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17. Juni 2018

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- Brisante Grazer Müllstudie: Wir werfen jährlich zehn Millionen Euro in die Tonne - Graz bekommt ein neues Girardihaus - Dealer: Grazer Polizei ruft selbst um Hilfe - Graz bekommt eine neue Gin-Brennerei

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graz 4 graz www.grazer.at 17. JUNI 2018 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Grazer Müllstudie: Aus dem Felsen, für den Graz berühmt war, ist ein Bubikopf geworden, der ist komplett zugewachsen.“ Bürgermeister Siegfried Nagl zum üppigen Baumund Pflanzenbewuchs am Schlossberg STADT GRAZ Wir werfen Millionen Andreas Molnár, Rudi Roth, Siegfried Nagl, Dénes Kovác (v. l.)FISCHER Ein königlicher Stempel für Roth ■■ Bürgermeister Siegfried Nagl lud am Dienstag die steirischen Honorarkonsuln mit Gästen aus 20 Nationen zum Empfang ins Rathaus. Eine besondere Ehrung gab’s für Rudi Roth, der seit 25 Jahren Honorarkonsul von Ungarn ist. St. Leonhards Bezirksvorsteher Andreas Molnár und Dénes Kovác vom Club Ungarischer Studenten und Akademiker überreichten ihm eine Grafik mit dem Stempel „Ungarischkönigliches Konsulat Graz“. In der NMS lernen Schüler den Umgang mit Computern und Technik. KK EDV-NMS feierte 25-Jahr-Jubiläum ■■ Die Grazer EDV-NMS Ferdinandeum hatte kürzlich ihr 25-jähriges Bestehen. Im Schuljahr 1992/93 wurde die auf Informatik spezialisierte Schule geboren, federführend beteiligt daran war der heutige Direktor, Manfred Wacker. Als erste Pflichtschule führte die Schule Informatik als Pflichtgegenstand in allen Schulstufen ein. Mit praxisnaher Technikbildung erhalten Schüler zudem ein Basiswissen für eine Vielzahl technischer Berufe. Durch mangelhafte Mülltrennung lassen die Grazer viele Millionen in den Mülltonnen „verschwinden“. derGrazer Was würden Sie niemals wegwerfen? „Die alte Lieblingspuppe meiner Tochter würde ich niemals wegwerfen.“ Branka Baumgartner, 43, Verkäuferin „Meine geliebten Motorradanzüge! Denn ich habe immer noch welche von 1980.“ Franz Hainz, 58, Aufzugsmonteur „Ich würde nie richtig gutes Essen wegschmeißen. Da ess ich es doch viel lieber selbst.“ Fanny Holzer, 20, Studentin Blitzumfrage „Das Leben. Denn man sollte die eine Chance, die man nur hat, auch wirklich nützen.“ Manuel Mendez, 37, Würstchen- Verkäufer THINKSTOCK, KK ? ALLE FOTOS: DER GRAZER „Einen Hundechip! Ohne den hätte ich immer Angst, einen Hund zu verlieren.“ Miriam Hirschberg, 26, selbstständig

17. JUNI 2018 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP THINKSTOCK (2) Unermüdliche Helfer Feuerwehr und Co waren diese Woche im Unwetter-Dauereinsatz. Ein großes Danke an die unermüdlichen Helfer! Gefährlicher Abfall Womöglich gesundheitsschädliche Asbestabfälle auf der Mülldeponie in Frohnleiten sorgen für Wirbel. FLOP ➜ Euro in die Tonne Kurz gefragt … SAUBER. Eine aktuelle Studie zeigt: Die Grazer könnten sich mit guter Mülltrennung zehn Millionen Euro an Gebühren sparen. Von T. Schweighofer und D. Windisch redaktion@grazer.at Die Österreicher sind laut Altstoff Recycling Austria (ARA) Europameister im Mülltrennen. 98 Prozent sammeln getrennt, 97 Prozent beurteilen die Idee der Mülltrennung mit „Sehr gut“ oder „Gut“. Für nur 25 Prozent bedeutet Mülltrennung einen zusätzlichen Zeitaufwand. Und selbst unter den Österreichern liegen wir Steirer sogar noch über dem Durchschnitt! Pro Kopf sammelten wir zum Beispiel im Vorjahr 132,7 Kilogramm Verpackungen und Altpapier. Dennoch haben wir noch viel Luft nach oben, wie der anerkannte Grazer Müllexperte Rainer Maichin, der jetzt das Müllaufkommen in Grazer Privathaushalten im mehrgeschoßigen Wohnbau untersuchte, meint. Er kommt zu dem verblüffenden Ergebnis: „Die Grazer könnten durch eine richtige Mülltrennung mindestens zehn Millionen Euro an Betriebskosten sparen!“ Fast jeder spart sich was Maichin hat das „Mülltrennverhalten“ in 6314 Privathaushalten in Graz untersucht und extreme Unterschiede festgestellt. „Die jährlichen Müllgebühren der zufällig ausgewählten Studienteilnehmer betragen zwischen 31 und 507 Euro! Die Studie zeigt zudem enorme Unterschiede der wöchentlichen Müllmengen bei Restmüll, Leichtfraktion, Altpapier und Biomüll je Wohneinheit.“ Bei 85 Prozent der untersuchten Wohneinheiten sind Einsparungen definitiv möglich. „Einen großen Anteil ihrer Müllgebühren kann man auch als ,freiwillige Zusatzgebühr an die Holding Graz‘ sehen“, berichtet Maichin. Der Schlüssel zu weniger Müllgebühren liegt vorwiegend in der Restmüllquote, also dem Teil, den der Restmüll im getrennten Abfall ausmacht. „In einer Ökostadt wie Graz sollte dieser Wert unter 35 Prozent liegen“, berichtet Maichin. 85 Prozent „Fehl-Müll“ Die Studie zeigt allerdings, dass fast zwei von drei Grazer Wohneinheiten (64 Prozent) darüber liegen. Maichins Tipp: „Bei vielen sind nur 15 bis 30 Prozent des Inhaltes der Restmülltonnen tatsächlich Restmüll. Bis zu 85 Prozent sind Fehlwürfe, die falsch entsorgt werden. Ich empfehle daher, die Tonne dahingehend zu überprüfen.“ Auch beim Plastikmüll, bei Glas, Altpapier oder dem Biomüll haben die Grazer laut Maichin Aufholbedarf. Wie man diesen am besten stillt, kann man bei Maichin selbst herausfinden, der Interessierten unter der Mailadresse rainer.maichin@gmail.com gratis Auskunft gibt. ... Rainer Maichin 1 Warum wollen nicht noch mehr Menschen weniger Müllgebühren zahlen? Maichin: Eine gängige Volksmeinung lautet hier: „Do keimma eh nix mochn.“ Meine Studie beweist aber eindeutig das Gegenteil! 2 Inwiefern? Maichin: Den Stromanbieter zu wechseln oder billig zu tanken ist salonfähig. Beim Müll ist das noch nicht so. Dabei kann man sich jährlich hunderte Euro sparen. 3 Wie viel ist denn da möglich? Maichin: Eine jährliche Müllgebühr von unter hundert Euro sollte eigentlich leicht zu erreichen sein.

2021