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17. Oktober 2021

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- Das sind die beliebtesten Grazer Standl - Politiker vor und nach der Wahl - Armut: Rückgang trotz Corona - Grazer Advent strahlt heuer mit 850.000 Lichtern - Unternehmerinnen des Jahres aus Graz

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14 graz www.grazer.at 17. OKTOBER 2021 V. l.: F. Eibinger, Seiersberg-Pirkas Bürgermeister W. Baumann und H. Talowski mit dem Gastro 10er, in Deutschfeistritz gibt es einen neuen Gutschein. SEIERSBERG-PIRKA, DEUTSCHFEISTRITZ GU-Gemeinden fördern die regionale Wirtschaft AKTIV. In mehreren Gemeinden in Graz-Umgebung werden Gemeindegutscheine gefördert. Von Fabian Kleindienst & Nina Wiesmüller redaktion@grazer.at Nur noch wenige Wochen, dann jährt sich der Start des zweiten Corona-Lockdowns, der Wirtschaft und Gastronomie mehrere Monate in Atem hielt. Um örtliche Betriebe und Lokale zu unterstützen, gibt es in einigen Gemeinden rund um Graz Gemeindegutscheine, die mitunter zusätzlich gefördert werden. In Seiersberg-Pirka etwa feiert aktuell der Gastro 10er ein Comeback, Deutschfeistritz beschloss eine neue Förderung, in der LEADER- Region Hügelland-Schöcklland wird an der Einführung von Gutscheinen für die Region getüftelt. Wirtschaft fördern Nachdem sie schon im Vorjahr sehr großen Zuspruch erhalten haben, legt die Gemeinde Seiersberg-Pirka 10.000 Gastro- Gutscheine auf. Damit können 30 Prozent in teilnehmenden Restaurants der Gemeinde gespart werden. „Wenn man beim Lieblingswirten im eigenen Ort bares Geld sparen kann, ist das für alle gut“, freut sich Bürgermeister Werner Baumann. In der Vergangenheit war die Aktion auch überregional erfolgreich – denn nicht nur Gemeindebürger können die Gastro- Gutscheine erwerben. Die Gutscheine sind bis Ende 2022 gültig. Geförderte Gemeindegutscheine gibt es neuerdings auch in Deutschfeistritz. Auf Antrag der SPÖ wurden sie in der letzten Gemeinderatssitzung einstimmig beschlossen. Deutschfeistritzer bekommen die Gutscheine um 25 Prozent billiger. Feldkirchen wiederum fördert weiterhin die dortige „Marktcard“. Bürgermeister Erich Gosch: „Das wird wirklich sehr gut angenommen, deshalb haben wir die Marktcard kürzlich neu aufgelegt.“ Gemeindebürger zahlen für 200 Euro Gutschein nur 160 Euro und können damit in 54 Geschäften einkaufen. In vielen anderen GU-Gemeinden wie Fernitz-Mellach oder Frohnleiten wird die heimische Wirtschaft mit Gutscheinen unterstützt – in der Region Hügelland-Schöcklland, zu der 13 Gemeinden zählen, wird aktuell, wie Bernhard Liebmann, Bürgermeister von Laßnitzhöhe erzählt, an einem eigenen Region-Gutschein gearbeitet. Details werden noch verhandelt. Bezirksvorsteher-Stellvertreter Alexis Pascuttini (r.) und der zuständige Mitarbeiter der Stadt Graz nahmen den desolaten Gehsteig in Augenschein.KK Gehsteig-Sanierung in Gösting erneut am Tapet ÄRGER. Viele Anrainer möchten den Gehsteig der Anton-Kleinoscheg-Straße saniert sehen. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Der Gehweg entlang der Anton-Kleinoscheg-Straße in Gösting (auf Höhe des städtischen Kindergartens) ist seit Jahren in einem äußerst desolaten Zustand. Bereits vor fünf Jahren gab es erste Überlegungen zur Sanierung, jedoch wurde diese dann wieder abgeblasen, da ein Verlust von Parkplätzen drohte. Seither hat sich die Situation weiter massiv verschlechtert: einerseits natürlich durch die Witterung, aber andererseits auch durch die Wurzeln der dortigen Kastanienbäume, die mehr und mehr den Asphalt aufgebrochen haben. Dadurch sind Unebenheiten entstanden, die für ältere Personen gefährlich sind, für Menschen in Rollstühlen oder mit Kinderwägen nahezu unpassierbar. Bei Regen, Schnee oder Nässe ist der Gehweg fast für niemanden mehr nutzbar. Nächster Anlauf Bezirksvorsteher-Stellvertreter Alexis Pascuttini von der FPÖ nimmt sich jetzt des Problems an und fordert ein umfassendes Planungs- und Sanierungskonzept. „Der Gehweg muss familien- sowie behindertengerecht werden, außerdem durch ein entsprechendes Drainagesystem und durch Grünflächen bei starken Regen- oder Schneefällen entwässert werden. Dabei müssen aber die Parkplätze erhalten bleiben!“, stellt er klar. Am 28. September gab es bereits einen Besichtigungstermin mit dem zuständigen Mitarbeiter der Stadt Graz. Im Zuge eines Gesprächs mit der Bezirksbauleitung hat Pascuttini sich mit ihm darauf geeinigt, dass eine Sanierung wieder in Angriff genommen werden soll. Dazu wird in nächster Zeit ein Schreiben aufgesetzt, das dann über den Bezirksrat an die Bezirksbauleitung und die zuständigen Stellen der Stadt geschickt wird. Außerdem soll es einen entsprechenden Antrag im Bezirksrat (der ein umfassendes Planungskonzept zum Ziel hat) sowie einen Antrag im Gemeinderat durch den Freiheitlichen Club (zur Bereitstellung der finanziellen Mittel) geben.

17. OKTOBER 2021 www.grazer.at graz 15 Kasperl-„Betthupferl“ online WIEDER DA. Die Pause war lang, aber jetzt geht’s wieder los: Das Grazer Kasperltheater startet in neue Spielsaison, und das unter neuer Führung. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Vor rund 40 Jahren an einem Faschingdienstag hatte der junge Grazer Raoul Riegler die Idee, ein Handpuppentheater für Kinder zu gründen. Gespielt wurde in einem kleinen Kellerlokal, später in einer Grazer Volksschule, bis der Kasperl ins Orpheum übersiedelte, wo er heute seinen Hauptwohnsitz hat. In diesem Jahr ist der langjährige Obmann und Gründer des Grazer Kasperltheaters Raoul Riegler zurückgetreten. Dem Puppenspieler-Team bleibt er aber weiter erhalten. Raoul Riegler hat Kasperlblut in den Adern. Sein Vater Erwin Riegler war der legendäre Grazer „Rote Kasperl“. Neue Obfrau ist Petra Medved, die ebenfalls im Puppenspielerteam ist. Medved hat neuen Schwung in das Grazer Kasperltheater gebracht. Das Grazer Kasperltheater ist online gegangen und hat in der Nulive-Serie von Peter Schlacher „Betthupferl“ für die Zuseher produziert. Das aufregendste Projekt des Jahres war ein Auftritt mit der Band Musikcafe Prenner. Da gibt es ein Video auf Youtube. Weiters wurde die Homepage generalüberholt und der Online-Auftritt professionalisiert. Und der Kasperl? Der startet im Orpheum wieder voll durch, und das ab heute, Sonntag: Da steht „Der doppelte Kasperl“ auf dem Programm (auch 19., 23. u. 24. 10.). Danach „Kasperl und das Kikeriki“ (2., 7., 14. und 21. 11.), „Kasperl wartet auf den Nikolaus“ (30. 11., 2., 3. und 5. 12.). Gespielt wird unter der Woche um 15 und 16.30 Uhr, sonntags um 11, 15 und 16.30 Uhr. Seid ihr alle da?? Der Grazer Kasperl mit seinen Freunden ist wieder da und spielt wie gewohnt im Grazer Orpheum-Extra. Ihr seid da. Ganz sicher. KK In Gössendorf bereitet man sich gerade auf einen möglichen Blackout vor.GETTY Gerüstet für Blackout ■ In Gössendorf rüstet man sich gerade für einen möglichen Blackout. Auf Initiative der FPÖ wurde nun in der Gemeinde beschlossen, die Gössendorfer intensiver auf einen möglichen Blackout vorzubereiten. Dazu zählt unter anderem die Anschaffung von Notfallpaketen. Diese beinhalten etwa einen Gaskocher, ein Radio und eine Taschenlampe. Die Kosten für ein solches Paket betragen 160 Euro, wobei die Gemeinde Gössendorf die Hälfte übernimmt. Zusätzlich dazu wird die Anschaffung von Notstromaggregaten gefördert. So können beispielsweise alle Gemeindebürger, welche überlegen, sich so ein Gerät anzuschaffen, eine Expertenberatung in Anspruch nehmen. Die Kosten dafür werden zur Gänze von der Gemeinde übernommen. FPÖ-Gemeinderat Peter Samt freut sich über die Umsetzung. „Die Präventionsarbeit ist hier sehr wichtig. Umso mehr freut es mich, dass wir die Bürger dabei unterstützen können.“ NW

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