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19. August 2018

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- Ex-LSF-Pfleger packt aus: „Ich musste täglich Patienten ans Bett fesseln“ - Neues Groß-Wohnprojekt in Mariatrost – und noch immer keine Verkehrslösung - Zu eng: Radweg bei der TU muss weichen - Sommer 2019 droht am Hauptplatz ein Baustellen-Chaos - Abschiebung: Auch Grazer ist nicht schwul genug für Asyl - Food Festival Graz

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viva redaktion@grazer.at & 0 316 / 23 21 10 22 Ich gebe für kein einziges Krankenhaus eine konkrete Standortgarantie für immer und ewig ab.“ Für Spitalslandesrat Christopher Drexler ist kein Krankenhausstandort sakrosankt. PACHERNEGG www.grazer.at 19. AUGUST 2018 Kinderzähne Ruth Fischer vom Grazer Pharmaunternehmen Apomedica, Sandra Prasch und Franz Bucar vom Institut für Pharmazeutische Wissenschaften (v. l.) APOMEDICA/WOLF Rezept aus Pflanzenstoffen gegen Antibiotika-Resistenz ■■ Mit Antibiotika-Resistenzen ist nicht zu spaßen: Sind Bakterien einmal unempfindlich gegen Antibiotika, können sie den Verlauf einer Erkrankung negativ vorantreiben. Die moderne Medizin geht dieser Problematik schon lange nach, ein möglicher Ansatz ist eine Kombination aus Antibiotika und pflanzlichen Stoffen. Die Grazer Phamazeutin Sandra Prasch hat in ihrer Dissertation „Plantderived modulators of antibiotic resistance“ am Institut für Pharmazeutische Wissenschaften Substanzen aus pflanzlichen Stoffen erforscht, die einen wichtigen Mechanismus von Antibiotika-Resistenzen beeinflussen. Eine Kombination aus Antibiotikum und entsprechenden Pflanzenstoffen wie etwa bei Capiscum annuum (Spanischer Pfeffer) und Curcuma (Gelbwurzel) wäre ein möglicher Ansatz, Antibiotikaresistenzen wirkungsvoll zu bekämpfen. Sie beeinflussen einen wichtigen Mechanismus von Antibiotikaresistenzen: die Transportproteine („Efflux- Pumpen“). Sie sind in der Lage, Substrate aus den Bakterienzellen durch die Zellmembran zu transportieren und so dafür zu sorgen, dass die Antibiotikakonzentration in der Bakterienzelle niedrig gehalten wird. Für ihre Arbeit wurde Prasch jüngst mit dem Apodemica- Forschungspreis ausgezeichnet. GEBISS. Nach jahrelangem Negativ-Trend gibt’s wieder gute Nachrichten: Die Zähne der Grazer Schüler werden wieder gesünder. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Um die Zähne vieler Grazer Kinder war es in den letzten Jahren nicht zum Besten bestellt. Wie die Zahlen des städtischen Schulzahnambulatoriums zeigten, hatte 2015 rund jeder vierte Grazer Schüler kaputte Zähne, bei den Schulanfängern war es sogar fast jeder Dritte. Und auch 2016 sahen die Gebisse vieler junger Grazer gar nicht gut aus. Doch jetzt die erfreuliche Nachricht: Der Negativ- Trend der vergangenen Jahre ist gestoppt, die Zahl der Kinder mit schlechten Zähnen geht zurück! Zahnputzübungen Exakt 7025 zahnärztliche Untersuchungen haben die Mitarbeiter des Schulzahnambulatoriums im abgelaufenen Schuljahr an den Grazer Schulen durchgeführt. Darüber hinaus wurden Themen zur Zahngesundheit spielerisch und kindgerecht mit den Schülern erarbeitet, zudem fanden 23.423 Zahnputzübungen statt. Wie wichtig gerade die Erstuntersuchungen sowie die Prophylaxe sind, zeigen die Zahlen jener Schüler, bei denen Karies oder Zahnunregelmäßigkeiten festgestellt werden. Über die letzten Jahre hatte sich die Gesamtsituation massiv verschlechtert, nun zeichnet sich eine Trendumkehr ab. Die Zahl der Kinder mit kaputten Zähnen bzw. Auffälligkeiten sank auf 18,6 Prozent – im Vorjahr waren es noch 21,8 Prozent gewesen. Damit ist man auch erstmals wieder unter den Wert von 2013, als 20,3 Prozent der Schüler auffällige Zähne aufwiesen, gesunken. Auch bei den Schulanfängern gibt es erstmals wieder eine positive Entwicklung: Waren im Vorjahr noch 26,1 Prozent auffällig, so sind es heuer „nur“ noch 22,4 Prozent. Vor fünf Jahren lag der Wert bei 21,7 Prozent. Prävention „Diese Zahlen beweisen die enorme Wichtigkeit des Schulzahnambulatoriums als erste zentrale Anlaufstelle für flächendeckende Zahnuntersuchungen und Mundhygiene“, erklärt Schulstadtrat Kurt Hohensinner. „Leider ist es immer noch Spaß steht beim ersten Grazer Mutter-Baby-Tanzkurs im Vordergrund. Ganz nebenbei wird der Beckenboden gestärkt und die Körperhaltung verbessert. Mamas werden sanft wieder fit gemacht. MAWIBA (2) Start für 1. Mama-Baby-Tanz ■■ Immer mehr Mütter möchten nach der Geburt gleich wieder fit und aktiv werden – deshalb startet Katharina Köstinger mit „Mawiba“ ab September mit dem ersten Mutter-Baby-Tanzkurs in Graz. Während die Mamas zu beckenbodenstärkenden Choreografien tanzen und dabei ihre Haltung und Fitness verbessern, kuscheln sich die Babys in einem Tragetuch oder einer Tragehilfe an sie. In jeder Stunde wird eine neue Choreografie gelernt, die mit einem erfahrenen Expertenteam erarbeitet wurde. Und nebenbei lernen die Kursteilnehmerinnen noch andere Mamas kennen und können sich untereinander austauschen. Einen Gutschein für eine Gratis-Schnupperstunde gibt’s auf www.grazer.at unter „Leservorteile“.

19. AUGUST 2018 www.grazer.at viva 23 ➜ IN THINKSTOCK (2) Die Zähne stärken Gesunde Fette (z. B. Kokosöl), aber auch Vitamin-D- und Kalziumpräparate stärken den Zahnschmelz. Die Zähne schwächen Säurehaltige Getränke, zuckerreiche Ernährung und mangelnde Mundhygiene können dem Zahnschmelz schaden. OUT ➜ werden besser so, dass einige Kinder die Zahnputzübungen erst von Grund auf lernen müssen. Das Schulzahnambulatorium leistet hier wertvolle Arbeit im Bereich der Prävention und der Zahngesundheit. Neben den Untersuchungen und Zahnputzübungen gibt es auch noch eine eigene Erstuntersuchung für die 1. Klassen der Volksschulen im Beisein der Eltern.“ Schulzahnrallye Eine weitere Zahngesundheitsaktivität ist die Grazer Schulzahnrallye. An der heurigen Schulzahnrallye nahmen 1939 Schüler aus 90 Klassen teil. Neun Siegerklassen wurden ermittelt und – wie auch schon in den vergangenen Jahren – wieder ins UCI Kino Annenhof eingeladen. Heuer gab’s den Film „Luis und die Aliens“ zu sehen. In Sachen Zahngesundheit hat sich die Gesamtsituation bei den Grazer Kindern gebessert. Allerdings weisen noch immer 18,6 Prozent der Schüler Zahnschäden auf. THINKSTOCK Ernährung auf die Schippe genommen: Die Grazerin Eva Schlegl bietet mit ihrem Buch „Ich esse!“ Lesegenuss. SCHLEGL Ernährung aufs Korn genommen ■■ Kurz und knackig sind die Kolumnen, in denen die Grazerin Eva Schlegl den Kult um unser Essen hinterfragt. „Bei mir gibt es keinen erhobenen Zeigefinger, ich möchte vermitteln, dass wir uns dem Thema Essen und Ernährung wieder etwas entspannter nähern sollten. Nicht so verbissen“, sagt Schlegl. Das Buch „Ich esse!“ hat sie geschrieben, weil ihr der Hype, der in letzter Zeit ums Essen entstanden ist, zu viel geworden ist. In ihren 101 Kolumnen schaut sie über den Tellerrand hinaus, wiegt genau ab, nimmt so manches aufs Korn und rührt kräftig um. Aber immer mit einer großen Portion Augenzwinkern. Das Buch ist 100 Prozent laktose-, gluten-, glukose-, fructose- und histaminfrei.

2021