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18. September 2022

- Stadt Graz will Kernstockwarte übernehmen - Neue SP-Chefin Doris Kampus im Interview - Aufnahme-Stopp bei der mobilen Betreuung in GU - Die Platte wird barrierefrei - Grazer Lendwiese wird jetzt verbaut - In Graz-Weinzödl sollen tausend Bäume fallen

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14 graz www.grazer.at 18. SEPTEMBER 2022 Das Grazer Ehepaar Rauscher spaziert hier durch den Bereich in Weinzödl, wo man diese Bäume und viele, viele andere jetzt fällen will. CAGRAN 1000 Bäume sollen fallen, Grazer machen mobil SCHLECHT. Blankes Entsetzen unter den Weinzödlern. 1000 alte Bäume sollen weg. Der Ärger ist groß. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at War in ersten Informationen die Rede von 100 Bäumen, die nördlich des GAK-Platzes gefällt werden sollen, sind es nach letzter Zählung laut Naturschutz-Präsident Johannes Gepp rund 1000 Bäume, darunter etliche, die mehr als 100 Jahre alt sind. Der Kahlschlag entlang der Murstaustufe des Kraftwerkes Weinzödl soll noch im Herbst erfolgen. Um die Dämme zu sichern, sei der Baumbewuchs weitgehend zu entfernen, denn bei Unwettern könnten Bäume entwurzelt und die Dämme beschädigt werden, so das Argument der Kraftwerksbetreiber. Es sei auch keine Ersatzpflanzung vorgesehen, handle es sich bei der Fällung doch um eine Sicherheitsmaßnahme, teilte der Verbund den Anrainern mit. Die Aufregung und Empörung unter den „Weinzödlern“ ist groß. Die Sprecherin der Protestinitiative, die pensionierte Werkstoffprüferin Christine Hopfer, hat eine Unterschriftenaktion gegen die Baumfällung gestartet und be- reits mehr als 500 Unterschriften gesammelt. Hopfer wäre auch für einen Kompromiss zu haben: Nur kranke Bäume raus, gesunde stehen lassen! Bei den Behörden stellt man sich taub und schickt die Baumschützerin von einer Abteilung in die andere. BIA-Obmann Erich Cagran hat nun ein Schreiben an Bürgermeisterin Elke Kahr gerichtet und darin ersucht, Kahr möge das großräumige Baumsterben verhindern, es sei Gefahr in Verzug und höchste Zeit zu handeln. Das Gebiet, wo die Bäume fallen sollen, ist eine von vielen Grazern gern frequentierte Erholungslandschaft, um die es sehr schade wäre. Christine Hopfer mit ihren 500 Unterschriften gegen den Kahlschlag. KK Birgit Zelinka, FP-GR Michael Winter, Claudia Schönbacher, Katrin Köppel und ÖVP-Bezirksvorsteher Walter Wurm (v. l.) FOTO FISCHER Hundewiese: Pflanzen dämpfen Hundegebell GUT. Hundewiese war den Anrainern zu laut. Grün-Pflanzaktion soll für weniger Lärm sorgen. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Vor einigen Tagen fand im Josef-Krainer-Park in einer Kooperation zwischen dem Straßganger Bezirksrat und der Stadt Graz/Abteilung für Grünraum und Gewässer eine gemeinsame Pflanzaktion statt, um die Geräuschkulisse auf der Hundewiese für die Anrainer und durch die sehr stark befahrene Straßganger Straße auch für die Hunde selbst zu mildern. Auch die Tierschutzstadträtin Claudia Schönbacher war vor Ort und hat diese Aktion tatkräftig unterstützt. Begrünung gefordert Auf der Hundewiese bzw. im Josef-Krainer-Park wird bereits seit langem eine zusätzliche Begrünung gefordert, vor allem um den Lärm in der Gegend der stark befahrenen Straßganger Straße abzuschwächen. Tierschutzstadträtin Claudia Schönbacher nahm gemeinsam mit der FPÖ-Bezirksgruppe Straßgang – allen voran Gemeinderat Michael Winter – an dieser Aktion teil und zeigte damit klar ihre Unterstützung für die Aufwertung dieser Hundewiese: „Die Qualität der Hundewiesen ist mir als Tierschutzstadträtin ein großes Anliegen. Daher freue ich mich immer, wenn es aus der Bezirkspolitik Initiativen zu diesem Thema gibt. Die Grazer Hundewiesen sollen sowohl für die Hunde als auch für ihre Besitzer und die Anrainer in der Umgebung eine Verbesserung der Lebensqualität bewirken. Es ist manchmal nicht leicht, alle diese Interessen miteinander zu vereinbaren. Ich bin aber zuversichtlich, dass dies im Josef-Krainer-Park mit der neuen Begrünung gut gelungen ist. Ich bedanke mich ausdrücklich beim Straßganger Bezirksrat, bei Birgit Zelinka aus der Abteilung Grünraum und Gewässer und allen Helfern!“ Graz hat übrigens bislang 16 Hundewiesen in den 17 Stadtbezirken. Jetzt kommen noch zwei dazu, eine Hundewiese im Bezirk Lend und eine im Bereich Grünanger. In Graz sind aktuell rund 17.000 Hunde gemeldet. An städtischen Mülleimern sind rund 5000 Säckchen für den Hundekot angebracht.

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