10 graz www.grazer.at 17. NOVEMBER 2019 „Es braucht Reformen!“ LANDTAGSWAHL. Nach Hermann Schützenhöfer und Michael Schickhofer haben wir diesmal mit FP-Spitzenkandidat Mario Kunasek gesprochen. Tscheliessnigg, Seitinger, Schützenhöfer, Drexler und Fartek LAND STEIERMARK Regionalität in allen Küchen ■■ Mehr als 50 Prozent aller Speisen werden in der Steiermark außer Haus eingenommen. Vor allem in der Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) sowie in Schulen, Pflegeheimen, Kindergärten, Kasernen usw. Gesund, frisch, saisonal und regional - das sind die wichtigsten Attribute. Regionale Lebensmittel sollen daher in Zukunft in allen Küchen, die im Einflussbereich des Landes stehen, eingesetzt werden. Unter Patronanz von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer wurde der große Beschluss gefasst, in Richtung Regionalität und Klimaschutz zu gehen. V O T I N G Wissen Sie schon wen Sie bei der Landtagswahl wählen werden? Ja oder Nein Kommenden Sonntag stehen die Landtagswahlen in der Steiermark an. Wir haben unsere User gefragt, ob sie denn schon wissen, wen sie wählen werden. Nein 25% Abgestimmt auf: www.grazer.at Ja 75% Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Sie streben bei der Landtagswahl ja den zweiten Platz bzw. eine Regierungsbeteiligung an: Ab wie viel Prozent würden Sie in die Regierung gehen? Mario Kunasek: Unser Ziel ist klar: Wir wollen so viele Menschen wie möglich von unseren Inhalten überzeugen, damit man uns und unsere politischen Ideen nach der Wahl nicht weiter ignorieren kann. Dazu werden wohl mindestens 20 Prozent der Stimmen nötig sein. Viel entscheidender als diese Zahl ist jedoch, dass wir nur dann in eine Regierung gehen werden, wenn diese endlich wichtige Reformen in den Bereichen der Sozialhilfe, der Sicherheitspolitik sowie im Gesundheits- und Pflegewesen in Angriff nimmt. Sie haben die aktuelle Regierung für fehlende Ideen und Visionen kritisiert. Welche Visionen haben Sie für die Steiermark? Kunasek: Es braucht endlich eine Reform der verkrusteten Strukturen im Bereich des steirischen Sozialwesens sowie die Sicherstellung eines ausgeglichenen Haushalts. Zudem wäre für mich selbstverständlich eine restriktive Zuwanderungs- und Asylpolitik in sämtlichen Bereichen Koalitionsvoraussetzung. Darüber hinaus muss es klare Maßnahmen gegen den insbesondere in Graz um sich greifenden Radikal-Islam geben, wie verstärkte Kontrollen des Islamunterrichts an Schulen, keine Förderungen für Vereine, die fundamentalistischem Gedankengut nahestehen, sowie eine enge Kooperation zwischen Land und Verfassungsschutzbehörden in allen Bereichen. Zudem müssen wir die Sicherheit in unseren Krankenanstalten erhöhen und für Arbeitsplatzsicherung in wirtschaftlich unruhigen Zeiten sorgen. Die FPÖ will raus aus der „freiheitlichen Depression“. Wie soll das genau gelingen? Vor allem Mario Kunasek will „Menschen von unseren Inhalten überzeugen“. auch, wenn es, wie Sie gemeint haben, „derzeit schwierig ist, mit freiheitlichen Themen durchzukommen“? Kunasek: Es zeichnet uns als politische Bewegung aus, dass wir unserer Linie treu bleiben und weiterhin die in der Steiermark vorherrschenden Probleme insbesondere in den Bereichen Zuwanderung, Sicherheit, Radikal-Islam und Gesundheitsversorgung thematisieren. Schließlich sind dies jene Probleme, die die Steirer in ihrem Alltag erleben und zu denen sie sich endlich Lösungen erwarten. Klar ist für uns, dass sich Bilder wie im Jahr 2015, als Massen an Migranten aus aller Herren Länder unsere Grenzen buchstäblich überrannten, niemals wiederholen dürfen. Wo sehen Sie sich in fünf Jahren eher? Als Landeshauptmann oder wieder in Wien auf Bundesebene? Kunasek: Das Kapitel Wien ist für mich derzeit kein Thema. Ich konzentriere mich vielmehr zu hundert Prozent auf meine WALLNER Aufgaben als Klubobmann des Freiheitlichen Landtagsklubs Steiermark. Schließlich liegt in der steirischen Politik einiges im Argen, weswegen es umso mehr eine starke FPÖ braucht. Unabhängig davon, ob ich in fünf Jahren Landeshauptmann, dessen Stellvertreter oder weiterhin Klubobmann bin, werde ich jedenfalls weiter die Interessen der heimischen Bevölkerung in den Vordergrund stellen. Auch wenn Sie’s wohl nicht mehr hören können: Warum distanziert sich die FPÖ bzw. Sie selbst eigentlich nicht von Wolfgang Zanger? Kunasek: Die FPÖ Steiermark hat bereits unmittelbar nach dem Bekanntwerden besagten Liedguts eindeutig klargestellt, dass sie dieses kategorisch ablehnt und das Liederbuch mit der Freiheitlichen Partei nichts zu tun hat. Auch Wolfgang Zanger hat unmissverständlich festgehalten, dass er jede Form von Rassismus, Nationalsozialismus und Antisemitismus entschieden ablehnt. Damit ist alles gesagt.
Laden...
Laden...