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19. Dezember 2021

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- Die aktivsten Grazer Bezirke 2021 - Klimawandel trifft Graz besonders hart - Euro Truck Simulator baut Graz nach - Teamchef Franco Foda im Interview - Kunstuni Graz erstellt Musiker-Karte

28 eco graz

28 eco graz www.grazer.at 19. DEZEMBER 2021 Wenn zusammenkommt, was zusammengehört, dann wird es richtig gut.“ Ingo Hofmann, CEO der Merkur Versicherung, Fabian anlässlich der diese Woche bekannt gewordenen Übernahme Kleindienst 28 fabian.kleindienst@grazer.at der Nürnberger Versicherung Österreich (NVÖ). MARIJA KANIZAJ Fokus auf „zukunftsfähiges Andrea Kern Um die Klimakrise stärker zum Thema zu machen, startete die Grüne Wirtschaft eine Veranstaltungsreihe, 2022 geht es weiter. GETTY, PODESSER INNOVATION. Die Klimakrise wird wirtschaftlich stärker Thema, eine Vortragsreihe der Grünen Wirtschaft geht näher darauf ein. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Über 5,6 Milliarden Euro erwirtschafteten Unternehmen der Energie- und Umwelttechnikbranche in der Steiermark und in Kärnten in der Krise. Politik, Industrie und die Wirtschaft insgesamt setzen immer weitere Schritte, um einerseits Weniger Firmenpleiten Der neue Feierabend mit artSIP soll bunt und kreativ werden.ARTSIP Kreativ werden dank neuer App ■ In der Mittagspause noch schnell einen Workshopplatz in Impro-Schauspiel, Aktmalen oder Glasperlenblasen nach Feierabend sichern? All das soll mit der neuen Grazer App art- SIP möglich gemacht werden. Eine Mitgliedschaft, über 25 verschiedene Kunst-, Kultur- und Handwerksformen, ganz einfach und spontan jeden Tag kreativ sein. Noch bis 24. Dezember läuft dazu eine Crowdfunding- Kampagne – ideal also, um zu diesen Weihnachten mal eine Portion Kreativität zu verschenken! Unter www.artsip.at kann man das Start-up unterstützen. ANALYSE. In Graz ging die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Künftig sollten es wieder mehr werden. ■ 2021 gab es in der Steiermark weniger Unternehmenspleiten als im Vorjahr. Das zeigen zumindest Hochrechnungen des Kreditorenschutzvereins KSV1870. Gegenüber dem Jahr 2019, also vor der Pandemie, beträgt das Minus sogar 33 Prozent, 361 Firmen werden laut KSV1870 bis Jahresende Insolvenz angemeldet ha- Ursprünglich rechneten viele mit einer coronabedingten Pleitewelle, aufgrund von Unterstützungsmaßnahmen verzögerten sich einige Insolvenzen. GETTY ben. In Graz gab es (Stand 15. 12.) 81 Unternehmenspleiten – 30,5 Prozent weniger als im Vorjahr, in Graz-Umgebung mit 44 allerdings um 37,5 Prozent mehr als 2020. Bei Privatinsolvenzen zeigt sich steiermarkweit und in Graz eine leichte Zunahme. Spannend ist der Blick ins Detail. In Graz ist die Zahl der Privatinsolvenzen nur um 7,4 Prozent auf 276 angestiegen, die Zahl der Passiva hat sich allerdings mehr als verdoppelt – auf 65,8. Verantwortlich dafür ist der größte Privatkonkurs Österreichs, in dem allein es um 36,5 Millionen Euro Schulden geht. „Bei den Unternehmenspleiten sehen wir mittlerweile eine Trendumkehr zu einem Anstieg, der wohl weiter anhalten wird“, erklärt René Jonke, Leiter der Region Süd des KSV1870. Mit einer wirklichen Pleitewelle rechne man aber nicht, auch wenn die Safety-Car-Phase der Corona- Maßnahmen viele Insolvenzen

19. DEZEMBER 2021 www.grazer.at graz eco 29 ➜ TEURER GETTY, ÖBB/WEGSCHEIDER Fleisch +2,9 % Nicht ganz optimal für den Festtagsbraten: Fleisch wurde im Vergleich zum Vormonat etwas teurer. Bahn-Jahreskarte –31,4 % Das KlimaTicket zeigt Wirkung. Jahreskarten für den Zug wurden im Monatsvergleich deutlich billiger. BILLIGER ➜ Wirtschaften“ in Graz klimaschonend zu agieren und gleichzeitig Innovationen in diesem Bereich voranzutreiben. Erst vor zwei Monaten wurde bekannt, dass das Klimaschutzministerium den in Graz ansässigen Green Tech Cluster künftig finanziell unterstützt, kürzlich sorgte ein Projekt der AVL für Aufsehen, im Rahmen dessen künftig E-Fuels erzeugt werden sollen, um Fahrzeuge CO2- neutral antreiben zu können. Die „Grüne Wirtschaft“ machte das Thema „Zukunftsfähig wirtschaften“ heuer zum Thema einer eigenen Veranstaltungsreihe. „Im Zuge der Corona-Krise sind die Treibhausgase 2020 zwar zurückgegangen, heuer liegen wir aber schon wieder über dem Niveau von 2019“, so Andrea Kern, Vor- sitzende der Grünen Wirtschaft Steiermark, über die Motivation dahinter. Denn ein lautes Nachdenken über die Wirtschaft der Zukunft sei nötig, „weil die Klimakrise das jetzige Krisenszenario um ein Vielfaches übersteigen wird“. Einiges gelernt Dabei habe man einige Learnings aus den Vorträgen der Experten mitnehmen können: „Es wird einen Wertewandel brauchen, im Sinne eines ‚Climate Mainstreamings‘. Das Klima muss immer mitgedacht werden“, so Kern in Bezug auf die Ausführungen des Autors Wolf Lotter. Gleichzeitig müsse man auch das Wirtschaftssystem hinterfragen: „Wir wissen, dass es ein gezieltes Wachstum brauchen wird, um die Klimakrise zu managen, weil wir massive Investitionen brauchen werden – ob im Gebäudesanierungsbereich, bei Energienetzen oder der Mobilität. Aber man muss hinterfragen, ob die Vorstellung eines unbegrenzten Wachstums noch zeitgemäß ist“, so Kern, die sich in Bezug auf den Vortrag von Nachhaltigkeitsforscher Fred Luks auch eine CO2-Bepreisung für Produkte und Dienstleistungen vorstellen kann. 2022 wird die Veranstaltungsreihe fortgesetzt, ein Fokus soll auf notwendigen Investitionen liegen. „In Graz tut sich ja schon wahnsinnig viel“, betont Kern. Im kommenden Jahr sollen auch Guidelines entwickelt werden, wie Unternehmen nachhaltiger werden können. Oliver Kröpfl (Steiermärkische Sparkasse) und Andreas Krassnitzer FISCHER Elevator-Pitch: der Sieger 2021 ■ Zum neunten Mal machte sich die Junge Wirtschaft Steiermark im Rahmen des „Elevator Pitch“ auf die Suche nach Jungunternehmen. Die 5000 Euro Preisgeld für Platz eins holte sich Andreas Krassnitzer von „clir technologies – making voices heard“.

2022

2021