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18. Dezember 2020

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- Mietobergrenzen, Leerstandsabgaben und Co: So will die Politik für leistbaren Wohnraum sorgen - Sommer war besser als befürchtet: Grazer Hoteliers in Kampfeslaune - Bank zum Handy-Laden kommt am Hauptplatz - Baustellen-Gerümpel im Naherholungsgebiet - Veganer Tag im Land gefordert - Kreuzwirt am Rosenberg hat neu eröffnet

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36 sport graz www.grazer.at 18. OKTOBER 2020 Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at 36 Wir haben mehr Möchtegern-Virologen im Land als Hobby-Fußball- Nationaltrainer.“ Politologe und Barcelona-Fan Peter Filzmaiers Fazit im „Politik Café“ der KF-Uni Graz GEPA (3) Architekt für die Karrieren Dika (r.) und Magelinskas sind ein eingespieltes Team. Dika will längerfristig in Graz bleiben. „Eine Saison wäre zu kurz, um langfristig etwas aufzubauen.“GEPA ENTDECKER. HSG- Co-Trainer Jerko Dika förderte reihenweise Handball-Superstars. Und ist außerdem Experte für Architektur. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Das Spiel vorgestern gegen Westwien (nach Redaktionsschluss) dürfte für Jerko Dika, Co-Trainer von HSG- Chefcoach Romas Magelinskas sowie Trainer der Nachwuchsteams U16, U18 und U20, ein Déjà-vu dargestellt haben. Im- merhin wechselte der Kroate im Sommer von den Hauptstädtern an die Mur. Und mit ihm einer der wohl versiertesten Nachwuchsförderer, die man in Mitteleuropa bekommen kann. Dika gilt als Entdecker einer Vielzahl aktueller Handball-Superstars. Vor allem, was Spieler seiner Heimat angeht. „Ich habe Luka Cindric, Luka Radovic und Luka Stepancic 1994 bei meinem Heimatverein Rijeka trainiert. Wir haben die Großmacht RK Zagreb besiegt, wurden Meister. Cindric ist heute Spielmacher bei Barcelona und im Nationalteam.“ Von seinem Standing durfte sich jeder im Jänner in der Grazer Stadthalle überzeugen, als die Kroaten im Zuge der EM zu Gast S P O R T Grazer im NFL Tryout In Bewegung philipp.braunegger@grazer.at Ferien-Kicker-Camp ■■ In Kooperation mit der Sportunion Steiermark bietet der SV Union Kainbach-Hönigtal von 27. bis 30. Oktober ein Fußballer-Ferien-Herbstcamp an. Das Angebot richtet sich an Vereinsmitglieder und Partnerschulen. Kosten: 50 Euro. Inkludiert sind Mittagessen, ein Ball sowie ein Campshirt. Infos unter fussballferiencamps @gmail. com oder bei Camp-Leiter Jürgen Mayrhofer (067761807600), Anmeldungen unter www.rieskainbach.at, Kennwort „Grazer“ angeben. In Kainbach wird auf Abstand geachtet. UBI Die Spende für Georg wurde in seiner Schulklasse übergeben. Spendenübergabe ■■ Großartiger Erfolg für die Organisatoren des 1. Schöcklplateaumarathons am 1. August! Die Sportler Simon Klasnic und Joachim Hirtenfellner sammelten bei der Veranstaltung ja für einen guten Zweck, jetzt konnte bekannt gegeben werden, dass für den 15-jährigen Georg aus St. Radegund – er leidet an der seltenen Muskelschwundkrankheit „Spinale Muskelatrophie Typ 2“ (eine Behandlungseinheit kostet 77.000 Euro) – 1000 Euro zusammenkamen, die noch auf 1200 aufgestockt wurden. KK ■ ■ Markus Schaberl, 23-jähriger Wide Receiver der Grazer Giants, wurde kürzlich zu einem Tryout der NFL-International eingeladen! Damit wandelt er auf den Spuren des Tirolers Sandro Platzgummer, der aktuell im erweiterten Kader der New York Giants reüssiert. „Noch ist es ein langer, steiniger Weg, den ersten Schritt hat Markus getan. Wir wünschen ihm viel Glück und gutes Gelingen!“, freut sich ein entsprechend stolzer Christoph Schreiner, Manager der Giants. Schaberl will seine Chance beim NFL Tryout nutzen. KUNZFELD PHOTOGRAPHY Mario Magagna darf sich jetzt Grazer Golf-Stadtmeister nennen. GEPA Golf-Stadtmeister ■■ Bei den Golf-Stadtmeisterschaften auf dem Golfclub Thalersee holten Mario Magagna (GC Gut Freiberg) und Katarzyna Zelenka (Grazer GC Thalersee) den Titel des Grazer Stadtmeisters. Nach der 18-Loch-Runde lagen bei den Herren zunächst noch drei Spieler gleichauf bei 70 Schlägen (1 unter Par), bei einem Stechen über drei Loch konnte sich Mario Magagna mit einem Birdie am letzten Loch durchsetzen. Spielberechtigt waren alle Spieler, die in Graz ihren Heimatklub oder ihren Hauptwohnsitz haben.

18. OKTOBER 2020 www.grazer.at sport graz 37 HERO➜ Herwig Straka, Tennis-Manager Der Grazer holte als Direktor der Wiener Erste Bank Open Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic zum Turnier. Daniel Stefanski, Schiedsrichter Bei Rumänien gegen Österreich übersah er jede Menge brutale Einstiege gegen Franco Fodas Team. ZERO ➜ der Top-Stars waren. Dort begeisterte auch Domagoj Duvnjak, „mit ihm habe ich mich letztens bei unserem Test gegen Kiel getroffen“, so Dika. Auch Janko Bozovic vom Vfl Gummersbach ging durch Dikas Hände. Und das kurios. „Seine Mutter spielte in der damaligen Star-Truppe von Hypo Niederösterreich. Janko wollte nur Tennis spielen. Dann hat er einmal bei uns mittrainiert – und wollte nie mehr was anderes als Handball spielen!“ Bozovic spielte inzwischen 156-mal für Österreichs Nationalteam. Conny Wilczynski ist ein weiteres Beispiel des Star-Entdeckers Dika. „Bei ihm wagte ich das Risiko, ihn als 15-Jährigen in die Kampfmannschaft Westwiens einzubauen.“ Der Start einer Top-Karriere, bei der Wilczynski u. a. zum Fan- Liebling der Füchse Berlin wurde und 578 Tore für Österreichs Auswahl erzielte. Dikas Sohn Mateo wandelt schon auf dessen Spuren. „Er spielt im Juniorennationalteam.“ Und wechselte mit seinem Vater nach Graz. Übrigens: Dika hat eine Architekten-Ausbildung! In Wien arbeitete er bei der Umsetzung des Museumsquartiers mit, „Graz hatte ich aus Architektur-Sicht vor allem während des Kulturhauptstadt-Jahrs im Blick. Mich begeistert der Mut der Grazer Architektur zwischen Moderne und Denkmalschutz.“ Möge er auch hier zum Architekten großer Karrieren werden ... Fit dank Koschi-Coaching ■■ Michael Gregoritsch zählte bei den letzten Länderspielen Österreichs stets zu den Besten. In Nordirland sorgte er etwa per Kopf für den Siegestreffer – mit perfekter Körperhaltung. Auch dank Sturm- und GAK- Legende Günther Koschak! Der sorgte nämlich in der Vorbereitungszeit kürzlich für die nötige Fitness von „Gregerl“, wie er dem „Grazer“ verrät. „Zusammen mit seinem Papa, U21-Teamchef Werner, haben Michael Gregoritsch (l.) ist aktuell in Hochform. Koschak (M.) und der Papa halfen mit. KK wir uns dreimal pro Woche am Kickplatz in Thal getroffen, uns im Training auf Michis Vorzüge konzentriert: Stellungsspiel, Körpertäuschung, Abschluss. Bei Letzterem haben wir auf den Absprung beim Kopfball geachtet.“ In der Nations League gab’s den Erfolgsbeweis! Die Vorteile des „Koschi-Coachings“ will Gregoritsch in der Liga für seine Augsburger fortsetzen, wo er zuletzt ja ebenfalls ordentlich auftrumpfen konnte. PHIL Abschied von einem Großen ABPFIFF. Gerald Stockenhuber, der Meisterpräsident des SK Sturm Graz, hat sein letztes Match gegen die heimtückische Krankheit verloren. Ein großer Mensch und treuer Freund ist nicht mehr. Von Gerhard Goldbrich gerhard.goldbrich@grazer.at Amoi seg ma uns wieda – das ergreifende Lied von Andreas Gabalier hat unseren „Stocki“ viele Wochen begleitet, es erklang auch vergangenen Donnerstag zum Abschied auf seinem letzten Weg. Wir verlieren einen erfolgreichen Unternehmer, der SK Sturm Graz verliert seinen ehemaligen Meisterpräsidenten und treuen Fan. Was aber am meisten fehlen wird, ist der Mensch Gerald Stockenhuber. Der Ehemann seiner geliebten Gattin Andrea, die ihn aufopfernd durch seine lange Zeit der tückischen Krankheit begleitete. Der Sohn, der Bruder, der Chef, der Freund. Dessen Charakter geprägt war von Aufrichtigkeit, Vertrauen, Lebensfreude, Treue und unbändiger positiver Energie. Für den es keine Probleme gab, nur Lösungen. Der harte Arbeit nicht scheute, aber auch wusste zu leben. Der mit seinem spitzbübischen Charme vom Schlossberg bis nach Rio de Janeiro die Welt unsicher machte. Der auch in schwierigsten Zeiten nicht klagte, sondern nach vorne blickte. Der bei seinen größten Erfolgen am Boden blieb, das Rampenlicht den anderen gönnte. Der stattdessen mit seinen Liebsten in Ruhe sein Bierchen trank. Nun ruht er für immer. „Amoi seg ma uns wieder“ sei uns ein stiller Trost. Bis dahin aber wird uns die Erinnerung an ihn begleiten, auch wenn die Lücke seines Verlustes sich niemals schließen lässt. Danke Stocki, Ruhe in Frieden! Gerald Stockenhuber, wie wir ihn in Erinnerung behalten: voller Lebensfreude mit seiner Andrea in seinem „zweiten Wohnzimmer“, dem San Pietro. LUEF

2021