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17. Juni 2018

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- Brisante Grazer Müllstudie: Wir werfen jährlich zehn Millionen Euro in die Tonne - Graz bekommt ein neues Girardihaus - Dealer: Grazer Polizei ruft selbst um Hilfe - Graz bekommt eine neue Gin-Brennerei

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6 graz www.grazer.at 17. JUNI 2018 KOMMENTAR Unwetter über Graz warnen: Es wird härter! Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at S olche Unwetter mit derartiger Heftigkeit und in einer verheerenden Dauer von nur wenigen Minuten habe ich in Graz noch nie erlebt. Es gab Hochwasser, sehr schlimme wie damals in Andritz, aber eine Unwetterfront, die einem komplett die Sicht raubt, Sturm als vernichtenden und Bäume knickenden Begleiter hat, und dazu noch Hagel, der mit dem grollenden Donner das Lied vom Baumtod spielt, habe ich noch nicht gesehen. Unwetterbedingte Todesfälle, wie jetzt im Grazer Stadtpark, sind traurige Ausnahmen. Verduzt und bestürzt stehen Grazer Politiker und Umweltexperten vor der vernichtenden Bilanz des minutenlangen Grauens. 35 Bäume wurden im Stadtpark umgerissen, 75 weitere sind reif zum Fällen. Und abseits von all der Trauer um den toten jungen Mann und der mühsamen Aufräumarbeiten muss man fragen: War Graz auf ein derartiges Unwetter vorbereitet? Von den ganz schweren Unwettern war Graz bislang glücklicherweise verschont. Das scheint sich zu ändern. Es werden noch viele morsche Bäume fallen, leider auch ganz alte. Graz wird dadurch nicht weniger grün. Das Fazit des Wetteralptraums: Graz braucht einen Unwetter-Notplan! Graz bekommt ein neues Girardihaus Das Geburtshaus von Alexander Girardi (kl. Bild) in der Leonhardstraße ist seit Jahren dem Verfall preisgegeben. ALT. Das Girardihaus in der Leonhardstraße steht vor dem Abriss. Doch am Kaiser-Franz-Josef-Kai meint Stadtchef Nagl schon „Ersatz“ gefunden zu haben. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Eigentlich wollte der grüne Klubchef Karl Dreisiebner in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag einen neuen Anlauf zur Rettung des maroden Girardihauses in der Leonhardstraße starten. Dreisiebners Vorschlag: VP-Bürgermeister Siegfried Nagl möge doch mit dem Hauseigentümer in Kontakt treten und diesem die Sanierung des verfallenden Gebäudes mit großzügigen Mitteln aus dem Altstadterhaltungsfonds schmackhaft machen. Doch Nagl präsentierte einen anderen Plan: Ein „neues“ Girardihaus soll her. Das Haus in der Leonhardstraße stehe einzig und allein wegen der Verbindung zum Volksschauspieler Alexander Girardi unter Denkmalschutz, „nicht weil es ein historisch so wertvolles Gebäude ist“, betont Nagl. Das Bundesdenkmalamt beharre auf dem Denkmalschutz, während der Hauseigentümer bereits eine Abrissgenehmigung in der Tasche habe, der sogar die Alt- stadtsachverständigenkommission zugestimmt habe. „Und jetzt sind wir zwischen diesen beiden Positionen gefangen“, sieht Nagl das Tauziehen um Girardis Geburtshaus in einer Sackgasse. Doch der Stadtchef will nicht aufgeben und das Gespräch mit allen Beteiligten suchen. Sein Ziel: ein neues Haus zum Gedenken an Girardi zu finden. Und Nagl hat auch schon eine Idee: Im Gebäude am Kaiser-Franz-Josef-Kai 50, wo sich noch ein Theatersaal befindet, in dem Girardi einst aufgetreten ist, „könnte man ihm würdig gedenken“. Im Gegenzug könnte das Bundesdenkmalamt den Denkmalschutz fürs Haus in der Leon- hardstraße aufheben, der Eigentümer hätte freie Bahn für den Abriss und einen Neubau. Es brauche jedenfalls „Goodwill von allen Seiten“, um den „gordischen Knoten“ rund ums Girardihaus zu lösen, so der Bürgermeister. Dreisiebner befürchtet indes den Todesstoß für das Gemäuer in der Leonhardstraße: „Der Bürgermeister hat das Girardihaus offensichtlich aufgegeben und nimmt ohne Widerstand in Kauf, dass der Denkmalschutz wegkommen wird. Das erinnert sehr stark an die Vorgänge rund ums Kommodhaus. Wenn die Pläne des Bürgermeisters Realität werden, dann ist das Girardihaus endgültig Vergangenheit.“ Wird dieses Gebäude am Kaiser-Franz- Josef-Kai das neue Girardihaus? 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