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18. August 2019

- Sogar Jihadisten mussten freigelassen werden: Grazer Justiz ist kurz vor dem Zusammenbruch - Glashaus im Botanischen Garten wird saniert - Oldtimer-Straßenbahn fährt wieder - Stinkender Schaum im Kroisbach regt auf - Wirbel um Haltestelle vor der Heim-Eingangstür - Klimaforscher schlagen Alarm für Graz - Food Festival Graz 2019

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14 graz www.grazer.at 18. AUGUST 2019 S E R V I C E Leser Briefe redaktion@grazer.at Wanderer unter Rädern In Zusammenhang mit der sogenannten Attraktivierung des Plabutsch wurde den Grazern von den Seilbahnbefürwortern ein Mitspracherecht versprochen, um Wanderwege zu optimieren. Tatsächlich geschieht das Gegenteil: Die Holding Graz betrachtet Wanderwege, sofern sie vom Alpenverein nicht markiert wurden, als Verfügungsmasse, um daraus Downhill- Abfahrten für Biker machen zu können und die Wanderer auszuschließen. Das Forstgesetz hingegen sieht Wegefreiheit für Fußgänger im Wald, allenfalls die Anlegung von Umgehungswegen, vor. Im Falle des „Short West“ zwischen Gaisberg und Gaisbergsattel hat die Holding im Vorjahr zwar einen Umgehungsweg für Wanderer angekündigt, wofür auch ein Vorschlag vorliegt, aber keine Taten folgen lassen, sodass der Höhenkammweg dort noch immer für Wanderer mittels Tafeln „gesperrt“ ist, auf denen auch noch der eher zynisch wirkende Slogan „Gemeinsam mit Rücksicht“ prangt. Überhaupt fehlt in Graz eine Stelle, die sich um solche Fälle kümmert, damit Wanderer nicht „unter die Räder“ kommen. Viktor Pölzl, Graz * * * Falscher Anwalts-Ton Ich verkaufte vor einigen Jahren mein Haus, abgewickelt wurde die Sache über einen Anwalt aus einer Grazer Anwaltsfamilie. Vor wenigen Wochen erhielt ich die Nachricht eines Ziviltechnikers, dass noch einige Quadratmeter der Straße mir gehörten. Offenbar hat diesen Umstand der Anwalt „übersehen“. Ich hatte einen Termin bei besagtem Anwalt, legte die Grundbuchunterlagen vor und ersuchte, diesen Fehler zu korrigieren, allerdings nicht auf meine Kosten. „Die Kohle zahle ich sicher nicht“, so der Anwalt. Dann wagte ich es zu fragen, ob ich für die paar Quadratmeter vielleicht noch ein paar Euro bekommen könnte. „Woll’n ’S mich verarschen? Da ist die Tür.“ Ich war völlig perplex – ist das die Art und Sprache, mit der unsere Anwälte mit Menschen umgehen? Christine Behounek, Graz * * * Geldgier zerstört Umwelt Zum Leserbrief „Verlogenes Gerede“: Ich danke Ihnen für Ihren so treffenden Leserbrief. Endlich traut sich jemand zu sagen, was auf der Welt umweltzerstörungstechnisch vorgeht und nicht nur Österreich die Welt retten muss. Ich stimme Ihrem Brief inhaltlich voll zu und würde mir auch wünschen, dass die umweltzerstörende Geldgier endlich ein Ende hat. Ich war schon in vielen Ländern unterwegs und konnte sehen, was die für den Umweltschutz tun, nämlich nicht wirklich etwas. Würden alle Menschen auf der Welt nachhaltiger einkaufen, oder nicht so viele Lebensmittel zum Wegwerfen kaufen, bräuchten auch nicht mehr Regenwälder abgeholzt werden. Günstige Ware aus China ist nicht besser als Waren mit kürzerer Anreisezeit. Und außerdem sollte man einmal überall auf der Erde nachdenken: Eine neue Erde oder frische Luft zum Atmen kann sich keiner kaufen. Margarethe Rinnhofer, Graz * * * Müllsammelstelle fehlt Seit Wochen wird in der St. Veiter Straße die Wasserleitung erneuert. In Zusammenhang damit hat man auch die Müllsammelstelle beim Kortschakweg unangekündigt entfernt – leider bislang (12. August) ohne Angabe der Dauer und vor allem ohne Angabe von Alternativstandorten. Die Holding bedauert auf Anfrage, „dass durch die plötzliche Dringlichkeit der Situation keine Verständigung beim Standort angebracht werden konnte“. Tja, vielleicht mangelt es im Sommer an Personal oder Druckerpapier ... Manfred Hohl, Graz Partydreck vor Verschmutzung – „Dieses Wochenende gab es wie fast jede Woche wieder eine Party vorm BRG Lichtenfels, bei der alles vermüllt wurde“, regt sich Diana Deu auf. „Abgesehen von der ständigen Lärmbelästigung und von Glasscherben, die ja für die Hunde und Menschen nebenan im Park und auf der Straße sicher ein Risiko sind, frage ich mich schon, warum hier nur tatenlos zugesehen wird?!“ KK (3) ARG. Vor dem Lichtenfelsgymnasium kommt es regelmäßig zu Feiern, bei denen alles liegen bleibt. Außerdem ärgern sich unsere Leser über die Post und über Radler ohne Helm. S E R V I C E Grazer Hotline Mo bis Fr von 8 bis 16 Uhr Wenn Sie sich über etwas in der Stadt ärgern oder wenn Sie etwas loben wollen, greifen Sie zum Telefon! Wir hören Ihnen zu und versuchen Ihnen zu helfen. Rufen Sie einfach die Grazer-Hotline 0 316/23 21 10

18. AUGUST 2019 www.grazer.at graz 15 der Schule Unterm Uhrturm Paket nachlaufen – „Mit der Post ist es ein Spießrutenlauf“, ärgert sich Leser Martin Gabaliero. „Ich habe extra auf ein Prime-Paket gewartet, bekam aber einen gelben Zettel. Nach zehn Minuten Warten erklärte man mir, ich sei am falschen Postamt. Beim richtigen dann wieder 15 Minuten gewartet, hieß es, die Dame habe keine Zeit, das Paket zu suchen, ich solle mich an die Hotline wenden. Dort hab ich erfahren, dass es zehn Kilometer entfernt in Kalsdorf ist!“ Kein Helm: 500 € – www.grazer.at Die Leserin Evelyn Stering ärgert sich darüber, dass im Augarten eine Familie mit sichtbarem Migrationshintergrund Rad fuhr, aber ohne Helme. Auch die Kinder hatten keine. Zwei zufällig daneben stehende Polizisten wurden darauf aufmerksam gemacht. Die winkten ab: „Die verstehen uns eh nicht.“ Bei Nichtbeachtung der Helm pflicht sollten die Eltern saftige Strafen bekommen, nicht 50, sondern 500 Euro, so die empörte Leserin. Sechs neue Radargeräte wie diese sollen ab sofort vor allem in den Tempo-30-Zonen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Tempo 30: Neue Radare LUEF, KK ■■ Es waren zig Hinweise, wo besonders oft gerast wird, die unsere Leser zu Beginn des Jahres an uns übermittelt hatten. Wir haben diese ans Straßenamt weitergeleitet. Mehr Kontrollen und zusätzliche Radargeräte waren damals das Versprechen. Und dieses wurde jetzt eingelöst: Neue Blitzer wurden in den letzten Tagen aufgestellt – in der Schubertstraße, der Krottendorfer Straße, am Schwarzen Weg, in der Babenbergerstraße, der Rudersdorfer Straße und am Stern äckerweg. Dabei handelt es sich um neuartige Geräte, die aussehen wie dünne schwarze Säulen. Anders als die älteren Modelle können sie die Autos auch von vorne blitzen. Mehrere Fahrspuren können erreicht werden.

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