7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 10 Monaten

18. Dezember 2020

  • Text
  • Steiermark
  • Herbst
  • Millionen
  • Menschen
  • Stadt
  • Oktober
  • Grazer
  • Graz
- Mietobergrenzen, Leerstandsabgaben und Co: So will die Politik für leistbaren Wohnraum sorgen - Sommer war besser als befürchtet: Grazer Hoteliers in Kampfeslaune - Bank zum Handy-Laden kommt am Hauptplatz - Baustellen-Gerümpel im Naherholungsgebiet - Veganer Tag im Land gefordert - Kreuzwirt am Rosenberg hat neu eröffnet

16 graz www.grazer.at

16 graz www.grazer.at 18. OKTOBER 2020 „Geht optimistisch in Im Merano gibt es jetzt auch eine gut sortierte Weinbörse. MERANO Merano startet in den Partyherbst ■■ Als erstes Lokal im Univiertel lädt das Merano ab sofort zum After Uni Drink ab 18 Uhr. Mittwochs, donnerstags und freitags kann man von 18 Uhr bis 1 Uhr feiern und am Samstag ab 19 Uhr. Freitags und samstags wird es auch nach wie vor ein DJ-Line-up geben. Neu ist auch die Weinbörse mit ausgesuchten Spezialitäten. Eine dementsprechende Genehmigung vorausgesetzt, wird es heuer auch einen Wintergastgarten geben. RUNDER TISCH. Grazer Experten aus Politik, Medizin, Wirtschaft und Psychotherapie geben Wegweiser durch den Herbst. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at sen auch die Voraussetzungen geschaffen werden, um einen möglichst positiven Zugang zu ermöglichen“, betont Hohensinner. „Wir müssen unbedingt die Bezirkssportplätze und andere öffentliche Erholungsräume offen halten dürfen. Als die kurzzeitig gesperrt waren, hat man gesehen, dass vielen Menschen die Decke auf den Kopf gefallen ist.“ Da kann es in Familien zu einer „schlechten Nähe“ kommen, wie Wogrolly bestätigt. Positives Umdenken „Da sind dann Eskalationen vorprogrammiert. Man kann die Krise aber ganz anders sehen: nämlich als historisches Ereignis, das vorbeigeht. Jede Krise ist auch eine Zeit des Umbruchs und birgt die Chance auf positive Veränderung. Wenn man das so sieht und nicht als Bürde, die man tragen muss, dann kann man viel gewinnen und daraus mitnehmen. Zum Beispiel kann man sich in Achtsamkeit üben, auf diese Weise kann man das Leben auf ganz neue Art kennenlernen und genießen.“ Manche Grazer haben diese Sichtweise intuitiv bereits umgesetzt. So haben während der Ausgangsbeschränkungen viele zum Sport und zu gesunder Ernährung gefunden, wie Pribitzer Heuer steht uns aufgrund von Corona ein Herbst bevor, wie ihn noch niemand von uns erlebt hat. Um eine Art Wegweiser durch die nächsten Monate zu finden, um die Zeit so gut wie möglich zu überstehen, haben wir Grazer Experten aus relevanten Bereichen zum Runden Tisch versammelt. Neben Sport- und Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner durften wir Psychotherapeutin Monika Wogrolly, WK-Fachgruppenobfrau für Tourismus und Freizeitwirtschaft Daniela Gmeinbauer („Fit im Job“) und Sportmediziner Klaus Pribitzer begrüßen. Grundsätzlich herrschte Einigkeit darüber, dass man sich gerade jetzt nicht fallen lassen dürfe, sondern aktiv an die Herausforderung Corona herangehen müsse. „Natürlich müsweiß. „Die Menschen fangen an, sich an die Zeit anzupassen, gehen aktiv und positiver mit der Situation um und hören auch bewusster in ihren Körper hinein. Ich merke das unter anderem an der enorm hohen Zahl an Patienten, die derzeit zu mir in die Praxis kommen. Man kann die körperlichen Defizite, die womöglich entstanden sind, sehr gut auffangen. Wichtig ist, dass man sich die Freiheit schafft, sich regelmäßig sportlich mit sich selbst zu beschäftigen.“ Geistige Fitness Auch die Arbeitswelt hat sich schnell angepasst. „Viele gehen bereits in diese Richtung, aber im betrieblichen Gesundheitsmanagement wird man das Augenmerk weiter verstärkt auf die Digitalisierung legen müssen“, erklärt Gmeinbauer. „Geistig fit zu bleiben wird uns in den nächsten Monaten wohl am meisten beschäftigen, vielleicht sogar noch stärker als die körperliche Fitness. Viele fürchten um ihren Job, und der Druck steigt. Da muss man sehr achtsam sein.“ Zusammenfassend, und auch hier waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig, solle man keine Angst haben, die Zeit für sich selbst als einmalige Gelegenheit nutzen und sich selbst entfalten. Der Startschuss für das Bauprojekt Allee 10 ist gefallen. VENTA Eggenberg: 115 neue Wohnungen ■■ Bis 2022 entstehen in der Allee 10 gegenüber der FH Joanneum 115 neue Wohnungen. Gemeinsam mit der Baufirma Sterlinger feierte die Venta Group jetzt den Spatenstich für das innovative, moderne Gebäude. Mit Wohnflächen ab ungefähr 30 Quadratmetern bilden die Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen das Fundament für Menschen und Familien mit verschiedensten Bedürfnissen und Ansprüchen. Vor allem Kinder, Jugendliche und Familien sind in der Corona-Krise gefordert. Was nicht noch einmal passieren darf, ist, dass Spielplätze und Bezirkssportplätze gesperrt werden. Das Motto für den Herbst kann nur sein: die größtmögliche Sicherheit für die Risikogruppen und andererseits die größtmögliche Normalität Kurt Hohensinner, Stadtrat für Kinder und Familien.“ Wichtig für den Herbst ist, dass man sich nicht in der Opferrolle verkriecht, sondern dass man die Situation akzeptiert und Ressourcen und Fähigkeiten entwickelt, um damit umzugehen. Man kann zum Beispiel Sport treiben oder Mentaltraining machen und das explizit als Zeit für sich selbst nutzen und diese Monika Wogrolly, Psychotherapeutin Zeit dementsprechend gestalten.“

18. OKTOBER 2020 www.grazer.at graz 17 den Corona-Herbst“ Video auf www.grazer.at Sportmediziner Klaus Pribitzer, WK-Spartenobfrau Daniela Gmeinbauer, Stadtrat Kurt Hohensinner, Psychotherapeutin Monika Wogrolly und „Grazer“-Chefredakteur Tobit Schweighofer (v. l.) sprachen über den Corona-Herbst.ALLE FOTOS: SCHERIAU Klaus Pribitzer, Sportmediziner Am besten kommen wir durch die Krise, wenn wir uns darauf einstellen und uns körperlich so gut es geht fit halten. Den inneren Schweinehund hat es vor Corona gegeben und es wird ihn auch danach geben. Nur die Ausrede fällt jetzt leichter. Wenn wir ihn trotzdem bezwingen, dann werden wir diese Zeit auch körperlich schon gut überstehen.“ Ich nehme die Einschränkungen nicht als Verbote auf, sondern helfe mit, diese Einschränkungen auch mitzutragen. Damit wir diese Zeit gemeinsam ganz schnell vorbeibringen und dann wieder unseren gewohnten Alltag leben dürfen, wie wir ihn vor Corona gehabt haben. In diesem Sinne also: nicht an die Verbote denken, Daniela Gmeinbauer, Fachgruppenobfrau Tourismus sondern ans Mithelfen!“

2021