Jetzt E-Paper-App downloaden

Aufrufe
vor 1 Jahr

17. Mai 2020

- Die erste Klappe nach dem Lockdown ist gefallen: Grazer Diesel Autokino eröffnet - Konzerte, Nachtgastro und Co: Desinfektions-Boxen sollen Grazer Events retten - Ansteckung ohne Symptome bei 0,0003 Prozent: Im Kindergarten droht keine Corona-Gefahr - Pläne der Parteien für die Gemeinderatswahl in Graz-Umgebung: Wahlkampf auf Sparflamme - Nirgendwo gibt‘s mehr neue Schulen als in Graz - Grazer Sportler des Jahres - Grazer Film heimst international Preise ein - Die ersten Gastgarten-Erweiterungen starten - Corona-Hilfe für Gemeinden

2 die seite 2

2 die seite 2 www.grazer.at 17. MAI 2020 E D I T O R I A L von Tobit Schweighofer ✏ tobit.schweighofer@grazer.at Auf dem Weg in die Sackgasse E s geht wieder los! Wir sind stolz darauf, mit dem Grazer Diesel- Autokino (siehe auch Seiten 12–15) die erste Großveranstaltung im Grazer Raum nach dem Lockdown präsentieren zu können, die den Weg zurück in die gesellschaftliche Normalität ebnen soll. Damit dieser Weg nicht zur Sackgasse wird, ist aber jede Menge Verantwortung von jedem Einzelnen gefragt. Diese dringende Empfehlung sollte man nicht unterschätzen, denn sie hört sich viel einfacher an, als sie wohl umsetzbar ist. Viel zu lange haben wir schon auf ein kleines Stück Freiheit gewartet, um uns unvorbereitet darauf einzulassen. Das beweisen leider auch zahlreiche Fotos auf den diversen Internetplattformen, die an diesem Freitag im Zuge der Gastroöffnung zu sehen waren. Euphorisch-gesellige Rudelbildungen waren fast schon die Regel, und ironische Wortspiele à la „15. Mai – Österreich isst frei“ machten die Runde. Alles verständlich, alles menschlich. Nur muss das sofort ein Ende haben, denn wie schnell es gehen kann, wenn man die Pandemie unterschätzt, kann man derzeit in China beobachten, wo der Lockdown wieder in manchen Regionen verordnet werden musste. Also zusammenreißen, die „kleine“ Freiheit genießen, dann steht einem Gastgarten- und Autokinosommer nichts im Weg! Tobit Schweighofer, Chefredakteur SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT... Die 20-jährige Steirerin Sarah Posch ist auf dem besten Weg zum Topmodel. Zum Frühstück gibt’s trotzdem Kakao im Schlabberpulli. PRIVAT ... GNTM-Finalistin Sarah Posch Am Donnerstag steht die Steirerin im Finale von Germany’s Next Topmodel. Davor spricht sie über Modelklischees, Burgerliebe und ihren Bauernhof. Modelfrühstück: Wie sieht das aus? Bei mir: Striezel und Kakao (lacht). Gibt es sonst noch Klischees, mit denen Sie gerne aufräumen würden? Eigentlich ist es genau dieses: dass Models nichts essen. Ich hab bei Germany’s Next Topmodel fünf Kilo zugenommen! In L.A. hat eben alles viele Kalorien und man braucht auch ganz schön Nervennahrung! Und noch ein Klischee: dass wir immer top gestylt sind. Ich lauf zuhause auch total lässig und ungestylt rum. Apropos zuhause: Wie haben Sie die Corona-Krise erlebt? Mit meiner Familie daheim. Ich hab viel Zeit in der Natur und mit meinen Tieren verbracht. Und donnerstags haben wir natürlich immer die neueste GNTM-Folge angeschaut. Ich hab sie auch im Fernsehen wie alle anderen immer das erste Mal gesehen. Wie passen steirischer Bauernhof und schillernde Modewelt zusammen? Es ist eine völlig andere Welt – ich hab eine Leidenschaft für beides. Aber ich werde nie vergessen, wo ich herkomme. Das erdet einen. Ich glaub, so kann man nie wirklich abheben. Gewöhnt man sich daran, ständig Kameras um sich herum zu haben? Es ist sehr ungewohnt, aber man lernt damit umzugehen und es auszublenden. Aber ganz vergessen konnte ich die Kameras nie. Wie ist es, mit Topstar Heidi Klum zu drehen? Sie ist abseits der Kamera genau so wie davor: sehr witzig, aber sie fordert auch. Natürlich ist es für sie ein Job und sie hat auch eine Familie in L.A. Man darf sich das nicht so vorstellen, als würde sie jeden Tag vorbeikommen. Was haben Sie während der Wochen in den USA am meisten vermisst? Natürlich meine Familie und Freunde. Außer den Mädels dort hat man ja keine sozialen Kontakte – einmal in der Woche darf man telefonieren. Und wir mussten unsere Wäsche selbst waschen, selbst kochen – da hab ich meine Mama ganz besonders vermisst (lacht). Sie sind ja auch oft in Graz. Wo geht’s für Sie nach dem Lockdown als Erstes hin? Ich liebe die Burger im Freigeist! Sind die so gut wie in Amerika? Fast! Die Burger in L.A. – oh mein Gott! Die waren das Beste, was ich je gegessen habe! Wie halten Sie sich trotz Burgerliebe fit? Ich gehe gerne Rollerskaten oder ins Fitnessstudio. Im Winter bin ich Schilehrerin. Ich hab mit zwei Jahren angefangen, Schi zu fahren. Und wie verbringen Sie sonst Ihre Freizeit? Ich bin ein richtiger Netflix-Junkie, lese aber auch gerne Romane. Und auch ansonsten mach ich ganz normale Dinge: Ich geh gern fort oder mach einen Mädelsabend. VERENA LEITOLD Sarah Posch wurde am 31. August 1999 in Hartberg geboren. 2018 wurde sie zunächst zur 2. Miss Styria, dann zur Vize-Miss Austria gewählt. Sie absolvierte eine Ausbildung als Zahnarztassistentin. Nächsten Donnerstag steht sie im Finale der TV-Show „Germany’s Next Topmodel“ von Heidi Klum. Die 20-Jährige lebt mit ihrer Familie auf einem Bauernhof in Vorau.

2022

2021