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18. August 2019

- Sogar Jihadisten mussten freigelassen werden: Grazer Justiz ist kurz vor dem Zusammenbruch - Glashaus im Botanischen Garten wird saniert - Oldtimer-Straßenbahn fährt wieder - Stinkender Schaum im Kroisbach regt auf - Wirbel um Haltestelle vor der Heim-Eingangstür - Klimaforscher schlagen Alarm für Graz - Food Festival Graz 2019

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10 graz www.grazer.at 18. AUGUST 2019 Diese gelben Bänke aus Schalungsplatten werden verteilt. JAKOB Jedem Grazer sein eigenes Bankerl ■■ Die Gruppen „brauchst“ und „Studio Magic“ haben es sich zur Aufgabe gemacht, den konsumfreien öffentlichen Raum auszubauen. Jedem Grazer möchten sie deshalb ein Bankerl schenken – insgesamt 280.000 Stück. Jetzt werden die nächsten der gelben Bänke verteilt: Am 14. September von 14 bis 19 Uhr werden im Innenhof der Klosterwiesgasse 14 die nächsten 200 an Interessierte vergeben. Es gilt: Wer zuerst kommt, sitzt zuerst. GETTY Klimaforscher schlagen Alarm für Graz WAHNSINN. Laut aktueller Klimaprognose wird es bei uns bis zum Ende dieses Jahrhunderts bis zu 43 Hitzetage mehr geben und 5,7 Grad heißer werden. Der kostenlose Handyworkshop findet im Oeverseepark statt. KK Senioren wird Handy erklärt ■■ In Gries findet am 28. August um 14 Uhr ein Handyworkshop statt, bei dem Jugendliche bereit sind, Senioren das Telefon besser zu erklären. Sie werden Fragen beantworten und ihnen zeigen, wie ein richtiger Umgang mit dem Smartphone funktioniert. Geplant ist auch, ihnen die „Schau auf Graz“-App näherzubringen, mit der jeder einen Beitrag zur Verbesserung der Sauberkeit in Graz leisten kann. Das Ganze ist kostenlos und wird vom Verein Forum Gries wieder im Oeverseepark veranstaltet. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Das „Austrian Panel on Climate Change“ hat im Vorjahr ein umfassendes Werk zum Thema „Gesundheitliche Folgen“ veröffentlicht. Konsens darin: Selbst ein moderater Temperaturanstieg ist mit einer erhöhten Sterblichkeitsrate verbunden. Ältere Menschen (in Graz wird schon im Jahr 2050 jeder Vierte über 65 Jahre alt sein), Kinder und Patienten mit Herz-Kreislauf- Ohne Klimaschutzmaßnahmen wird die Anzahl der Hitzetage (das sind Tage mit einer Höchsttemperatur von über 30 Grad) um bis zu 43 Tage zunehmen. Die etwas bessere Nachricht ist: Es ist noch nicht ganz zu spät. Mit entsprechenden Maßnahmen kann die Zunahme auf vier bis neun Hitzetage reduziert werden. Das ist das besorgniserregende Ergebnis einer aktuellen Addendum- Studie auf Datenbasis der von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), Wegener Center und Universität Salzburg errechneten Szenarien. Auch die weiteren erhobenen Daten und Ausblicke geben wenig Anlass zur Freude: Bis zu 5,7 Grad heißer ■ Die Sommermonate in Graz waren in den vergangenen zehn Jahren um 1,9 Grad Celsius wär- mer als jene vor 50 Jahren (1971– 2000) – die Höchsttemperaturen liegen häufiger im Bereich über 26,6 Grad. Für ganz Österreich gilt: In keiner einzigen Gemeinde ist der durchschnittliche Sommer kälter geworden. ■ Bis zum Ende des Jahrhunderts (2071 bis 2100) soll die mittlere Sommertemperatur in Graz ohne Klimaschutzmaßnahmen zwischen 3,3 und 5,7 Grad zulegen, bei Einhaltung des Pariser Abkommens aber nur zwischen 0,7 und 1,7 Grad. Gesundheitliche Folgen Erkrankungen sind besonders gefährdet. Vor allem in Städten kommen viele Faktoren zusammen. Aufgrund der hohen Bebauungsdichte, des hohen Versiegelungsgrades (Hitze inseln, weniger Grünflächen) und zusätzlicher Wärmequellen ist der Temperaturanstieg besonders hoch. Tödliche Hitze Statistisch betrachtet steigt die Zahl der Todesfälle pro Tag oberhalb einer Tagesmaximaltemperatur von 20–25 °C. So starben etwa während der Hitzewelle im August 2003 in zwölf europäischen Ländern innerhalb von zwei Wochen fast 40.000 Menschen mehr als im langjährigen Durchschnitt. Für Österreich wird bei einem moderaten Klimawandelszenario mit 1060 Todesfällen pro Jahr gerechnet. Das größte Risiko gibt es wiederum in den Ballungszentren. Weniger Hitzestress darf sich aber keine Gemeinde erhoffen.

18. AUGUST 2019 www.grazer.at graz 11 Congress im Foto-Fokus KLICK. Welt-Marken, Fotoprofis und Kamera-Modelle laden zum „Foto Park“. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at In Graz wird am 13. und 14. September alles rund ums Thema Fotografie sprichwörtlich ins rechte Licht gerückt – beim ersten „Foto Park“, einer umfangreichen Messe für alles rund ums Thema Fotografie. Es ist das erste Mal, dass eine Veranstaltung dieses Ausmaßes im Bereich der Fotografie in Graz stattfindet (in St. Pölten feierte man Österreich-Premiere), dementsprechend wurde mit dem Congress auch ein entsprechender Rahmen gewählt. Dort steht auf insgesamt 1500 Quadratmetern, so Foto-Park- CEO Viktor Nezhyba, alles im Zeichen von „Anschauen-Probieren- Testen-Mitmachen“. Die Besucher können jede Menge Kameras verschiedenster Art sowie Zubehör und Objektive ausprobieren. Im Stefaniensaal können Arbeiten der Ortweinschule ausgestellt werden, mehrere Fotografen präsentieren im weiteren Areal ihre Werke. Für das Event in Graz hat man sich namhafte Gäste ins Boot geholt. „Alle großen Kamerahersteller wie Canon, Sony, Olympus, Fuji, Nikon und Leica sind mit dabei“, berichtet Nezhyba. Fotofachhändler aus der Murmetropole sind natürlich auch vertreten. Aber auch die Be- Im Congress können Kameras getestet werden sowie jede Menge Ausrüstung. FOTO PARK sucher selbst werden im Congress aktiv ins Geschehen eingebunden. Geführte Fotoshootings (u. a. gibt es ein Shooting eines „Aufsteirern“- Trachtenpärchens) oder Live- Bodypainting werden präsentiert. Und dem Grazer Topfotografen und Fuji-Ambassador Michael Schnabl kann man bei der Arbeit über die Schulter schauen. Tickets für den Foto Park gibt es bei Ö-Ticket. Diese Schilder weisen Besitzer auf die baldige Abschleppung hin. KK Räder werden eingesammelt ■■ Rund 600 Fahrräder pro Jahr werden in Graz abgeschleppt, weil sie von ihren Besitzern einfach vergessen wurden. Im Auftrag des Straßenamtes werden sie nach einer Zwischenlagerung von mindestens zwei Monaten bei der Firma Wuthe wiederverwertet oder verschrottet. Seitens des Verkehrsressorts wurden die für die Altrad-Entsorgung aufgewendeten Mittel für 2019 aufgestockt und die Intervalle der Einsammlung verkürzt. Die nächste findet morgen, 19. August, statt.

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