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17. Juni 2018

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- Brisante Grazer Müllstudie: Wir werfen jährlich zehn Millionen Euro in die Tonne - Graz bekommt ein neues Girardihaus - Dealer: Grazer Polizei ruft selbst um Hilfe - Graz bekommt eine neue Gin-Brennerei

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8 graz www.grazer.at 17. JUNI 2018 Einsteigen in Im Metahofpark wird nach wie vor offen gedealt. Stadtkommandant Kemeter will Gesetzesänderung, GR Kumpitsch soll Politik aktivieren. SCHERIAU/STADT GRAZ, POLIZEI GRAZ Grazer Dealer: Polizei ruft selbst um Hilfe! DROGENCHAOS. Die Grazer Polizei muss weiter machtlos zusehen, wie an allen Hotspots gedealt wird. Hilferuf an die Politik: Ändert Suchtmittelgesetz! Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Gedealt wird in Graz ungeniert auf Teufel komm’ raus nach wie vor im Grazer Stadtpark, im Metahofpark, im hinteren Teil des Volksgartens und neuerdings auch wieder im Grazer Augarten. Die Polizei muss hilflos zusehen, wenn die Dealer mit kleinen Mengen Marihuana unterwegs sind und ganz offen dealen. Es ist immer dasselbe Szenario: Wenn die Polizei einen Dealer festnimmt und eine Anzeige schreibt, verläuft diese meist im Sand. Nichts passiert. Die Rauschgiftmengen sind einfach klein. Der Dealer ist wieder zurück auf der Straße. Jetzt hat sich der Grazer Polizei-Stadtkommandant Kurt Kemeter an die Gemeinderätin Verena Kumpitsch gewandt und geradezu hängeringend gebeten, dass die Politik endlich was tut. Kumpitsch: „Kemeter sagte mir, der Bund muss das Suchtmittelgesetz (SMG) insoweit ändern, dass Drogendelikte mit Kleinstmengen aus dem Strafgesetz he rausgenommen und die Ahndung dieser Delikte durch das Verwaltungsstrafverfahren erfolgen kann. Dealer und Konsumenten sollen endlich, wenn man sie auf frischer Tat ertappt, mit einem Strafmandat sofort vor Ort belangt werden. Das würde die Situation sofort entschärfen. Die Forderung ist alt, aber es ist Zeit, endlich was zu tun.“ Verena Kumpitsch beschäftigt sich für die Grazer VP mit dem Thema und hat gerade erst einen aktuellen Lokalaugenschein durchgeführt. Kumpitsch: „Es ist alles beim Alten. Mir wurden ständig Drogen angeboten. Die Dealer haben im Stadtpark in Büschen und dergleichen ihre Drogen-Depots. Das müsste man abdrehen. Leider gibt es zu wenig Suchtgift-Hunde. Die Drogen in den Depots haben durchschnittlich einen Straßenwert von rund 2000 Euro. Da sollte man schon öfters zuschlagen. Ich muss fast sagen, leider sind diese Drogendealer nahezu zu 100 Prozent Asylanten oder Asylwerber, meist Tschetschenen, Afghanen und Schwarzafrikaner. Vielleicht kann man auch da ansetzen.“ ATTRAKTION. In Feldkirch sind sie die Sensation, Graz will auch einsteigen: Es geht um „Seniorenrikschas“ als Taxi für Heimbewohner. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Bitte lassen Sie die Rikscha vorfahren“, könnten Bewohner von Grazer Seniorenheimen künftig anordnen. Was in Feldkirch in Vorarlberg die große Attraktion ist und auch beim Städtetag stolz präsentiert wurde, sind Seniorenfahrrad-Rikschas. Der Grazer VP-Seniorensprecher Ernest Schwindsackl, der in Feldkirch dabei war, ist von der Idee begeistert. „Ich will, dass auch in Graz Seniorenrikschas unterwegs sind“, sagt Schwindsackl. Die Fahrrad- ANZEIGE 26. Green Panther für „josefundmaria“ rikschas sollen Heimbewohner zu Einkäufen führen, mit den Rikschas können die Senioren Ausflüge machen. Rüstige Piloten Schwindsackl: „Die zweisitzigen Rikschas sollen im Eigentum des jeweiligen Pflegeheims sein und gratis angeboten werden. Als Piloten sollen rüstige Senioren, Angehörige oder Mitglieder von Seniorenbörsen fungieren. Die Piloten sollen vor allem Personen, die sich ansonsten nur im Rollstuhl oder mit Rollator fortbewegen können, chauffieren. In Vorarlberg sind die Rikschas bereits total gefragt.“ Schwindsackl: „Man hat uns versichert, dass die Rikschas ständig ausgebucht sind. Und das System ist auf Graz sofort übertragbar.“ Und in Graz hat der Grazer VP-Seniorenbund-Obmann bereits große Resonanz und viele Rückmeldungen erhalten. Außergewöhnliche Ideen, klare Botschaften und starke Motive – mit dieser Strategie überzeugt die Grazer Kommunikationsagentur josef undmaria seit Jahrzehnten in ihrer Arbeit vor allem im Nachhaltigkeitsund Umweltbereich. Beim Green Panther, dem steiri- Heribert Schurz (li.) und Sepp Rauch freuen sich mit Kunden Edith und Peter Kulmer (Etivera) über den 26. Green Panther. schen Landespreis für kreative Kommunikation, wurde die „Gourmet Mühle“ für ETI- VERA Verpackungstechnik, einen führenden Anbieter für Verpackungen und Etiketten in Europa, in der Kategorie „Direct Mail“ mit dem Green Panther in Silber ausgezeichnet. KK FOTO

17. JUNI 2018 www.grazer.at graz 9 die Seniorenrikscha Schwindsackl: „Es gibt großes Interesse des Pflegeheimes der Caritas Graz-West. Der dortige Leiter Wolfgang Rappold findet die Idee spitze und würde die Rikschas sofort einsetzen und als Attraktion anbieten.“ Elfriede Kainz vom Pflegeheim Ragnitz war ebenso von der Idee begeistert und auch im GGZ (Grazer Gesundheitszentren) wurde das Interesse an Rikschas geweckt. Nichts mit Rollator oder Rollstuhl: Die Transportzukunft für Senioren sind Fahrradrikschas. KK „Ich bin sicher, das wird der Seniorenhit in Graz. Mit den Herstellern dieser Seniorenrikschas, die mit Sicherheitseinrichtungen ausgestattet sind, bin ich bereits im Verhandeln“, so Schwindsackl. Viele Besucher schlenderten durch die Zinzendorfgasse. ZINZENGRINSEN Ein Fest für die Zinzendorfgasse ■■ Bereits zum dritten Mal fand am vergangenen Wochenende das „Zinzengrinsen“ statt. Insgesamt rund 2500 Besucher nutzten das strahlend schöne Wetter für einen Abstecher in die Zinzendorfgasse und genossen Street Food, Live- und Tanzmusik oder stöberten auf dem Flohmarkt. Veranstaltet wurde das Event vom Verein „Zinzengrinsen“, der mittlerweile 32 Betriebe aus der Gasse umfasst. Die nächsten Veranstaltungen sind für den Herbst und für Weihnachten geplant.

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