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19. August 2021

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- Gesundheitsbericht: Steirer sind zu dick - Radoffensive: Sechs Highways kommen - Tolles Line-Up im Literaturhaus - SP-Jugend will gratis Öffis - Holzhaus in St. Oswald fing Feuer

2 graz www.grazer.at

2 graz www.grazer.at 19. AUGUST 2021 Seit Tagen nehmen die Fälle in Graz wieder drastisch zu. GETTY Corona-Zahlen in Graz & Umgebung ■ Die Corona-Zahlen in Graz sind in den letzten Tagen drastisch gestiegen: die Sieben-Tages-Inzidenz liegt laut Dashboard der AGES bei 109,2 Fällen pro 100.000 Einwohner (gestern: 102,4). In Graz-Umgebung ist sie ebenso etwas gestiegen und liegt nun bei 57,0 (gestern: 53,8 Fälle). Der Steiermark-Durchschnitt liegt bei 63,0. Das niedrigste Infektionsgeschehen gibt es aktuell in Hartberg-Fürstenfeld mit 18,8Fällen pro 100.000 Einwohner. In Graz zählt man bereits 314 Corona-Tote, in Umgebung 254. Gesundheitsbericht 2020: V.l.n.r.: Vorsitzender der ÖGK Josef Harb, Landesrätin Juliane Bogner- Strauß, Christa Peinhaupt (MBA, EPIG GmbH) und GF Gesundheitsfonds Steiermark Michael Koren. LAND STMK/STREIBL Steirer sind zu dick und leben ungesund BERICHT. Der Gesundheitsbericht der Steiermark zeigt zwar, dass die Lebenserwartung steigt, bei der Ernährung gibt es dringenden Aufholbedarf. Das Grünen-Team für die Graz- Wahl steht nun fest. MARUSA PUHEK 174 Grazer für die Grünen ■ Mit gestrigem Tag haben die Grazer Grünen ihre Liste für die kommende Gemeinderatswahl am 26. September bei der Stadtwahlbehörde eingereicht. Das Team um Bürgermeisterkandidatin Judith Schwentner kann sich sehen lassen. 174 Grazer gehen für eine klimafreundliche und lebendige Zukunft der Stadt im Gemeinderat und in allen 17 Stadtbezirken ins Rennen. Gewählt haben die Grünen ihre Kandidaten bereits im Mai. Bekannte aber auch neue Gesichter lassen sich sehen. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Obwohl sich die Steirer über eine gute und steigende Lebenserwartung freuen dürfen, sind sie häufig zu dick, bewegen sich zu wenig und leiden unter psychischen Belastungen und Krankheiten. Das ergibt der aktuelle Gesundheitsbericht 2020 für die Steiermark, der alle fünf Jahre erscheint. „Im Mittelpunkt des Gesundheitsberichts stehen die steirischen Gesundheitsziele. Sie sollen die Steirer dabei unterstützen, möglichst lange gesund zu bleiben. In den letzten Jahren wurde diesbezüglich schon einiges erreicht. Neben einer gestiegenen Lebenserwartung gilt es vor allem das körperliche, geistige und soziale Wohl der Steirer sicher zu stellen“, so Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß zu den wesentlichen Aufgaben. Es ist eine erfreuliche Entwicklung: Seit vielen Jahren steigt die Lebenserwartung der Mensche. Steirische Männer werden durchschnittlich knapp 80 Jahre und steirische Frauen sogar knapp 85 Jahre alt. Weniger erfreulich hingegen ist die Tatsache, dass davon nur rund 63 Jahre (Männer) bzw. knapp 62 Jahre (Frauen) bei weitgehend guter Gesundheit erlebt werden. Auch die vorzeitige Sterblichkeit nahm zu. 2019 sind aufgrund von bösartigen Neubildungen, Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, der Atmungs- und Verdauungsorgane sowie aufgrund von Verletzungen und Vergiftungen und sonstigen Krankheiten 2.566 Steirer verstorben, die jünger als 70 Jahre alt waren. Gesundheitsziele ➣ Ernährung: 2019 hatten 15,3 Prozent der Steirer einen BMI- Wert von über 30 und sind daher als adipös einzustufen. Auch beim Obst und Gemüse Konsum liegt man in der Steiermark unter dem österreichischen Durchschnitt. ➣ Bewegung: Bei der Bewegung schneiden wir schon besser ab. Rund die Hälfte der zwischen 20- und 65-Jährigen erfüllen die Empfehlungen und bewegen sich mindestens 150 Minuten pro Woche. ➣ Tabak: Der Anteil der Raucher ist seit der letzten Gesundheitsbefragung im Jahr 2014 etwas gesunken. 22,3 Prozent der Männer und 18,5 Prozent der Frauen rauchen täglich. ➣ Alkoholkonsum: 14,2 Prozent der Steirer und 3,8 Prozent der Steirerinnen gaben an, an mindestens 5 Tagen pro Woche Alkohol zu konsumieren und somit fast täglich Alkohol trinken. ➣ Seelische Gesundheit: Positive Bilanz hingegen bei der seelischen Gesundheit: 77 Prozent gaben an, nie aufgrund von Niedergeschlagenheit, Schwermut oder Hoffnungslosigkeit beeinträchtigt zu sein. 18,9 Prozent fühlen sich an manchen Tagen niedergeschlagen, 2,7 Prozent an mehr als der Hälfte der Tage und 1,4 Prozent beinahe an jedem Tag. Erstmals erscheint der Gesundheitsbericht 2020 als interaktiver Online-Bericht, der in der Nutzung zielgerichtete und individuelle Abfragen ermöglicht.

19. AUGUST 2021 www.grazer.at graz 3 SPÖ-Jugend will gratis Öffis WAHLKAMPF. SPÖ-Gemeinderätin Anna Robosch präsentierte heute mit anderen Kandidaten ihr Jugendwahlprogramm für die Graz-Wahl. Im Mittelpunkt stehen gratis Öffis und Jugendarbeitslosigkeit. Anna Robosch (Mitte) präsentierte heute mit anderen Jugendkandidatinnen und Jugendkandidaten der Grazer SPÖ ihr Wahlprogramm. HANNAH ARNFELSE Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Unter dem Titel „Die Stadt gehört uns allen“ präsentierten die SPÖ Jungkandidaten rund um Gemeinderätin und SJ-Vorsitzende Anna Robosch (SPÖ Listenplatz 4) heute ihr Wahlprogramm. Zu den Hauptforderungen zählen gratis Öffis, 24-Stunden-BIMs, mehr konsumfreie Räume und Grünflächen, die Aufhebung des Skateverbots und eine Zukunftsgarantie mit der „Aktion Payback“. Dadurch sollen, angelehnt an die Aktion 20.000, alle im Alter von von 16 bis 26 eine Garantie der Stadt für einen Lehr- oder Ausbildungsplatz bekommen. Ein Vorbild solle man sich in Wien nehmen, wo die Lehrstellen in der Corona-Zeit sogar verdoppelt wurden. „Die letzten Jahre haben Spuren bei der Jugend, die solidarisch zuhause geblieben ist, hinterlassen“, so Robosch, die von der Stadt fordert, nun etwas zurückzugeben. Für sie ist klar: „Ich will eine Stadt, die auch für die Jugend funktioniert. Dafür braucht es die Verkehrswende, mehr Grünflächen statt Beton- und Asphaltwüsten, konsumfreie Räume, wo wir unsere Freizeit verbringen können, und die Gewissheit, dass wir eine Zukunft in dieser Stadt haben,“ so Robosch. Gratis Öffis wären laut ihr finanzierbar: „Es ist nicht so unmöglich, wie es hingestellt wird. Wenn man Milliarden für eine U-Bahn ausgeben kann, dann auch für gratis öffentlichen Verkehr“. Dieser stehe immerhin im Dienste des Gemeinwohls. Pilotprojekt für gesunde Ernährung GESUNDE KIDS. Mit dem Trink- und Jausenführerschein starten die Stadt Graz und die Organisation SIPCAN ein Pilotprojekt an zwei Grazer Mittelschulen für mehr Ernährungsbewusstsein bei Kindern. Wer sich gesund ernährt und regelmäßig Sport betreibt, lebt gesünder und besser. Um Kinder und Jugendliche noch mehr für dieses Thema zu sensibilisieren, startet auf Initiative von Sportstadtrat Kurt Hohensinner und Bundesrat und Arzt Karlheinz Kornhäusl im Herbst ein Pilotprojekt an zwei Grazer Mittelschulen, das für mehr Ernährungsbewusstsein bei Kindern sorgen soll. Gemeinsam mit der Organisation SIPCAN wird in der Sportmittelschule Bruckner und der Mittelschule Webling ein Trink- und Jausenführerschein eingeführt. „Ein wesentlicher Teil für das gesundheitliche Wohlbefinden ist die Ernährung. Im Sportjahr gibt es dazu einige Schwerpunktveranstaltungen, vor allem geht es uns aber auch darum Kinder und Jugendliche für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren“, so Hohensinner. Über fünf Wochen erarbeiten die SchülerInnen fünf verschiedene Unterrichtsmodule in Biologie und beobachten parallel dazu ihr Ernährungsverhalten mit Hilfe eines „Jausentagebuchs“, was das Lernen durch Selbsterfahrung fördert. Der Leitgedanke dahinter: Die Kinder lernen neugierig und motiviert ihr Essverhalten selbst zu gestalten. Mehr auf graz.at. Sport-MS-Direktor Michael Habjanic, Stadtrat Kurt Hohensinner, Bundesrat Karlheinz Kornhäusl und MS-Waltendorf-Direktorin Barbara Pauli. (v.l.) GRAZ/FISCHER NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

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