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18. April 2021

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- 366 Ideen fürs BürgerInnenbudget - Corona-Umfrage: Grazer leben lieber in der Stadt - Messervorplatz wird neu gestaltet - Diese Denkmäler müssen geschützt werden - Der erste Sportmontag - App-Gewinnspiel geht in Runde 2

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20 eco graz www.grazer.at 18. APRIL 2021 Fabian Kleindienst 20 fabian.kleindienst@grazer.at Gender-Gap in der Wirtschaft: Vor allem Frauen, Jugendliche und ältere Langzeitarbeitslose stehen im Fokus unserer arbeitsmarktpolitischen Initiativen.“ Soziallandesrätin Doris Kampus vermutet eine langsamere Erholung am Arbeitsmarkt als in der Wirtschaft und steuert dagegen. PETER DRECHSLER „Frauen verkaufen sich viel Christina Teusl und Denise Vorraber (FEMINDS) sowie Melita Cepin (Uella) wollen Frauen in der Wirtschaft unterstützen. CHRISTIAN KRACHLER, UELLA WICHTIG. Zwei neue Grazer Organisationen unterstützen Frauen dabei, als Unternehmerinnen in der Wirtschaft Fuß zu fassen. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Die Freude war groß, als vor Monaten bekannt wurde, dass 2020 mehr Menschen in Graz den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben als je zuvor – und fast die Hälfte davon Frauen waren. Gleichzeitig wurde die Ungleichbehandlung von Frauen in der Wirtschaftswelt diese Woche RealTalk in der Heimat Die Bestellungen werden innerhalb von 40 Minuten zugestellt. KK Lieferando liefert Interspar-Speisen ■ Frisch gekochte Speisen aus dem Interspar-Restaurant bequem vor die Haustüre oder ins Büro liefern lassen? Dank der Kooperation mit dem Zustelldienst Lieferando.at können ab sofort köstliche Gerichte bei insgesamt 14 Interspar-Gastronomiebetrieben in Wien, Linz, Salzburg, Graz, Klagenfurt und Innsbruck bestellt werden. Die Zustellung von Pasta, Burger, Schnitzel und Co. via Lieferdienst wird nicht nur aufgrund der Corona-bedingten Gastronomieschließung immer beliebter. TOLL. Das Start-up RealTalk siedelt in ein neues Büro in Gratwein- Straßengel und startet im Mai mit der Gemeinde eine Workshopreihe. ■ Mit ihren „RealTalk“-Events sind die beiden Jungunternehmer Georg Merkscha und Philipp Puregger seit Jahren erfolgreich. Drei Sprecher teilen dabei jedes Mal in 15 Minuten ihr Wissen sowie inspirierende Erfahrungen und sorgen so für Bildung, die es nicht in der Schule gibt. Zuletzt ist RealTalk immer RealTalk-Gründer Philipp Puregger, Gemeinderat Gernot Papst, RealTalk- Gründer Georg Merkscha und Bürgermeister Harald Mulle (v. l.) im Büro MORITZ LINNI weiter gewachsen – bei der Suche nach einem passenden Büro wurden die Start-up-Gründer nun in ihrer Heimatgemeinde Gratwein-Straß engel fündig – und es entstand gleich eine Partnerschaft. Die alte Bibliothek in Judendorf wurde nach Gesprächen mit Bürgermeister Harald Mulle und Gemeinderat und Ausschussobmann für Jugend, Bildung und Sport Gernot Papst zum Büro umfunktioniert und dient künftig als Zentrale für die Projektentwicklung und das Eventmanagement. Unter dem Motto „RealTalk goes Gratwein-Straßengel“ findet im Mai nun die Premiere einer Workshopreihe statt. So will man auch die Gemeinde weiter voranbringen. Behandelt werden sollen dabei die Themen Mut, Zeitmanagement und die Kunst des klaren Denkens. Darüber hinaus ist ein Überraschungsworkshop mit Zauberer Christoph Kulmer geplant.

18. APRIL 2021 www.grazer.at graz eco 21 ➜ TEURER GETTY (2) Wohnungsmiete +5,4 % Wer zur Miete wohnt, muss heuer tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahr. Der Preis ist etwas gestiegen. Dieseltreibstoff –5,5 % Günstiger im Jahresvergleich wurde es für Besitzer von Dieselautos. Der Treibstoff ist billiger als 2020. BILLIGER ➜ zu oft unter ihrem Wert“ am Beispiel der „Pinky Gloves“ einmal mehr zum Thema. Zwei junge Männer hatten mit ihrer Idee pinker Handschuhe, die gleichzeitig als Müllbeutel für Periodenprodukte dienen sollten, ein Investment in der VOX-Show „Höhle des Löwen“ abgestaubt. Kritisiert wurde daran vieles – unter anderem, dass ein Jahr zuvor zwei junge Frauen im gleichen Format mit der Idee einer (mittlerweile sehr erfolgreichen) Periodenunterwäsche abblitzten – trotz sinnhafterer Anwendbarkeit. „Laut Harvard Business Review bekamen weiblich geführte Startups im letzten Jahr weltweit nur 2,3 Prozent der Investitionen“, erzählt Denise Vorraber. Sie hat gemeinsam mit Christina Teusl das Projekt „FEMINDS“ gegründet, das Frauen beim Start ihrer Unternehmerkarriere unterstützen soll. Beide sind schon lange in der Startup-Szene tätig und haben gemerkt, dass hier Bedarf besteht: „Unser Ziel ist es, Frauen den Schritt in die Selbstständigkeit zu erleichtern“, so Vorraber. Dafür halten sie regelmäßig sogenannte „Meetups“ ab, bei denen sie Inputs rund um die Persönlichkeitsentwicklung geben, Speakerinnen zu Themen wie Zeitmanagement einladen und Frauen die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren. „Wir haben gesehen, dass ganz viel verstecktes Potenzial da ist. Und gerade bei Frauen mangelt es oft an Selbstbewusstsein, sie verkaufen sich unter Wert“, so Teusl. Wissen, was man kann In eine ähnliche Kerbe schlägt Melita Cepin, die im Jänner in Graz die Non-Profit-Organisation „Uella“ gegründet hat. „Der Gender-Gap ist gerade in Österreich immer noch sehr groß“, betont sie. Die Organisationspsychologin fokussiert auf die Entwicklung der emotionalen Fähigkeiten. „Es passiert oft, dass Frauen einen Masterabschluss haben, später ein paar Jahre zuhause bleiben, weil sie Kinder haben, und dann in Jobs weit unter ihren Qualifikationen arbeiten. Das ist nicht okay, und da will ich sie ermutigen, ihre Talente und ihr Wissen auch richtig zu verkaufen.“ Cepin arbeitet dabei mit Frauen weltweit, aus Südafrika, Kenia, den USA – und eben Graz. Ihr Ziel: 60 Frauen noch in diesem Jahr zu „empowern“. Und das in kostenlosen Beratungen, Trainings und Workshops – wofür sie mit ihrer Non-Profit-Organisation auf Spenden angewiesen ist. Sie betont: „Wir müssen weg von dem Bild, dass es männliche Fähigkeiten braucht, um erfolgreich zu sein. Wir müssen die Fähigkeiten der Frauen auf den Tisch bringen – die liegen oft im sozialen Miteinander, und das braucht es aktuell besonders.“ Wie Uella kostenfrei sind die Netzwerk-Treffen bei FEMINDS, ob Meetups oder die täglichen Wakeup-Calls, in denen die Community miteinander aufsteht. Warum es diese Termine braucht? Vorraber: „Ganz wichtig sind Vorbilder. Frauen müssen sehen: Hey, andere haben etwas Ähnliches durchgemacht und haben sich getraut.“ Willkommen sind Unternehmerinnen, Gründerinnen und alle, die es noch werden wollen. W I R T S C H A F T Positive Bilanz Nachhaltig bauen EcoNews fabian.kleindienst@grazer.at Raus aus der Krise ■ Die Arbeitslosigkeit ist aufgrund der Coronapandemie stark angestiegen, mit 8,4 Prozent liegt die steirische Quote aber unter dem Österreichschnitt, wie der neue Bericht der Landesstatistik zeigt. Besonders betroffen waren Steirer zwischen 25 und 29 Jahren. Mit 13,2 Prozent weist die Stadt Graz die höchste Arbeitslosenquote auf, Graz-Umgebung mit 5,8 Prozent eine der niedrigsten. Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Soziallandesrätin Doris Kampus sehen Investitionen und Qualifizierung als Schlüsselfaktoren. „Jetzt gilt es Investitionen in den Standort zu forcieren, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln und Arbeitsplätze zu schaffen. Nur so werden wir wieder auf die Erfolgsspur gelangen,“ so Eibinger-Miedl. ■ Mit Investitionen von rund 144 Millionen Euro und einer Aufstockung des Teams auf 1882 Mitarbeiter zieht die Energie Steiermark eine positive Bilanz nach dem schwierigen Corona- Jahr. Wie Vorstandssprecher Christian Purrer informiert, ging der Großteil der Aufträge dabei an regionale Firmen. Laut Vorstandsdirektor Martin Graf plant der Konzern in den nächsten fünf Jahren Investitionen von weiteren 1,3 Milliarden Euro als Wirtschaftsmotor. Christian Purrer (l.) und Martin Graf wollen weiter investieren. KK Die Ohrenschoner lassen sich individuell für jeden anpassen. LAYERLAB Neue Ohrenschoner ■ Das Grazer Unternehmen Layer Lab.net produziert spezielle Ohrenschoner in der Steiermark, um das Tragen der FFP2-Masken etwas bequemer zu gestalten. Insbesondere in beruflichen Kontexten wird das immer wichtiger, so sind die Schoner vielfach schon in steirischen Spitälern im Einsatz. Dabei können die Ohrenschoner individuell an die eigene Größe angepasst werden. Sie können, auch von Privatpersonen, unter www.layerlab.net bestellt werden. ■ Die TU Graz will künftig noch mehr zum Klimaschutz beitragen und startet gemeinsam mit dem Fachverband der Steineund keramischen Industrie eine neue Professur ab Sommer. Ziel ist ein wissenschaftlicher Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung der Bauwirtschaft. Dabei soll der Fokus auf der Kreislaufwirtschaft liegen, also der Wiederverwertung von Bauteilen und Baustoffen.

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