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17. Oktober 2021

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- Das sind die beliebtesten Grazer Standl - Politiker vor und nach der Wahl - Armut: Rückgang trotz Corona - Grazer Advent strahlt heuer mit 850.000 Lichtern - Unternehmerinnen des Jahres aus Graz

24 viva graz

24 viva graz www.grazer.at 17. OKTOBER 2021 In der Pflege brennt der Hut!“ Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer setzt sich für faire Gehälter, eine Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden pro Woche und eine Valentina Gartner 24 valentina.gartner@grazer.at sechste Urlaubswoche für Pflegepersonal ein. FISCHER Lange Wartezeiten auf Grazer WICHTIG. Corona- Maßnahmen und zu wenige Fahrer sorgen für enorme Wartezeiten bei der Rettung. Teils springt Liezen ein. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Rund 40 Rettungswägen sind pro Tag in Graz unterwegs. KK Immer wieder ist die Rede von Personalmangel in der Pflege, aber nicht nur dort hat man derzeit mit Engpässen zu kämpfen. Auch beim Rettungsdienst sind teils lange Wartezeiten eine Mitfolge von zu wenig Perso- G E S U N D H E I T SprechStunde valentina.gartner@grazer.at Hausärzte der Zukunft in Graz ■ Noch heute, Sonntag, treffen sich junge und angehende Allgemeinmediziner zum diesjährigen Junge Allgemeinmedizin Kongress. Nach einer pandemiebedingten Pause im vergangenen Jahr findet der sonst jährliche Kongress heuer an der Med Uni Graz statt. Knapp 100 Mediziner und Studierende kommen, um sich fortzubilden und über die Hausarztmedizin der Zukunft zu sprechen. Seit Freitag gibt es schon ein intensives und informatives Programm samt Workshops und Vorträgen. Ein strenges Coronapräventionskonzept macht zudem die Vernetzung zwischen den Teilnehmern aus ganz Österreich möglich. Internationale Experten der Kinderorthopädie tagten in Graz. MED UNI GRAZ Kinderorthopädie- Kongress in Graz ■ Anfang Oktober fand die 34. Jahrestagung der Vereinigung für Kinderorthopädie im Grazer Kongress statt. Graz, als eines der größten Kinderorthopädischen Zentren in Europa, konnte Themen zu all seinen Subspezialitäten vorstellen: Hüfte, Knie, Fuß, Neuromuskuläre Erkrankungen, Deformitäten und Deformitätenkorrektur, Wirbelsäule, Tumor, konservative Therapie und Schmerztherapie, Kinderorthopädie – spezifische Einzelfallvorstellungen, aber auch Beiträge aus der Kinderund Jugendtraumatologie. Zeit zu zweit im Spa Resort Styria ■ Wenn die letzten Blätter von den Bäumen fallen und die Temperaturen langsam sinken, macht man es sich am besten gemütlich im SPA RE- SORT STYRIA****Superior. Im Adults-only-Thermenhotel in Bad Waltersdorf sind kuschelige Stunden zu zweit praktisch vorprogrammiert. Man kann sich auf Romantik und Zweisamkeit mit dampfendem Thermalwasser, heißen Saunen, kulinarischen Genüssen und dem ein oder anderen Gläschen Wein freuen. Im Adults-only-Thermenhotel kann man einfach abschalten. KK Eine Influencer-Gruppe testet die Busverbindung. BURGENLAND TOURISMUS/FISCHER Direkt von Graz ins Südburgenland ■ Bereits im Jänner startete der Südburgenlandbus mit einer Direktverbindung zwischen dem Südburgenland und Graz – die sofort zum Erfolgsmodell wurde. Bis zu 14 Verbindungen täglich stehen den Fahrgästen zur Verfügung, vorerst von Sonntag bis Freitag. Selbstverständlich gilt auch hier das neue Klimaticket. Jetzt wurde die Busverbindung von einer Gruppe junger Influencer getestet – im Bademantel! Alle sind begeistert und werden das Angebot gerne wieder nutzen.

17. OKTOBER 2021 www.grazer.at graz viva 25 ➜ IN GETTY (2) Flared Jeans Man setzt wieder auf Jeans wie aus den frühen 90ern – bevorzugt mit ausgestelltem Hosenbein. Jogginghose Die Jogginghose war im letzten Jahr der absolute Fashion-Favorit. Jetzt gehört sie wieder auf die Couch. OUT ➜ Rettung: „Es fehlt Personal!“ nal. „Die Anzahl der Fahrten ist zwar nur geringfügig gestiegen, die einzelnen Fahrten dauern dafür länger. Durch Corona sind die Anforderungen gestiegen, es gibt gewisse Vorkehrungen, die wir treffen müssen, es gibt Zutrittskontrollen in den einzelnen Krankenhäusern etc. Dadurch entstehen dementsprechend lange Wartezeiten, die man natürlich nur mit mehr Personal kompensieren kann“, weist Michael Moser, Grazer Bezirksgeschäftsführer vom Roten Kreuz, auf das Problem hin. „Rettungsfahrer werden laufend gesucht.“ An einem Tag sind in Graz rund 40 Rettungswägen unterwegs, weiters kommen aus der ganzen Steiermark Autos nach Graz, die teils noch zusätzlich unterstützen, wenn sie gerade Zeit haben. Dabei werden rund 450 Ausfahrten täglich gemacht, dazu zählen neben akuten Fällen auch normale Krankentransporte. „Die Fahrten werden natürlich auch nach verschiedenen Prioritäten eingeteilt. Wird jemand vom Krankenhaus nachhause gebracht, wird ihm ein Dialyse-Patient mit Termin natürlich vorgezogen. Da kann es schon mehrere Stunden dauern, dass ein Wagen bereit ist. Wir haben auf jeden Fall ein Wartezeiten-Problem“, schildert der Grazer die aktuelle Lage. Ständig auf der Suche Leute werden immer gesucht, man kann in der Sparte prinzipiell nie sagen, dass es genug Personal gibt. „Man kann natürlich nicht von heute auf morgen mit Blaulicht fahren. Dazu gibt es eine Ausbildung, die aus Theorie und Praxis besteht. Derzeit sind wieder einige in Ausbildung, das gibt Hoffnung“, so der Geschäftsführer. Die Ressourcen gehören aufgestockt. Auf diversen Messen und auch in Schulen macht man auf die Wichtigkeit des Berufs aufmerksam. System war gefährdet Aktuell ist auch der Arbeiter Samariter Bund wieder Thema: Schon im April war bekannt geworden, dass die ASB Graz gemeinnützige Rettung und soziale Dienste GmbH Insolvenz anmelden musste. Als Grund wurden einerseits die Herausforderungen der Corona-Krise, andererseits die Diskussionen um das Pflegeheim Tannenhof angegeben. Nun wurde auch eine Folgeinsolvenz der Gruppe Graz bekannt. Für das Rote Kreuz war die plötzliche Pleite und kurzfristige Einstellung des Dienstbetriebes laut Moser sehr zu spüren: „Damals wurde es nicht frühzeitig kommuniziert, und das stellte ein großes Problem dar. Das System war zu diesem Zeitpunkt gefährdet, über Nacht mussten wir plötzlich alle Fahrten übernehmen. Kollegen aus Liezen unterstützten uns ebenso.“ Auswirkungen auf Transporte hatte es glücklicherweise keine, die Dienstfahrten wurden auch schnell wieder aufgenommen. Dank neuem Impfstoff der Uni Graz soll es keinen „Stich“ mehr brauchen.GETTY Impfung per Nasenspray ■ Mittlerweile sind schon einige hochwirksame Impfstoffe gegen Covid-19 auf dem Markt, die Zahl der verabreichten Impfungen stagniert allerdings – vielen Menschen fehlt das Vertrauen, manche fürchten sich womöglich auch vor der Nadel selbst. Molekularbiologen an der Universität Graz haben jetzt einen Vakzin- Kandidaten entwickelt, der günstig in der Produktion, bei Raumtemperatur haltbar und ohne ausgebildetes Personal als Nasenspray zu verabreichen ist. Die Erfindung wurde bereits zum Patent angemeldet und im Fachjournal Frontiers in Microbiology publiziert. Die Verabreichung über die Nase erhöht wahrscheinlich auch die Wirksamkeit, da die Abwehrkräfte in den Schleimhäuten aktiviert werden, was bei intramuskulären Injektionen nicht der Fall ist. Darüber hinaus kann das bereits bewährte Trägermaterial für eine ganze Reihe weiterer Infektionskrankheiten adaptiert werden.

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