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18. Februar 2018

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- Mohren-Apotheke, Mohrenwirt: Rassismus-Debatte schwappt nach Graz über - Land Steiermark soll Feste ohne Plastikmüll feiern - Girardi-Haus: Stadt kauft Objekt nicht - Start-up „Homefarmer“ will bewussten Fleischkonsum fördern - 30er-Tempo-Limit bei Grazer Pflegeheimen gefordert - Grüne Smoothies im Test - Zero Waste: „das Gramm“ eröffnet eine zweite Filiale - Faschingdienstag: Promis beim Grazer Faschingsumzug

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6 graz www.grazer.at 18. FEBRUAR 2018 KOMMENTAR Proporz ist der Sargnagel der Stadtpolitik Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at A uf der Grazer Rathausbühne gibt es derzeit so etwas wie den Aufstand der Zwerge. Auf der einen Seite sitzen KPÖ und Grüne auf Stadtratssesseln in der Regierung, auf der anderen Seite betreiben sie volle Opposition gegen die Regierung, beklagen, dass die beiden Parteien ÖVP und FPÖ über sie einfach drüberbrausen und Bürgermeister und Vizebürgermeister ein autoritäres Regime führen. So weit, so schlecht. Hier zeigt sich, dass der Proporz der Sargnagel der Stadtpolitik ist. Bürgermeister und Vizebürgermeister kündigen das Olympia-2026-Vorhaben an, die KP-Stadträtin steht dagegen auf und startet eine Unterschriften aktion für eine Volksbefragung. Die Grünen wiederum inszenieren einen Wirbel um die Frage der Frauenbeauftragten. Verhandeln? Kein Thema. Es wird Zeit, dass die Forderung „Weg mit dem Proporz“ endlich umgesetzt wird. Da gibt es dann klare Verhältnisse. Oder, wenn das zu lange dauert, wäre auch das Wiener Modell überlegbar. Dann gäbe es geschäftsführende Stadträte und nicht geschäftsführende Stadträte. Die Regierung kann dann regieren, die anderen können kontrollieren. Land soll Feste ohne Plastikmüll feiern SAUBER. Bei vielen Veranstaltungen des Landes und der Gemeinden fallen Tonnen an Plastikmüll an. Dabei gäbe es Alternativen. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at G’scheit feiern“ ist eine Initiative des Landes Steiermark – ihr Ziel ist es, bei Veranstaltungen möglichst viel Müll zu vermeiden, indem etwa statt Aludosen, Plastikbechern und -besteck wiederverwendbares Mehrweggeschirr zum Einsatz kommt. Doch just das Land hält bei eigenen Festen offenbar nicht viel vom Umweltschutz, ärgert sich Grünen-Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl: „Bei Veranstaltungen des Landes, des Landtages oder der Gemeinden wird die Möglichkeit von ,G’scheit feiern‘ noch nicht so angenommen, wie es wünschenswert wäre.“ Krautwaschl, die mit ihrer Familie schon seit Jahren größtenteils plastikfrei lebt und darüber ■■ Einen Scheck von 10.000 Euro überreichte der Lions Club Panthera an das Begegnungszentrum Graz-Süd. Das Zentrum hat vier Säulen, auf die es seine Arbeit stützt: Arbeit mit Kindern, mit Eltern, Asylwerbern, Senioren. Es gibt unter anderem ein Lerncenter, einen Elterntreff und Deutschkurse. GF Dagmar Nöst: „Wir möchten sichtbar machen, was wir im Zentrum entwickeln und weiter ausbauen.“ Plastikbecher und Co. bleiben als unliebsame Reste bei so manchem Fest übrig. S. Krautwaschl (kl. Bild) fordert den Umstieg auf Mehrweggeschirr. THINKSTOCK, GRÜNE auch ein Buch geschrieben hat, will jetzt im Landtag für Veranstaltungen ohne Plastik kämpfen. Sie fordert, dass das Land eine Vorbildfunktion übernimmt – und dass Events, die von der Landesregierung oder dem Landtag selbst veranstaltet oder auch nur gefördert werden, künftig nach den „G’scheit feiern“- Kriterien auszurichten sind. Außerdem, so Krautwaschl, Lions-Hilfe für Begegnungszentrum Spendenscheckübergabe des Lion Clubs Panthera an das Begegnungszentrum Graz-Süd KK müsse das Land die steirischen Gemeinden dabei unterstützen, ihre eigenen Veranstaltungen ebenfalls nach den Regeln von „G’scheit feiern“ zu organisieren. Das würde wiederum so manchem im Grazer Rathaus gefallen – denn dort wird schon länger diskutiert, Events mit städtischer Beteiligung nur noch mit umweltfreundlichen Bechern und Geschirr zu bestücken. Ball der Vielfalt für die Menschlichkeit ■■ Theaterstück von behinderten Kindern und Jugendlichen, Rollstuhltanzen, Yoga, Travestiekünstler und tolle Musik: Der 3. Ball der Vielfalt, der am 16. März im Grazer Kammersaal stattfindet, ist ein außergewöhnlicher Ball der Menschlichkeit, Toleranz und Inklusion. Der Eintritt ist frei. Dresscode: Jeder kommt, wie er gerne möchte! derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ: Silvia Pfeifer (0 664/80 66 66 918) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0 664/80 666 66 91), Vojo Radkovic (0 664/80 666 66 94), Mag. Daniel Windisch (0 664/80 666 66 95), Valentina Gartner (0664/806666890). Bernhard Sax (Lektorat), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Reinhard Hochegger (Verkaufsleitung, 0 664/80 666 6491), Robert Heschl (0 664/80 66 66 897), Michael Midzan (0 664/80 666 6891), Selina Gartner (0 664/80 666 68 48), Mag. Eva Semmler (0 664/80 66 66 895), Theresina Jürgens, MA (0 664/80 66 66 892) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | HERSTELLUNG: Druckerei Carinthia, St. Veit/Glan | VERTEILUNG: redmail Logistik und Zustellservice GmbH (05/1795-0) | VERBREITETE AUFLAGE: 172.019 (Der Grazer, wö, ÖAK geprüft 1.HJ 2017). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

18. FEBRUAR 2018 www.grazer.at graz 7 Kurios! Wenn man in der Google-Suchmaschine „ÖVP Graz“ eingibt, kommt „ÖVP Graz“. Gibt man „FPÖ Graz“ ein, gibt es das gleiche Ergebnis, wie auch beim Eingeben von „KPÖ Graz“. Nur wenn man „SPÖ Graz“ eingibt – siehe Faksimile oben – fragt Google nach: „Meintest du: KPÖ Graz“? Das ist irgendwie grotesk, wenn man dazu weiß, dass die Grazer SPÖ nach wie vor ein Imageproblem hat und selbst der unermüdlich für die SP Graz agierende und kämpfende Michael Ehmann den Abwärtstrend noch nicht stoppen konnte. Selbstverständlich kommt man auch bei der Anfrage „SPÖ Graz“ auf Daten der Grazer SPÖ. Es ist nur diese eine Frage, die die Stadtpartei ärgern müsste. Besser funktioniert es mit der Suchfunktion auf Facebook. Da ist die Seite der SPÖ Graz sofort aufgerufen, wenngleich auch der Umstand, dass die Seite nur 1238 Personen gefällt, nachdenklich stimmen sollte. VOJO Ingrid Seidl (E-Werk Gösting), Sappi-Boss Max Oberhumer mit Werksleitern Markus Schmid (l.) und Thomas Kummer CAGRAN E-Werk Gösting: Fischleiter-Strom ■■ Die Sappi-Wehranlage in Gratkorn, sichtbar vom Kreisverkehr, braucht eine EU-konforme Fisch-Aufstiegshilfe am linken Mur-Arm. Das E-Werk Gösting klinkte sich ein und erzeugt daraus Bio-Strom. Dieser Tage ging die neue Energie ans Netz. Rund 2500 Haushalte in Gratkorn werden mit dem Strom aus der „Fischleiter“ versorgt. Bei 7,1 Gigawattstunden pro Jahr wird eine Einsparung von ca. 3100 Tonnen CO 2 erzielt.

2021