sind erneut deutlich gestiegen. Die Grazer setzen weiter voll auf „ihre“ Währung. Im heurigen Jahr wurden bereits mehr als sieben Millionen Euro mit GrazGutscheinen rückgelöst. „Damit liegen wir heuer im Vergleich zum Vorjahr bei einem Plus von rund 80 Prozent. Aktuell werden die Gutscheine so intensiv eingelöst wie nie zuvor“, freut sich Wirtschaftsstadtrat Günter Riegler. Auch die Verkäufe der Graz- Gutscheine haben im heurigen Jahr erneut zugelegt: So liegt der Umsatz bis inklusive Mai bereits bei rund 1,5 Millionen Euro und damit elf Prozent über dem Verkaufsniveau des Vorjahres. 2021 konnte die Holding, die mit dem Citymanagement den Gutschein vertreibt, bekanntlich durch gezielte Vertriebskampagnen und umfassende Kommunikations- Die GrazGutscheine sind derzeit beliebter denn je. maßnahmen einen Allzeit-Umsatzrekord von 12,6 Millionen Euro knacken. „Das ist ein klarer HOLDING GRAZ/KOPSCH Ausdruck der Solidarität mit der heimischen Wirtschaft“, ist Riegler begeistert. TS Schüler des Pestalozzigymnasiums werden „Murluft schnuppern“. FISCHER Stadtbootshaus hat Partnerschule ■ Es ist das Zentrum des Kanuund Kajaksports in Graz. Das Stadtbootshaus am Kai vor dem Andreas-Hofer-Platz. Ab September können die Schülerinnen und Schüler des Pestalozzigymnasiums „Murluft“ schnuppern, denn Direktor Gunter Pachatz hat auf Initiative von Wolfgang Peitler, Sportlehrer am Gymnasium, und Uschi Profanter, Grazer Weltmeisterin, sein Gymnasium zum Partner der beiden Kanusportklubs gemacht. Ab September geht’s für die Schüler ab der 4. Klasse, so gute Schwimmkenntnisse vorhanden sind, los! € 15,- Gutschein * *Gültig ab einem Einkaufswert von € 70,-.Inklusive bereits reduzierte Ware, nicht kombinierbar mit anderen Aktionen. Kein Gutscheinkauf und keine Barablöse möglich. Einlösbar vom 20.06. - 09.07.2022 im Tom Tailor Denim Store Graz, Murpark.

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