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19. August 2018

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- Ex-LSF-Pfleger packt aus: „Ich musste täglich Patienten ans Bett fesseln“ - Neues Groß-Wohnprojekt in Mariatrost – und noch immer keine Verkehrslösung - Zu eng: Radweg bei der TU muss weichen - Sommer 2019 droht am Hauptplatz ein Baustellen-Chaos - Abschiebung: Auch Grazer ist nicht schwul genug für Asyl - Food Festival Graz

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die seite 2 www.grazer.at 19. AUGUST 2018 Inhalts-Quiz Wem gehören diese Augen? 1 Darian Seidl 2 Dorian Steidl 3 Dario Stiedl Lösung Seite 18 Was ist das? 1 Knetmasse 2 Porzellanpuppe 3 Clown Lösung Seite 26 Was kostet das? 1 ab 21.990 Euro 2 ab 45.767 Euro 3 ab 567.002 Euro Lösung Seite 24 Navigator Lokales4-13 Szene14-19 Eco20/21 Viva 22/23 Motor24-27 Wohnen 28-31 Sport 32/33 Rätsel34/35 der Grazer Bade-Pass 4-mal Therme um € 39,– www.grazer.at SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ... ... Michael Gregoritsch Der Grazer Kicker spricht über das Graz-ähnliche Augsburg, seine erfolgreiche Gesellschaftsspiel-Karriere und die besondere Verbindung zu Papa Werner. „Wenn’s flott gehen muss, tut’s auch ein Brötchen – also a Weckerl.“ Michi Gregoritsch ist linguistisch dank seiner Jahre in Deutschland schon etwas „eingedeutscht“. SCHERIAU Am kommenden Freitag startet die Meisterschaft. Mit welchem Frühstück holt sich Michael Gregoritsch die nötige Energie? Ob Meisterschaft oder nicht, eigentlich frühstücke ich immer gleich. Es gibt Müsli, frisches Obst und weiches Ei. Da hast du als Sportler alles drin, was du brauchst, und mir schmeckt’s. Wenn’s schnell gehen muss, reicht mir auch ein Kornweckerl. Nicht schnell, sondern entspannt ist ein freier Tag – der bei Ihnen wie aussieht? Erst mal ist es ein kurzer Tag! Denn ich schlafe dann sehr lange. Und dann begeh ich die Freizeit eigentlich recht unspektakulär. Nachmittags schau ich gern ein Formel-1-Rennen an, bestell mir Burger oder Pizza – ja, auch das ist uns Sportlern hin und wieder erlaubt – und mache einen Spaziergang in der Umgebung. Die bei Ihnen seit 2017 Augsburg heißt – eine Stadt, etwa so groß wie Graz. Ist Ihnen die „Fugger stadt“ bereits Heimat geworden? Zuerst: Über Graz geht nix. Dort ist meine Heimat. Aber Augsburg ist auch großartig. Nicht zu groß, du bist überall schnell, die Leute sind offen und kommen auf dich zu, egal ob man als Kicker gerade gut oder schwach spielt. Fußball ist hier immer Thema – also irgendwie gibt’s sogar mehr Parallelen mit Graz außer der Größe (lacht). Okay, der Dialekt ist anders ... ... und hat mit Ihren Kollegen schon zu so manch Missverständnis geführt, richtig? Ja, wegen Wörtern, die hier keiner kennt. Wenn man einen Mistkübel sucht, schaut man dich nur an, denn die Deutschen sagen ja Eimer. Marillen, Topfen bzw. Aprikosen und Quark ist auch so ein Beispiel. Im Team ist der „Gregerl“ sehr beliebt. Liegt’s an Ihrer steirischen Geselligkeit? Kann sein. Wir spielen Gesellschaftsspiele auf langen Auswärtsfahrten. Brettspiele, Monopoly, Backgammon usw. Da bin ich überall ziemlich gut, weil g’lernt is’ eben g’lernt. Sind Sie denn so geübt? Liegt wohl daran, dass wir daheim in der Familie schon immer lieber gespielt haben, anstatt in den Fernseher zu schauen. Dort ist’s halt „21 owi“ oder „Murln“. Mein Papa ist beim Gesellschaftsspiel übrigens ein genauso schlechter Verlierer wie am Kickplatz (lacht)! Apropos: Ihr Verhältnis gilt als sehr innig. Zu Recht. Er und meine Mutter kommen mich oft in Augsburg besuchen. Papa und mich verbindet sportlich viel miteinander: Er war nicht nur beim KSV mein großer Förderer. Aber auch abseits des Sports sind wir eingespielt. Seine überwundene Krankheit (Krebs, Anm.) hat uns als Familie damals stark zusammengeschweißt, seitdem ist unsere Verbindung noch inniger. Das spürt man in jeder Umarmung. Er ist ein so herzlicher Mensch. Gilt auch für Sie in Sachen Kindersport, oder? Ich habe mit Freunden die „Tor.Chance“ gegründet. Der Verein unterstützt bedürftige Kinder und Jugendliche mit Spenden. Es wird ein Erfolgsmodell! Das soll auch für die kommende Saison gelten! Ihre Prognose? Ich traue uns jedenfalls zu, die starke Vorsaison zu bestätigen. Wir haben uns punktuell klug verstärkt. Ein Trumpf ist die Leidenschaft, mit der Fußball von der Augsburger Region gelebt wird. Die Saison wird am Ende sicher nicht im Kübel, äh, Eimer sein ... PHILIPP BRAUNEGGER Michael Gregoritsch (geb. 18. April 1994, Graz) spielt beim FC Augsburg, war dort letzte Saison bester Torschütze (13 Tore). Der Nationalstürmer und Sohn von U21-Teamchef Werner spielte zuvor bei GAK, KSV, Hoffenheim, St. Pauli, Bochum und HSV. Sein Marktwert steigerte sich seit 2010 von 200.000 Euro auf 14 Millionen Euro.

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