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19. Jänner 2020

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Premstätten Spezial: - Eiskunstlauf, Ironman, Darts und Davis Cup: Premstätten ist die sportlichste Gemeinde der Steiermark - Schwarzlsee: Weltstars von Rock bis Techno - culinarius Truckstop: Nachschub für die Gastroszene - Neues Rathaus für Premstätten - Premstätten bekommt ein neues Erholungs- und Freizeitareal

2 premstätten

2 premstätten www.grazer.at 19. JÄNNER 2020 Diese Männer haben Der Schwarzlsee stattet Premstätten mit einer einzigartigen Infrastruktur aus. SCHERIAU SPANNEND. Premstätten hat in diesem Jahr zahlreiche sportliche Mega-Events an Land gezogen. Als Sport-Gemeinde will man sich auch künftig positionieren. Darüber hinaus geht es aber auch um die Weiterentwicklung des Orts und die Schaffung einer gemeinsamen Identität. Ekkhard Neuser begeisterte 2500 Biker mit dem Radetzkymarsch. HALB Von Svjetlana Wisiak svjetlana.wisiak@grazer.at Sport wird in Premstätten großgeschrieben. Nicht umsonst darf die Gemeinde Top-Events wie den Ironman, Davis Cup und ab morgen die Eiskunstlauf-EM als Gastgeber veranstalten. „Mit dem Schwarzlsee verfügen wir über eine einzigartige Infrastruktur, und die Trainingsmöglichkeiten im Ort, aber auch eine top aufgestellte Hotellerie und Gastronomie bieten perfekte Voraussetzungen für die Entwicklung der Gemeinde. Das haben uns erst vor kurzer Zeit während der Europaleague die Spieler von Borussia Mönchengladbach und Basaksehir Istanbul sowie vom Wolfsberger AC bestätigt, die allesamt hier bei uns im Ort gewohnt und trainiert haben. Sogar die UEFA-Delegation wurde in Premstätten gesichtet“, schwärmt Anton „Burli“ Scherbinek, Bürgermeister von Premstätten, der sich auch auf die Highlights in diesem Jahr freut. Tourismushit Wie man diese an Land ziehen konnte, kann Tourismus-Chef Ekkhard Neuser gut beschreiben: „Ich frage beim Veranstalter nach, was es braucht, um das Event zu uns zu holen. Bei den Austrian Darts Open war es zum Beispiel das vor der Halle aufgestellte Zelt. Dort können sich die Leute die Beine vertreten, etwas trinken und essen und gleichzeitig per Leinwand das Spiel verfolgen – und das auch bei Schlechtwetter. Als wir 2500 Mitglieder der Hells Angels vor Ort hatten, haben wir die Marktmusik den Radetzkymarsch spielen lassen. Das war unglaublich, wie diese Rocker sie angefeuert und Fotos geschossen haben.“ Wenn es um die größten Herausforderungen geht, die auf die Gemeinde zukommen, denkt Neuser auch ans Geld: „Wir sind nicht Schladming“, unter-

19. JÄNNER 2020 www.grazer.at premstätten 3 Wenn es um den öffentlichen Verkehr geht, so verfolgen Gemeinde, Tourismus und Hotellerie das gleiche Ziel: den Ausbau. Zwar versorgt man seine Gäste mit Taxigutscheinen, aber die Nähe zu Graz birgt auch für Ausflüge großes Potenzial. „Um den stetig steigenden Verkehr in Griff zu bekommen und gleichzeitig die hohe Lebensqualität zu halten, müssen gute Verbindungen zu den Öffi-Verteilerknoten in Richtung Graz angeboten werden“, findet Scherbinek. „Mit der Autobahnnähe sind wir hier gut erschlossen“, wirft Hoteldirektor Marc Czarnetzki vom Ramada ein. Dennoch schätzen es Gäste, wenn sie nicht mit dem eigenen Auto nach Graz fahren müssen. Für nächste Woche ist man dort dennoch schon ausgebucht. Denn abgesehen von der Übernachtungsmöglichkeit bei sportlichen Veranstaltungen wird das Hotel auch für Tagungen, Feste und vermehrt auch Hochzeiten gebucht. Eine weitere Institution im Premstättner Tourismus wird von den Brüdern Reif betrieben: Im Urdlwirt managt Georg Reif Küche und Hotel, während Bruder Herbert im Service tätig ist. Auch beim Urdl findet man, dass die bessere Anbindung an Graz zur Attraktivierung des Ortes beitragen würde. Zukunftsaussichten Angesichts der im März anstehenden Gemeinderatswahl denkt man in Premstätten aber auch an die Zukunft. Auf die Frage hin, wo Scherbinek die Gemeinde in fünf Jahren sieht, machen sich noch viele weiteviel vor in Premstätten streicht er. Umso mehr will man das sportliche Angebot maximal ausbauen. Da geht es um die Erhaltung und Modernisierung des Freizeitzentrums, was Gemeinde und Tourismus gleichermaßen betreffe. „Eine Gemeinde wie Premstätten darf nicht den Anschluss verlieren. Wir müssen immer etwas Neues zu bieten haben“, so Neuser. Gemeinsame Ziele re Pläne bemerkbar: „Rund um das neue Rathaus wird ein florierendes Ortszentrum die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Beziehungen völlig neu gestalten. Und wir bleiben bei unserem Erfolgsmodell, Handel und Handwerk im Ortskern anzusiedeln und Industrie sowie das Gewerbe an den Ortsrändern entlang der Autobahn. Nur so können wir die hohe Wohnattraktivität unseres Ortes erhalten“, unterstreicht er. Dass sich die Gemeinde in den letzten Jahren so gut entwickelt hat, schreibt der Bürgermeister den mehr als 600 Betrieben zu, die 2019 „gut gewirtschaftet und in die Zukunft investiert“ haben. Ein Herzensthema bleiben für „Burli“ die 63 Vereine Premstättens, die „die Seele des Ortes“ bilden und seinen Charme ausmachen. Georg Reif vom Urdlwirt setzt sich für den Öffi-Ausbau ein. KK Direktor Marc Czarnetzki freut sich über ein ausgebuchtes Ramada. HALB Anton „Burli“ Scherbinek will auch in Zukunft einen neuen und belebten Ortskern sehen, Attraktivität fürs Wohnen schaffen und die Vereine erhalten. KK

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