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18. April 2021

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- 366 Ideen fürs BürgerInnenbudget - Corona-Umfrage: Grazer leben lieber in der Stadt - Messervorplatz wird neu gestaltet - Diese Denkmäler müssen geschützt werden - Der erste Sportmontag - App-Gewinnspiel geht in Runde 2

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graz 4 graz www.grazer.at 18. APRIL 2021 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Es war gut und richtig, das Sportjahr auszurufen.“ Sportstadtrat Kurt Hohensinner sah sich diese Woche angesichts der steigenden Sportlust der Bevölkerung bestätigt. PACHERNEGG Grazer leben lieber Das Herz-Jesu-Viertel hätte großes Potenzial für Garagen.GETTY Garagen speziell für Quartiere ■ Graz wächst, und Platz für Grünraum wird zur Mangelware. Eine Idee von den Grünen dafür, den ruhenden Verkehr von der Straße zu holen, sind Quartiersgaragen. Quartiersgaragen sind ober- oder unterirdische Einrichtungen, die Parkplätze von der Straße wegholen und in Parkhäusern bündeln. Umweltstadträtin Judith Schwentner sieht in diesem Projekt für Graz großes Potenzial, man könne den gewonnenen Platz für Bäume, Rad- und Fußwege oder kleine Ruhezonen nutzen. Landeshauptmann H. Schützenhöfer (r.) & Stellvertreter A. Lang STREIBL Comebackplan für Wirtschaft ■ Die Corona-Pandemie hat mittlerweile schwerwiegende Folgen für die österreichische Wirtschaft. Die Bundesregierung veröffentlichte Anfang der Woche einen Comebackplan. Auch der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer nannte dies als einen seiner Schwerpunkte, als er im Jänner den Vorsitz der Landeshauptleute-Konferenz übernahm, und begrüßte die Pläne. Durch den Comebackplan sollen 500.000 Menschen wieder beschäftigt werden. In der Corona-Krise hat sich das Angebot der Stadt für die Grazer bewährt, die Mehrheit bevorzugt urbanes Leben. derGrazer Was vermissen Sie in der Corona-Zeit? „Dass mein Sohn einen geregelten Schulalltag hat, und auch den Kontakt zu den Großeltern.“ Daniela Gratzer, 49, Physiotherapeutin „Das gesellige Zusammensitzen mit Freunden im Schanigarten. Das fehlt mir momentan schon sehr.“ Peter Posch, 79, Pensionist „Ich vermisse es, fremde Leute mit anderer Meinung kennenzulernen. Austausch mit anderen fehlt.“ Max Deliner, 29, Student Blitzumfrage „Ich vermisse das Theater, das Kino und Konzerte. Eigentlich fehlen alle Kulturveranstaltungen.“ Alexandra Scheucher, 50, Angestellte ? GETTY ALLE FOTOS: DER GRAZER „Mir fehlen Partys und zum Tanzen in den Club oder in die Disco zu gehen. Auch Festivals gehen mir ab.“ Lucas Lauer, 28, Ingenieur

18. APRIL 2021 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP 200.000 Steirer geimpft Ein Impf-Meilenstein wurde diese Woche erreicht: Über 200.000 Steirer haben die Erstimpfung erhalten. Hohe Verluste Bürgermeister Siegfried Nagl gab bekannt, dass das Haus Graz durch Corona bis jetzt 100 Millionen Euro verlor. FLOP ➜ in der Stadt als am Land UMFRAGE. Die Grazer ziehen die Stadt dem Land vor, das ist eines der Ergebnisse einer Umfrage über Befindlichkeiten in Corona-Jahren 20/21. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Weil jetzt gerade immer wieder die Rede davon ist, dass sich die Grazer, wenn sie könnten, lieber am Land ansiedeln wollten, zwecks Grün und Ruhe, kommt das Ergebnis einer Umfrage der Stadt Graz in der Frage „Finden Sie es derzeit als Vorteil, in einer Stadt wie Graz zu leben, mit dem Lebensmittelangebot, Spitals- und Infrastrukturausstattung, gegenüber einer kleinen Landgemeinde?“ überraschend: 77,33 Prozent der Befragten sagten „Ja“, sie finden es vorteilhaft, in der Stadt zu leben, und nur 13,33 Prozent meinten „Nein“, der Rest konnte sich nicht entscheiden. Die Antworten in den Altersgruppen sind interessant: Bei den 16- bis 29-Jährigen gaben 75 Prozent der Stadt den Vorzug vor dem Land, und in der Gruppe 50 und älter sagten gleich 83 Prozent „Ja“ zur Stadt. Dabei gleichen sich die Antworten vom linken und rechten Murufer. Die Erreichbarkeit von Grünraum wird auch 2021 als (sehr) gut von der Bevölkerung eingeschätzt – am linken Murufer (Mittelwert 1,6) jedoch tendenziell besser als am rechten Mur ufer (MW: 1,9) –, wie bereits im Krisenjahr 2020. Menschliche Nähe fehlt Bei der Frage „Was fehlt am meisten zu Zeiten der Corona- Krise?“ waren die Antworten in allen Altersgruppen gleich. Allen fehlen die sozialen Kontakte und die Nähe zu Menschen. Die gewohnten Sportmöglichkeiten fehlen den Männern am meisten, vermehrt in der Gruppe der über 50-Jährigen. Was bei der von m(Research Marktforschung Merchandising Consulting durchgeführten Befragung nach Befindlichkeiten der Grazer in der Corona-Pandemie auffiel, war, dass sich die meisten in der Krise Sorgen um die Gesundheit von Familienmitgliedern machen. Je älter, desto eher sorgt man sich tendenziell um die eigene Gesundheit. Psychische Belastungen sind auch vermehrt Sorgen der jüngsten Befragten. Bürgermeister Siegfried Nagl, der den Auftrag zu dieser Umfrage gab: „Das letzte Jahr hat viele Stärken und Schwächen unseres urbanen Raums aufgezeigt. Neben der erstklassigen medizinischen Infrastruktur und der guten Erreichbarkeit von nahe gelegenem Grünraum gilt es sich nun verstärkt der Vereinsamung und den entstandenen psychischen Erkrankungen der Grazerinnen und Grazer zu widmen.“ Umfrage (Auszug) ■ Wie gut bewerten Sie die Erreichbarkeit der nahe liegenden Grünräume und Grünflächen? 47,7 % sagten „sehr gut“, 28,8 % eher gut, 1,5 % fanden die Erreichbarkeit „gar nicht gut“. ■ Was fehlt Ihnen zu Zeiten der Corona-Krise am meisten? 52 % vermissen Kontakt zu Familie und Freunden, 37 % gemeinsame Ausflüge und Treffen. 28 % fehlen Kulturevents, 20 % Sportmöglichkeiten. 10 % fehlt „gar nichts“. (Es waren 3 Antworten möglich.) ■ Größte Sorgen der Grazer in der Corona-Krise: 43 % machen sich Sorgen um die Gesundheit von Familienangehörigen, 29 % um die eigene Gesundheit, 11 % haben Existenzängste, 4 % fürchten den Verlust des Eigenheims, 14 % haben Angst vor Vereinsamung, 25 % sorgen sich über psychische Belastungen und 15 % haben überhaupt keine Sorgen.

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