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17. Juni 2018

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- Brisante Grazer Müllstudie: Wir werfen jährlich zehn Millionen Euro in die Tonne - Graz bekommt ein neues Girardihaus - Dealer: Grazer Polizei ruft selbst um Hilfe - Graz bekommt eine neue Gin-Brennerei

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14 graz www.grazer.at 17. JUNI 2018 S E R V I C E Leser Briefe redaktion@grazer.at Bekenntnis zu den Öffis Zum Bericht „Autos sind nicht die größten Stinker“: Der Versuch, das schlechte Image des Autoverkehrs in Graz auf Kosten der Straßenbahn aufzubessern, scheint mir nicht nur kontraproduktiv zu sein, er ist auch unsachlich. Dass eine Straßenbahn Sand zum Bremsen benötigt, ist richtig. Jedoch muss die damit einhergehende Feinstaubproduktion auch im Verhältnis zur Leistungsfähigkeit gesehen werden. Es mag ja sein, dass eine einzelne Tram mehr Feinstaub produziert als ein einzelner moderner Pkw. Jedoch befördert eine Straßenbahn im Berufsverkehr auch so viele Menschen wie etwa 150 (!!) durchschnittlich besetzte Pkw. Wenn also behauptet wird, eine Straßenbahn sei ein größerer „Stinker“, so werden hier im Endeffekt Äpfel mit Birnen vergleichen. Und dass ein gut ausgebautes Schienennetz auch positive Auswirkungen auf die Luftgüte und die Verkehrssituation einer Stadt hat, ist völlig unbestritten. Die Stadtregierung sollte sich angesichts der laufenden Tram- Ausbauprojekte zu einem klaren Bekenntnis zum Schienenverkehr in Graz durchringen. Der Versuch, ÖV und Autoverkehr gegeneinander auszuspielen, nützt niemandem. Stefan Kompacher, Graz * * * Autos einschränken Zum selben Artikel: Es gibt viel zu viel Feinstaub in Graz, den kann man nicht wegschreiben. Jede Maßnahme, welche den Individualverkehr einschränkt, ist eine sinnvolle Maßnahme, ob City Maut, autofreier Tag oder Fahrverbot für Diesel. Das sollte auch ein FPÖ- Politiker kapieren und akzeptieren, und die anderen Parteien auch. Erich Niederleitner, Graz * * * Hunde müssen bellen Zum Leserbrief „Aufklärung über Bellen“: Der Leserbriefschreiber berichtet von einer Campingerfahrung, wo 16 Hunde auf einem begrenzten Areal innerhalb von vier Tagen „keinen einzigen Beller oder ein Gejaule“ von sich gegeben hätten, und er fordert Aufklärung für Hundebesitzer von bellenden Hunden. Das Ideal ist also ein Lebewesen, das 24 Stunden am Tag keine Lautäußerung macht? Da gehört wirklich ein Tierpsychologe her und die Lebensbedingungen der Hunde gehörten unter die Lupe genommen. Geräusche werden inzwischen häufig als störend empfunden, obwohl sie natürlich sind, Lebewesen – einschließlich des Menschen – sollten am besten stumm sein, nicht krächzen, nicht miauen, nicht bellen, nicht singen, nicht rufen, nicht krähen, nicht schreien et cetera. Andererseits haben wir uns mit den unnatürlichen Geräuschen technischer Produkte arrangiert, deren Lärm nehmen wir inzwischen als natürlich wahr. Und ja – ich habe einen bellenden Hund, und ja, ich rufe sie manchmal zurück, wenn sie mit einem weiter weg wohnenden Hund kommuniziert, den Donner anbellt und während der Zeit der Läufigkeit zu „singen“ beginnt. Und ja, für die Kinder, die zu mir kommen, ist meine Hündin eine Bereicherung, und zwar in der Gesamtheit ihres Wesens. Sylvia Wohlfarter, Graz * * * Trauriges Bild von Graz Ich bin 83 Jahre alt und seit 1963 Grazerin. Wie oft in dieser Zeit Straßenzüge wie Annenstraße, Herrengasse, Keplerstraße, Jakominigasse, Leonhard-Straße verschandelt wurden, ist sagenhaft. Bäume hin, Bäume weg, Straßen breiter, Straßen enger. Haltestellen ungünstig verschoben, der Jakominiplatz ein Schandfleck. Es gibt ganze Straßenzüge mit etlichen „Geschäftslokalleichen“ und statt schönen Geschäften findet man jetzt Kebab-Läden und Fetzentandler. Die Gartenstadt Graz wurde zubetoniert. Ich bin absolut parteifrei und gehe auch nicht wählen, muss aber sagen, dass Alexander Götz und jetzt Vizebürgermeister Mario Eustacchio positiv für die Gestaltung von Graz agieren. Alice Käfer, Graz Naturparadies LOB UND TADEL. Ein Gartenprojekt von 15 Familien in einer Siedlung erfreut, eine Verschandelung eines frischen Grabes aber ärgert enorm. Ein Idyll inmitten von Hochhäusern + Zwischen Moserhofgasse und Sandgasse entstand in den letzten Monaten ein Kleinod von einem Gemeinschaftsgarten namens „Mohogaga“, freut sich der „Grazer“-Leser Dietmar Graffius. 15 Familien haben sich zusammengefunden, um im urbanen Siedlungsgebiet aufzuzeigen, wie binnen weniger Monate ein nachhaltiges Naturparadies entstehen kann. Graffius: „Es ist auch schön, zu erleben, wenn Nachbarn oder Passanten über den Zaun schauen und an dem kleinen Garten Gefallen finden.“ Knapp 100 Arten an Blüten und Naturpflanzen, von der Erdbeere bis zur Mairübe, von der Senfkresse bis zur Zwetschke, gibts auf 300 m 2 . KK (2)

17. JUNI 2018 www.grazer.at graz 15 inmitten einer Siedlung Unterm Uhrturm www.grazer.at S E R V I C E Grazer Hotline Mo bis Fr von 8 bis 16 Uhr Wenn Sie sich über etwas in der Stadt ärgern oder wenn Sie etwas loben wollen, greifen Sie zum Telefon! Wir hören Ihnen zu und versuchen Ihnen zu helfen. Rufen Sie einfach die Grazer-Hotline 0 316/23 21 10 Auf einmal Baum weg, Grab zerstört – Vor vier Monaten erst hat die „Grazer“-Leserin I. Kaltenegger ihre Mutter begraben und das Grab schön geschmückt. Das Grab auf dem St. Peter Stadtfriedhof ist schon seit 1909 im Besitz der Familie. Neben dem Grab stand ein wunderschöner Baum, den die Leserin die ganze Zeit gepflegt hat. Der Baum war auch ausschlaggebend dafür, dass die Mutter dort ihren „Lieblingsplatz“ hatte. Plötzlich, von einem Tag auf den anderen, war der Baum weg und das schöne Grab geradezu zerstört. Die Friedhofsverwaltung sagte der Leserin, man könne nichts machen und dürfe Bäume fällen...

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