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18. Februar 2018

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die seite 2 www.grazer.at 18. FEBRUAR 2018 Inhalts-Quiz Wem gehören diese Augen? SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT... 1 Anita Halbath 2 Bettina Vollath 3 Carina Leerath Lösung Seite 21 Was ist das? 1 Christbaumkugeln 2 Orden 3 Bastelzubehör Lösung Seite 21 Was kostet das? 1 2 3 45.239 Euro 82.481 Euro 39.250 Euro Lösung Seite 32 Navigator Lokales4-17 Szene18-23 Eco24/25 Viva 26-31 Motor32/33 Sport 36/37 Rätsel38/39 Miss Desmond genießt zum Frühstück schwarzen Tee – umgeben von unzähligen Orchideen, Gartenzeitschriften und ihren fünf Katzen. ANDY JOE ... Miss Alexandra Desmond Die Tuntenball-Moderatorin, die von allen liebevoll „Mutti“ genannt wird, liebt historische Rosen, Gartensendungen und ihre fünf Katzen. Sie betonen ja immer, dass Sie nicht nur Stimme und Gesicht des Tuntenballs sind, sondern auch Hüften. Was gibt’s zum Frühstück, um die weiblichen Rundungen zu halten? Ich halte das sehr britisch: eine große Tasse schwarzen Tee. Und im Laufe des Vormittags brat’ ich dann Gemüse ab mit Ei und Käse und ess so dahin. Nebenbei gibt’s englische Gartensendungen. Aber keine Kohlenhydrate! Das Motto des diesjährigen Tuntenballs ist „Let’s Play“. Wann können Sie so richtig verspielt und kindisch sein? Immer! Das Wichtigste, um jung zu bleiben, ist nicht Botox und Hyaluron, sondern Blödeln und Verrücktsein. Und nachdem ich fünf Katzen habe, die sehr verspielt sind, fällt mir das auch leicht. Gleich fünf? Ja, ich bin ein sehr barocker Mensch: Alles muss viel sein. Auch die Katzen. Ich hab tausende Orchideen, Unmengen an Porzellan und Antiquitäten. Auch bei den Kleidern? Kann man schon etwas zum heurigen Kostüm verraten? Es ist ein Originalentwurf aus dem Jahr 1904 – und ganz in Weiß. Meine Schneiderin, eine ehemalige Schneidermeisterin der Grazer Oper, hat nach einem Gemälde gearbeitet – sogar Korsage und Unterröcke sind nach einem Originalentwurf. Wie lange brauchen Sie in der Früh im Bad? Wenn ich ausgeschlafen bin, eineinhalb Stunden – sonst zweieinhalb. Für ein bisserl Nude-Makeup und einmal Durch-die-Haare-Fahren (lacht). Wie ist Miss Desmond entstanden? Meine Mutter hatte viel Einfluss – die war eigentlich die echte Miss Desmond. Einfach sehr ehrlich und herzlich. Aber Miss Desmond lässt sich nicht von meiner privaten Person trennen. Sie ist eine Kunstfigur, aber nicht künstlich – eine echte Person. Der einzige Unterschied zwischen Miss Desmond und mir privat sind ein paar Kilo Schminke. Welche Botschaft möchte sie vermitteln? Dass Solidarität und Herzlichkeit viel zu kurz kommen. Vor einigen Jahren haben die Leute angefangen, mich „Mutti“ zu nennen – das sehe ich als Ehrentitel. Wenn man einfach man selbst sein kann – wie wenn man bei der Mama die Schuhe auszieht und einen Kuchen bekommt. Wie finden Sie Ausgleich zum Showbusiness? Im Garten! Ich steh’ mit einem Fuß auf der Bühne und mit dem anderen im Gatsch im Garten! Sobald ich meine Hände in die Erde stecke, sind alle Sorgen weg. Ich hab ein Faible für historische Rosen, in meiner Wohnung liegen, wie man sieht, tausende Gartenzeitschriften. Aber der Garten und der Tuntenball sind gar nicht so verschieden: Alle sollen dort wachsen und zu blühen anfangen – und ich begieße alle mit Gin. Was ist Ihre liebenswürdigste Eigenschaft, welche die nervigste? Ich kann mich auf Leute einstellen und bin sehr gerade und ehrlich. Dafür plapper ich oft vor mich hin und bin sehr kompliziert und umständlich. Mein Mann sagt immer „als würde man ein zusammengebautes Ikea-Regal durch einen engen Gang quetschen“. Aber wenn man an den Hängen des Vesuvs ein Haus baut, darf man sich nicht wundern, wenn man sich hin und wieder ein bisserl die Zecherl verbrennt. VERENA LEITOLD Miss Alexandra Desmond wurde als Alexander am 28. Februar 1980 geboren. Sie sieht sich nicht als Dragqueen, sondern als Kunstfigur, die hauptberuflich als Sängerin und Schauspielerin arbeitet. Seit 2010 moderiert sie den Tuntenball.

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