7 TAGE SONNTAG

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18. April 2021

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- 366 Ideen fürs BürgerInnenbudget - Corona-Umfrage: Grazer leben lieber in der Stadt - Messervorplatz wird neu gestaltet - Diese Denkmäler müssen geschützt werden - Der erste Sportmontag - App-Gewinnspiel geht in Runde 2

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2 die seite zwei www.grazer.at 18. APRIL 2021 E D I T O R I A L von Tobit Schweighofer ✏ tobit.schweighofer@grazer.at Diesem Gaul schaut man gern ins Maul I n Corona-Zeiten wird einem ja eigentlich nichts geschenkt. Wie ein Geschenk fühlen sich jedoch die aktuellen Infektionszahlen an. Seit zwei Monaten schon liegt die 7-Tages-Inzidenz in Graz bei höchst respektablen Werten zwischen 115 und 160. Wie es dazu kommt, dass sich im zweitgrößten Ballungsraum Österreichs vergleichsweise nur sehr wenige Menschen mit dem Virus infizieren, lässt sich überhaupt nicht seriös beantworten. Denn Disziplin zählt derzeit nicht gerade zu unseren herausragenden Stärken. Gerade ein paar Tage ist es her, dass die Polizei Stadtpark und Kaiser-Josef- Platz räumen musste, weil sich hunderte Menschen weigerten, den Rummel zu verlassen. Auch sonst hat man nicht den Eindruck, dass es so etwas wie Corona-Beschränkungen gibt. Trotz dieses lockeren Umgangs mit der Krise werden wir mit konstant guten Infektionszahlen beschenkt, und das ist eine außergewöhnlich gute Nachricht. Diesem geschenkten Gaul können wir gerne ins Maul schauen und uns ausnahmsweise ein wenig entspannen, denn ein Ende der Maßnahmen scheint – man traut es sich fast nicht zu sagen – endlich in Sicht zu sein. Wir sollten aber trotzdem weiter Vorsicht walten lassen, uns testen und impfen lassen, und dann könnten wir’s tatsächlich bald geschafft haben! Tobit Schweighofer, Chefredakteur SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ... ... Gilbert Sandner Wenn es in Graz zu einem Unglück kommt, lässt Sicherheitsmanager Gilbert Sandner auch am Sonntag alles stehen und liegen und eilt zum Einsatz. M. PACHER Der neue Sicherheitsmanager der Stadt Graz über Katastrophen, Sport, schlaflose Nächte und darüber, was beim Frühstück nicht fehlen darf. Wenn es am Sonntag in Graz zu einem Unglück oder zu einer Katastrophe kommt, lassen Sie dann alles stehen und liegen und eilen zur Arbeit? Das ist richtig. Sobald ich Informationen über ein Unglücksereignis oder eine Katastrophe erhalte, bleibt auch am Sonntag zuhause alles stehen und liegen. Das Wichtigste danach sind ein erster Lageüberblick und ein kühler Kopf bei der Abstimmung und Umsetzung von Maßnahmen. Was kommt denn bei Ihnen am Sonntag auf den Frühstückstisch? Nicht fehlen darf auf alle Fälle Kaffee. Meist frühstücke ich sonntags ausgiebig mit Gebäck, selbstgemachter Marmelade, und natürlich muss auch etwas Süßes dabei sein. Ist der Sonntag bei Ihnen ein Tag zur Entspannung oder sind Sie in Ihrer Freizeit richtig aktiv? Es ist ganz unterschiedlich. Manchmal genieße ich die Ruhe zuhause im Garten, und das Wochenende darauf bin ich wieder aktiv bei der Feuerwehr oder anderen Freizeitaktivitäten (Laufen, Wandern, Radfahren, Skitouren). Für mich macht es der Mix aus. Wie sieht der perfekte Sonntag aus? Wenn keine Termine anstehen, genieße ich einen ruhigen Tagesstart mit einem ausgiebigen Frühstück mit meiner Familie. Bewegung und Zeit an der frischen Luft, egal ob im Garten, bei einem gemeinsamen Spaziergang oder sportlichen Aktivitäten, gehören auf alle Fälle dazu. Derzeit ganz oben auf meiner Prioritätenliste steht natürlich, Zeit mit meiner gerade acht Wochen alten Tochter zu verbringen. Welches Katastrophenszenario bereitet Ihnen schlaflose Nächte? Schlaflose Nächte habe ich derzeit eher öfter wegen meiner Tochter – nein, Scherz beiseite. Schlaflose Nächte wegen Katastrophenszenarien habe ich keine. Ich versuche mich gemeinsam mit meinem Team, den Einsatzorganisationen und vielen anderen städtischen Einrichtungen bestmöglich auf unterschiedliche Szenarien vorzubereiten, um im Anlassfall das richtige Werkzeug bzw. die richtige Antwort parat zu haben. Was machen Sie als Erstes, wenn die Corona-Pandemie einmal zu Ende ist? Ich freue mich schon auf ein gemeinsames Abendessen mit meiner Familie und meinen Freunden in einem unserer Lieblingslokale. Ein Urlaub am Meer ist auf meiner To-do-Liste auch weit oben gereiht. JULIAN BERNÖGGER Gilbert Sandner wurde am 6. Jänner 1990 in Rottenmann geboren. Nach seinem Studium der Geoinformationstechnologie sowie Risikoprävention und Katastrophenmanagement war er zuletzt als stellvertretender Leiter der Rettungsleitstelle Steiermark des Roten Kreuzes für die Belange Technik und Sicherheit zuständig. Seit 1. April ist er als Referatsleiter Sicherheitsmanagement und Bevölkerungsschutz der Stadt Graz tätig.

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