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19. Dezember 2021

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- Die aktivsten Grazer Bezirke 2021 - Klimawandel trifft Graz besonders hart - Euro Truck Simulator baut Graz nach - Teamchef Franco Foda im Interview - Kunstuni Graz erstellt Musiker-Karte

44 sport graz

44 sport graz www.grazer.at 19. DEZEMBER 2021 44 Fabian Kleindienst Jetzt gehen wir mit einem breiten Grinsen in die Winterpause.“ Sturm-Trainer Christian Ilzer war nach dem klaren 3:0-Erfolg gegen Austria Klagenfurt sichtlich erfreut über den erfolgreichen Jahresabschluss nach dem intensiven und schwierigen Herbst. GEPA Teamchef Franco Foda im Interview: „Durch den VAR ist der Fußball SPANNEND. ÖFB- Teamchef Franco Foda spricht im Interview über seine persönliche Saisonbilanz, die Veränderungen im Fußball insgesamt, das Grazer Sportjahr und auch seinen Ex-Club, den SK Sturm. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Schottland, Ukraine oder Wales, hat die gleichen Gedanken – alle rechnen sich Chancen aus, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Das ist das Spannende an der Gruppe – und gleichzeitig auch das Schwierige. Ich bin aber überzeugt, dass wir unser Ziel erreichen können. In der Nations League spielt Österreich nächstes Jahr in der Gruppe A. Am Bewerb grundsätzlich gibt es auch Kritik. Wie sehen Sie dieses Thema? Foda: Da gibt es zwei Seiten. Es ist klar, dass Vereinstrainer mit dieser Konstellation aufgrund der hohen Belastung für die Spieler nicht immer zufrieden sind. Aber gäbe es in diesem Zeitfenster keine Nations League, gäbe es stattdessen Freundschaftsspiele. Meiner Ansicht nach sind Wettbewerbsspiele aber immer besser – auch wenn das den Nachteil mit sich bringt, dass man nicht mehr so viel probieren oder tes- In der Fußballwelt hat sich heuer viel getan, auch beim österreichischen Nationalteam. Wie fällt Ihre Jahres- beziehungsweise Saisonbilanz aus? Foda: Das Jahr war wechselhaft. Wir haben eine sehr gute Europameisterschaft gespielt und sind erstmalig ins Achtelfinale eingezogen. Dann haben wir bei der WM-Qualifikation nicht so performt, wie wir es uns vorgestellt haben. Dafür gab es Gründe – wir hatten Verletzungsprobleme, mussten improvisieren, die Mannschaft immer wieder verändern. Unter dem Strich haben wir zu wenig Punkte geholt – haben jetzt aber noch die Möglichkeit, aufgrund der Nations League, wo wir ja Erster geworden sind, unser großes Ziel, die Weltmeisterschaft in Katar, zu erreichen. Bei den Finalspielen im März geht es erst gegen Wales und, bei einem Sieg, gegen Schottland oder die Ukraine. Machbar? Foda: Ja. Natürlich ist uns die Hammer-Gruppe mit Italien und Portugal erspart geblieben – und auch da hätten wir an guten Tagen Möglichkeiten gehabt, zu bestehen. Es gibt heutzutage aber keine einfachen Spiele mehr und jeder in unserer Gruppe, ob Teamchef Franco Foda will im März, wenn es im Playoff um die WM-Teilnahme geht, starke Leistungen wie bei der EM sehen. GEPA ten kann. Wichtig ist, dass es nicht noch mehr Spiele werden, dass die Belastung nicht noch höher wird. Im Fußball hat sich zuletzt auch regeltechnisch einiges getan. Ein Beispiel wäre der VAR, den es jetzt auch in Österreich gibt, ein anderes die nunmehr möglichen fünf Wechsel. Gute Entwicklungen? Foda: Die fünf Wechsel sind glaube ich eine richtige Maßnahme, weil die Belastung für die Spieler sehr hoch ist und Trainer so mehr Möglichkeiten haben, ins Spiel einzugreifen. Das sollte man beibehalten. Den VAR habe ich immer begrüßt, weil ich ein Gerechtigkeits-Fanatiker bin – und durch den VAR ist der Fußball gerechter geworden. Natürlich funktioniert noch nicht alles perfekt, das ist auch normal, weil immer noch Menschen am Werk sind. Die Entscheidungen müssen aber in Zukunft schneller getroffen werden, damit die Emotionen und die Begeisterung nicht verloren gehen. Blicken wir auf Ihren Ex-Club, den SK Sturm. Wie haben Sie die bisherige Saison beobachtet? Foda: Insgesamt war alles sehr stimmig und harmonisch. Sturm war schon immer eine Familie, und das spiegelt sich jetzt auch in den Leistungen wider. Die Mannschaft spielt sehr gut. Sie hatten gegen Ende eine Phase, wo sie nicht viel gewonnen haben, aber auch da hat man die Ruhe bewahrt und weiter an sich geglaubt. Das zeichnet eine gute Stimmung innerhalb eines Vereines aus – und so kriegt man auch die Kurve, denn im Laufe eines Jahres gibt es immer Höhen und Tiefen. Das Gesamtprojekt bewerte ich sehr positiv. In Graz neigt sich langsam das Sportjahr dem Ende zu. Sie waren da ja als Botschafter dabei. Foda: Ja, weil ich glaube, dass der Sport insgesamt, auch der

19. DEZEMBER 2021 www.grazer.at sport graz 45 OHA! ➜ GEPA (2), Auner am Podest Der Grazer Alpin-Snowboarder Arvid Auner fuhr letzte Woche im Parallelslalom auf sein zweites Weltcuppodest. Auftakt missglückt Die UVC-Herren stiegen als Volleyball- Meister in die Top-Runde der Liga ein – und verloren gegen Aich/Dob klar 0:3. OJE! ➜ gerechter geworden“ Breitensport, extrem wichtig für alle Menschen ist. Deshalb habe ich dort mitgemacht – und wenn man sich anschaut, was bewirkt wurde, dann ist das schon beeindruckend. Wir dürfen auch in Zukunft nicht nachlassen, müssen Menschen abholen und aufzeigen, wie wichtig der Sport ist, in erster Linie natürlich für die Gesundheit. Gerade in Zeiten der Pandemie – denn der Sport begeistert und vereint. Zum Abschluss etwas Persönliches. Vor kurzem wurden Sie Großvater – wie lebt es sich als frischgebackener Opa? Foda: Sehr gut. Es ist für mich das schönste Gefühl, meinen Enkelkindern in die Augen zu sehen. Dann weiß man auch, was wirklich wichtig ist im Leben. Im November wurde Foda zum stolzen Großvater von Zwillingen. KK Immer wieder wandern GAK-Talente zu Clubs mit Akademie ab. GEPA GAK 1902 fordert Akademie-Status ■ Der GAK 1902 forderte diese Woche, in der kommenden Saison eine Lizenz als ÖFB- Fußballakademie zu bekommen. Vorübergehend wurde der Antrag vom ÖFB abgelehnt, da man erst am Freitag die zukünftige Gestaltung der ÖFB-Jugendligen festlegte. Beim GAK will man dranbleiben.

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