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18. Dezember 2020

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- Mietobergrenzen, Leerstandsabgaben und Co: So will die Politik für leistbaren Wohnraum sorgen - Sommer war besser als befürchtet: Grazer Hoteliers in Kampfeslaune - Bank zum Handy-Laden kommt am Hauptplatz - Baustellen-Gerümpel im Naherholungsgebiet - Veganer Tag im Land gefordert - Kreuzwirt am Rosenberg hat neu eröffnet

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14 graz www.grazer.at 18. OKTOBER 2020 Lese-Lust Der Stromverbrauch in Graz, gemessen in Kilowattstunden, erreicht inzwischen wieder ungefähr das Verbrauchsniveau vom Vorjahr. Graz: Stromverbrauch normalisiert sich wieder CORONA. Der Stromverbrauch in Graz liegt wieder annähernd so hoch wie im September 2019. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Im Corona-Lockdown in den Monaten März, April, Mai 2020 sank der Stromverbrauch in ganz Österreich nach unten. Obwohl der Stromverbrauch in den Haushalten, da die meisten daheim waren, anstieg, sank der Verbrauch dennoch, weil viele Geschäfte und Betriebe schließen mussten und kaum Strom brauchten. Auch in Graz kein anderes Bild: weniger Stromverbrauch im strengen Corona-Lockdown und Normalisierung jetzt wieder auf dem Niveau des Vorjahres. Für die Schwankungen sorgten auch in Graz coronabedingte Schließungen von Betrieben in allen Bereichen. Jetzt beginnt sich in Graz der Stromverbrauch wieder zu normalisieren. Wie Sarah Spörk, Kommunikation Energie Graz, vermittelt, betrug die Netzabgabe der Stromnetz Graz GmbH & Co KG im März 2020 rund 82,9 Millionen Kilowattstunden (kWh) und im August 2020 rund 72,9 Millionen kWh. Im Vergleich dazu betrug die GETTY Netzabgabe via Energie Graz im März 2019 rund 84,8 Millionen kWh und im August 2019 rund 72,6 Millionen kWh. Normalisierung Der Stromkonsum in Gesamtösterreich zeigt ähnliche Werte wie in Graz. Jetzt hat sich die Verbrauchslage wieder normalisiert. Im März 2020 wurden in Österreich, in Megawattstunden gemessen (MWh), 5,30 Millionen MWh verbraucht. Im Vergleich dazu der Verbrauch in Megawattstunden im Vorjahr 2019: 5,48 Millionen MWh. Im April 2020 ähnlich, hier wurden in Österreich 4,39 Millionen MWh verbraucht, gegenüber 4,92 Millionen 2019. Im Mai 2020 waren es 4,62 Millionen MWh gegenüber 5,08 Millionen MWh 2019. Ab Juli 2020 begann sich der Stromverbrauch im ganzen Land zu normalisieren. Im Juli 2020 lag der Stromverbrauch in Österreich bei 4,79 Millionen MWh (2019: 4,83 Millionen MWh) und letztlich lag er im August 2020 bei 4,73 Millionen MWh gegenüber 4,71 Millionen 2019. LITERATUR. Die Grazer beweisen auch in der Corona-Krise ihre Liebe zum Buch. Wir kennen die „Best-Leiher“ der Stadtbibliothek. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Das Wetter soll in den kommenden Tagen ja eher zum Daheimbleiben einladen, wenn man den Vorhersagen Glauben schenken darf. Ideale Gelegenheit also, sich in den heurigen Lese-Herbst zu stürzen. Denn gelesen wird immer, und dass sich die Grazer auch in – oder vielleicht gerade wegen – der Corona-Pandemie mehr Zeit für entspannte Lesestunden nehmen, beweisen die Ausleih-Zahlen der Grazer Stadtbibliothek. Die können sich seit dem wieder real möglichen Bibliotheksbesuch wahrlich sehen lassen. Und wie sieht’s mit den angesprochenen Zahlen nun aus? Gut 800.000 Entlehnungen fanden bei der Stadtbibliothek im aktuellen Kalenderjahr statt, davon ein großer Teil, rund 500.000 (das sind 63 Prozent), für Printmedien. Außerdem wurden 50.000 Downloads von eBooks verzeichnet. Im Segment der Belletristik wurde Thomas Stipsits’ „Kopftuchmafia“ am öftesten geliehen, gefolgt von Lucinda Rileys „Die sieben Schwestern, Band 6: Die Sonnenschwester“ und Jo Nesbos Werk „Messer“, Vea Kaisers „Rückwärtswalzer“ und Andreas Kiendls „Leibnitz“. Bunt gemischt geht’s bei den Sachbüchern zu: Platz 1 geht an die Guinness-Bücher der Rekorde 2018, 2019 und 2020, gefolgt von Michelle Obamas „Becoming“ und den drei Ernährungsbüchern „Intervall-

18. OKTOBER 2020 www.grazer.at graz 15 statt Krisen-Frust fasten“ (Petra Bracht), „Der Ernährungskompass“ (Bas Kast) und „Brot backen“ (Christina Bauer). Der Lesenachwuchs setzt (nach wie vor) auf die Reihe „Gregs Tagebuch“ von Jeff Kinney: Die Plätze 1 bis 13 gehen an die Reihe! Nur Joanne K. Rowling unterbricht mit „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ die Liste. In der Kategorie Jugendbuch siegt Ursula Poznanskis „Erebos“, gefolgt von Rick Riordans Percy-Jackson- Reihe (Platz 2 bis 6). „Gerade jetzt in einer Zeit, in der zahlreiche kulturelle Events und Bildungsangebote mit Absagen und Einschränkungen verbunden sind, gewinnen die Bibliotheken noch stärker an Bedeutung. Die Grazer Stadtbibliothek ist eine ungemein wichtige Ressource für niederschwellige Bildung und soziales Miteinander“, meint Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner zur ungebrochenen Leselust. Beethoven und Kaffee Literaturfreunden wird seit Anfang Oktober aber mehr geboten als bedruckte Seiten. Kinder dürfen sich über Veranstaltungen bei der Leseinsel „Labuka“ freuen: Neben englischen gibt’s jetzt auch griechische Themenbezüge, außerdem setzt man sich mit dem 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens auseinander. Musikalisch widmet Bibliotheksleiterin Roswitha Schipfer und Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner dürfen sich über sensationelle Leih-Zahlen trotz harter Zeiten freuen. STADT GRAZ/FISCHER man sich Gute-Nacht-Liedern, bei der Veranstaltung „Einfach tierisch“ kommt ein vierbeiniger Besucher aus dem Kleintierzentrum auf die Insel. Für Jugendliche gibt’s im „[kju:b]“-Programm Workshops zu „Dungeons and Dragons“, Videospielen und zum Thema Integration, Schreibwerkstätten und einen Nachhaltigkeits-Workshop zum aktuellen Thema „Cupping“ inklusive Kaffee-Verkostung. 7er: Bestehende Endstation bleibt ■■ Eine neue Wendeschleife der Straßenbahn-Linie 7, die durch ein Einfamilienhaus-Gebiet in Eggenberg geführt hätte, regte Anrainer auf. Stadträtin Elke Kahr stellte jetzt klar, dass die Pläne vom Tisch sind. „Diese Überlegungen, die auf dem älteren Plan einer Verlängerung bis zur Belgierkaserne fußten, haben keine Aktualität und werden aus dem Bebauungsplan gestrichen.“

2021