7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 7 Monaten

18. März 2021

  • Text
  • Busbahnhof
  • Lendplatz
  • Bauernmarkt
  • Klimaschutzbericht
  • Kriminalitaet
  • Nagl
  • Transit
  • Steiermark
  • Grazer
  • Graz
- Kriminalität ging 2020 stark zurück - Klimaschutzbericht präsentiert - Besuch beim Bauernmarkt auf dem Lendplatz - Busbahnhof Faßlberg ist fix - Neuer Krimi von Robert Preis

2 graz www.grazer.at

2 graz www.grazer.at 18. MÄRZ 2021 Die Zahl der positiven Coronatests ist etwas gestiegen. GETTY Corona-Zahlen in Graz & GU ■ Die Grazer Corona-Zahlen sind seit gestern etwas gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 136,0 pro 100.000 Einwohnern (gestern: 134,0), in Graz-Umgebung bei 129,4, was gleichzeitig das steiermarkweit geringste Infektionsgeschehen ist. Der Steiermark- Durchschnitt beträgt 178,0. Das höchste Infektionsgeschehen hat Leibnitz mit 292,6. Bisher sind 265 Menschen in Graz im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben, in Graz-Umgebung waren es 226. Günter Pirker und Anton Lang diskutierten arbeitspolitische Themen. KK Frühjahrstagung steirischen SPÖ ■ Die SPÖ Steiermark lud gestern knapp 200 Bürgermeister sowie Ortsparteivorsitzende zum digitalen Austausch mit Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang und Landesgeschäftsführer Günter Pirker. Neben Fragen zur Bekämpfung der Corona-Krise waren vor allem die arbeitsmarktpolitischen Folgen der Pandemie Thema. „Gemeinsam bauen wir Druck auf die Bundesregierung auf, um die Einführung des von uns geforderten Beschäftigungsprogramms – der Aktion 40.000 – durchzusetzen“, so Pirker. Weniger Anzeigen im Lockdown Kriminalität ging im Corona-Jahr zurück VERBRECHEN. Die heute präsentierte Kriminalstatistik zeigt: Im Jahr 2020 wurden in der Steiermark so wenige Delikte angezeigt, wie zuletzt vor zehn Jahren. Von Julian Bernögger julian.bernoegger@grazer.at Die Corona-Krise hat immerhin einen guten Aspekt: Die Kriminalität im Land ist so niedrig wie schon lange nicht mehr. Das geht aus der heute in Graz präsentierten steirischen Kriminalstatistik hervor. Insgesamt registrierte man im vergangenen Jahr 46.825 Straftaten in der Steiermark. Im Vergleich zu 2019 ist das ein Rückgang von fast zwölf Prozent. Die Zahl ist auch ein historischer Tiefstand – es ist der niedrigste Wert in den letzten zehn Jahren. Den größten Rückgang verzeichnete man bei den Eigentumsdelikten. Vergangenes Jahr gab es mehr als 30 Prozent weniger Einbrüche. Grund dafür dürften wohl die Lockdowns sein, die es Einbrechern recht schwierig machten, ein leerstehendes Haus oder eine leere Wohnung zu finden. Auch die Gewalt- und Suchtgiftdelikte gingen zurück. Fünf Personen wurden ermordet, vier Frauen und ein Mann. Die steirischen Ermittler klärte alle fünf Morde auf. Insgesamt konnten 2020 mehr als die Hälfte aller Verbrechen aufgeklärt werden. Mit Vorsicht genießen Generell sind die Zahlen abermit Vorsicht zu genießen. Die Kriminalstatistik erfasst nur Verbrechen, die auch bei der Polizei angezeigt wurden. Wird mehr kontrolliert, scheinen natürlich auch mehr Delikte in der Statistik auf. Das Jahr 2020 war zudem eine Ausnahmerscheinung, gab heute auch der stellvertretende Landespolizeidirektor, Manfred Komericky zu bedenken: „Bereits die Verkehrsstatistik hat gezeigt, dass 2020 nicht nur aufgrund der vielen neuen Herausforderungen, sondern vor allem auch wegen der Statistik historisch in Erinnerung bleiben wird. Das spiegelt sich auch in der jüngsten Kriminalstatistik wider. Die aktuellen Zahlen werden jedoch weder mit jenen des Vorjahres, noch mit jenen der kommenden Im vergangenen Jahr gab es in der Steiermark 30 Prozent weniger Einbrüche. Grund dafür dürften die Lockdowns gewesen sein. (Symbolbild) GETTY Jahre wirklich vergleichbar sein.“ Zufrieden ist man mit der Bilanz dennoch: „Ich möchte insbesondere den rund 4.000 Polizisten danken. Derartige Aufklärungsquoten und kriminalpolizeiliche Ermittlungserfolge und das in Mitten einer Pandemie, sind nur durch vorbildhafte und organisationsübergreifende Zusammenarbeit möglich“, sagte Wolfgang Lackner, Leiter des steirischen Landeskriminalamtes. Kriminal-Statistik Im Jahr 2020 wurden: ■ In der Steiermark 46.825 Straftaten angezeigt. ■ 58,8 Prozent aller Verbrechen erfolgreich aufgeklärt. ■ 31,5 Prozent weniger Einbrüche als im Vorjahr verübt. ■ 33.041 Tatverdächtige ermittelt und angezeigt. ■ Vier Frauen und ein Mann in der Steiermark ermordet. ■ 7.453 Gewaltdelikte gemeldet.

18. MÄRZ 2021 www.grazer.at graz 3 Die Stadt soll grüner werden KLIMASCHUTZ. Bauwerke sollen durch Begrünung gekühlt und 800 Bäume pro Jahr gepflanzt werden. Zwei von zahlreichen Ideen, die in Graz für einen besseren Klimaschutz sorgen sollen. Von Julian Bernögger julian.bernoegger@grazer.at Klimaschutz geht uns alle an, davon ist auch Bürgermeister Siegfried Nagl überzeugt: „Der Klimaschutz ist eines der dringlichsten Themen, denen wir uns gemeinsam mit den Grazern stellen,“ betont Nagl. Um in Graz für ein besseres Klima zu sorgen, arbeitet die Stadt zur Zeit an verschiedenen Projekten. Neun Millionen Euro wurden bereits investiert, weitere Förderungen sollen folgen. Nun wurde der Klimaschutzbericht 2020 präsentiert. Eines der beschlossenen Projekte ist zum Beispiel der Klima-Euro: Die Grazer Bezirke erhalten mehr Geld, um lokalen Klimaschutz zu betreiben. Bei der Aktion „Grazer Stadtbaum“ sollen jedes Jahr 800 Bäume in Graz gepflanzt werden, um das Stadtklima zu verbessern. Zudem werden die Bäume auch ausgestoßenes CO 2 binden. Um Parks in Zukunft leise und emissionsfrei zu pflegen, werden elektrische Fahrzeuge und Geräte angeschafft. Fachbeirat gegründet Um Experten in die Entwicklung von neuen Projekten einzubinden, hat man zudem einen Fachbeirat für Klimaschutz gegründet: „Alle Mitglieder im Fachbeirat teilen die gemeinsame Vision, etwas Entscheidendes für den Klimaschutz in Graz auf den Weg zu bringen. Dadurch erlebe ich die Arbeit im Fachbeirat als sehr positiv“, berichtet die Leiterin des Grazer Wegener Centers, Andrea Steiner. Stadtbaudirektor Bertram Werle, Wegener-Center-Leiterin Andrea Steiner, Bürgermeister Siegfried Nagl und Klimaschutzbeauftragter Thomas Drage (v.l.). FISCHER Förderung für Leerstandsbelebung WIRTSCHAFT. Ein neues Förderpaket zur Belebung freier Geschäftsflächen soll Wirtschaftstreibende dazu ermutigen, leerstehende Flächen mit temporären Pop-up-Stores oder langfristig zu beleben. Um einen neuen Anreiz für die Nutzung freistehender Geschäftsflächen in Graz zu schaffen, initiiert die Abteilung für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung der Stadt Graz zwei Ausschreibungen für Grazer Wirtschaftstreibende: Einerseits zur Förderung von temporären Pop-up-Nutzungen und andererseits zur langfristigen Belebung von Geschäftsflächen. Den straßenseitigen Leerstand in der Erdgeschoßzone der Innenstadt zu reduzieren, ist das erklärte Ziel der Ausschreibung zur langfristigen Belebung von Geschäftsflächen. Die langfristige Nutzung von Objekten, die mindestens 6 Monate leer stan- den wird mit bis zu 15.000 € gefördert. Ein positives Beispiel für die Leerstandsbelebung im Zentrum ist die heute eröffnete Filiale des Traditions-Schuhgeschäftes Högl, das in ein freistehendes Objekt in der Herrengasse eingezogen ist. Pop-up-Stores hingegen eignen sich hervorragend, um ein innovatives Geschäftskonzept risikolos zu testen oder seine neue Produktlinie prominent zu platzieren. Die Ausschreibung fördert Pop-up-Nutzungen mit bis zu 3.000 €. Ansuchen können Unternehmen aus allen Branchen, die den Pop-up-Store zumindest vier Wochen lang betreiben. Mehr dazu auf wirtschaft.graz.at. Bürgermeister Siegfried Nagl gratuliert Shop Managerin Valerie Kremers und ihrem Team zur Eröffnung der neuen Högl Filiale in der Herrengasse. STADT GRAZ/FISCHER NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

2021