7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 11 Monaten

19. April 2020

  • Text
  • Graz
  • April
  • Stadt
  • Grazer
  • Steiermark
  • Corona
  • Menschen
  • Zeit
  • Derzeit
  • Polizisten
- Graz wird offiziell kinderfreundliche Stadt - Landessanitätsdirektorin Ilse Groß beruhigt: „Trotz Corona sterben nicht mehr Menschen als sonst auch“ - Vorgeschmack nach Hause geliefert: Konstantin Filippou im Merkur-Campus - Nur drei positiv getestet: Trotz Corona in Graz so viele Polizisten wie noch nie

18 graz www.grazer.at

18 graz www.grazer.at 19. APRIL 2020 STEIERMARK TOURISMUS / MICHAEL STROBL 2020 Urlaub in der Steiermark REISEN NACH CORONA. Da Auslandsreisen heuer im Sommer wohl ausfallen, sollte man in Österreich urlauben. In der Steiermark kann man tolle Orte zum Wandern, Radeln oder Weinverkosten entdecken. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Der Sommer 2020 wird definitiv anders als die davor. Anstatt in die Ferne zu fliegen, wird einem nahegelegt, sich auch nach der Corona- Krise für Urlaub in Österreich zu entscheiden – wenn möglich. Und wo geht das besser als im eigenen Bundesland? „Die Steiermark ist das vielfältigste Bundesland – das touristische Angebot reicht vom Gletscher bis zum Wein. Diese Vielfalt weiß auch der Inlandsgast sehr zu schätzen. Mit einem Anteil von rund 19 Prozent an den österreichischen Gästeankünften und Nächtigungen im Sommer ist die Steiermark das beliebteste Bundesland der Österreicher“, freut sich Erich Neuhold, Geschäftsführer von Steiermark Tourismus. Noch ein Grund mehr, im Sommer sozusagen daheim zu bleiben. Abschalten Wenn die strikten Vorgaben der Regierung und die Ausgangssperren erst einmal gelockert werden und ein halbwegs normaler Alltag einkehrt, sehnen sich viele nach ein bisschen Ruhe. „Rad fahren oder wandern, spazieren, gut essen und trinken, die intakte Natur genießen oder ein gutes Buch lesen – zum bewussten Abschalten bieten sich unzählige Aktivitäten an. Für mich ist eine Wanderung in der Steiermark unglaublich entspannend, so bin ich in den letzten beiden Sommersaisonen die Wanderroute ‚Vom Gletscher zum Wein‘ gegangen“, so der Experte. Diese Tour vom ewigen Eis am Dachstein bis ins Weinland der Steiermark lässt das Herz aller Naturfreunde höherschlagen. Mit Sicherheit ein guter Tipp, um dem Alltag zu entfliehen und so seinen verdienten Urlaub genießen zu können. Keine Angst Wichtig ist es, keine Angst davor zu haben, einen Urlaub zu buchen. Viele Betriebe ermöglichen diverse Angebote und Stornomöglichkeiten. „Wir beobachten nun bei immer mehr Beherbergungsbetrieben auf der Homepage oder im Newsletter, dass es sehr flexible Stornoregelungen gibt. Der eine ermöglicht für Aufenthalte bis August 2020 eine kostenfreie Stornierung bis fünf Tage vor der Anreise, der andere bis sogar drei Tage vor der Anreise, der Dritte wiederum greift im Falle es Stornos zu einer Gutscheinlösung.“ Auch wenn das Jahr etwas anders ist und noch vieles entschieden werden muss: Der nächste Urlaub kommt bestimmt! „Ich werde wie jedes Jahr in der Steiermark wandern gehen. Heuer bin ich eine Woche im Nationalpark Gesäuse unterwegs, das ist immer wieder ein unvergessliches Naturerlebnis“, träumt der Geschäftsführer. Auch etwa die Planai in Schladming oder das Thermenland bieten tolle Destinationen, um ein paar Tage mit seinen Liebsten oder auch alleine zu verweilen. Ganze 1.105.664 Übernachtungen gab es im vergangenen Sommer in der Steiermark – die meisten in ganz Österreich. Abschließend appelliert Neuhold: „Bitte unterstützen Sie unsere Betriebe in der Steiermark, zeigen Sie Ihr ‚grünes‘ Herz.“ Das Motto: Urlaub daheim!

19. APRIL 2020 www.grazer.at graz 19 Grazer Autohändler verärgert über Regelung: Kleine offen – Große zu! Viele neue Autos warten auf ihre Auslieferung. GETTY UNGERECHT. Langsam kommt der Grazer Autohandel wieder auf Touren. Allerdings sorgt die Regelung, kleine Autohäuser dürfen öffnen, größere müssen noch zubleiben, für große Verärgerung. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Wir haben bis zuletzt gekämpft, aber die Verantwortlichen in der Bundesregierung blieben stur. Die Regelung, dass kleine Autohäuser jetzt schon öffnen durften und größere, also Autohäuser, die mehr als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche haben, noch bis zumindest 1. Mai geschlossen halten müssen, wird als äußerst ungerecht empfunden. Das ist auch meine Meinung“, sagt Klaus Edelsbrunner, Bundesgremialobmann und Sprecher des österreichischen Autohandels. Edelsbrunner hat Glück, sein Autohaus Peugeot Edelsbrunner liegt unter Klaus Edelsbrunner der 400-Quadratmeter-Marke; Autohäuser wie z. B. Vogl+Co, Ford Reisinger, Ford Jagersberger, Autohaus Robinson müssen geschlossen halten. Allein schon die Schauräume vieler Autohäuser überschreiten die 400-Quadratmeter-Grenze. Sabine Trummer, Autohaus Robinson: „Unsere Werkstatt hat geöffnet. Der Verkauf ist bis 2. Mai geschlossen, Einzelberatungsgespräche sind unter Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen möglich.“ So wie im Autohaus Robinson haben auch alle Werkstätten der Grazer Auto- häuser geöffnet. Schon während der strengen Corona-Bestimmungen zu Beginn der Krise waren die Werkstätten für Notfälle geöffnet. Edelsbrunner: „Wir haben natürlich in Corona-Version geöffnet. Das heißt, unsere Verkäufer sind in Kurzarbeit, und aus Sicherheitsüberlegungen hat jeden Tag ein anderer Verkäufer aus dem fünfköpfigen Team Dienst. Dadurch ist die Ansteckungsgefahr geringer. In der Werkstatt sind normal 15 Mitarbeiter. Derzeit sind aber nur drei im Einsatz. Sollte der Andrang in der Werkstatt größer werden – jetzt ist ja die Zeit des Winterräder-Tausches, Pickerl-Machens und Service- Erledigens – kann ich natürlich die Mannschaft vergrößern. Wie bei uns werden auch in den anderen Grazer Autohäusern bereits vorbestellte Autos von Kunden bald eingelangt sein, die man, sobald der Verkauf offen ist, anfangen kann auszuliefern. Wir machen das bereits. Seit Dienstag sind ja auch die Zulassungsstellen wieder geöffnet.“ Auto mehr gefragt Eine positive Nachricht im Zuge der Corona-Krise ist der Umstand, dass der Individualverkehr in den Städten wieder an Bedeutung zunimmt. Zurzeit setzt mehr als ein Drittel der österreichischen Autobesitzer auf das eigene Auto statt auf den öffentlichen Nahverkehr, um Ansteckung zu vermeiden. Das ergab eine aktuelle Umfrage von Autoscout24.at. Rund 53 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass das Auto an Bedeutung gewinnt. Ein Fünftel der Befragten gab an, dass sie beabsichtigen, auch in der Zeit nach Corona vermehrt das Auto zu nutzen, um weniger mit Bakterien und Viren in Berührung zu kommen. Die Devise ,Autos raus aus der Stadt‘ wird man nochmals überdenken müssen.

2021