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17. Februar 2021

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- Jeder fünfte Grazer Jugendliche hat während Corona den Sportverein verlassen - Bäume bei Kindergarten gefällt - Tipps: Vierzig Tage Fastenzeit einfach überstehen - Experte warnt: FFP2-Masken nicht verzieren oder bemalen

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2 graz www.grazer.at 17. FEBRUAR 2021 Jugend ohne Sport BESORGNISERREGEND. Jeder fünfte Grazer Jugendliche hat seinen Sportverein während Corona bereits verlassen. Die Politik appelliert jetzt an die Bundesregierung, umgehend Öffnungen anzudenken. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Durch die Auswirkungen der Covid-Pandemie zeigt sich ein besorgniserregender Trend bei den jugendlichen Grazer Vereinsmitgliedern. Im Durchschnitt gibt es einen Rückgang von rund zwanzig Prozent (siehe Infokasten). Das heißt jeder fünfte Jugendsportler hat 2020 den Verein verlassen. „Es ist klar, dass Eltern ihre Kinder abmelden, wenn diese den Verein nicht entsprechend nutzen können“, erklärt Sportstadtrat Kurt Hohensinner. „Wichtig ist jetzt, dass wir dem Sport eine echte Perspektive für die Zukunft anbieten können.“ Er richtet einen dringenden Appell an den Bund: „Der Turnunterricht für Schulkinder, die ja regelmäßig getestet werden, sollen wieder möglich gemacht werden. Der Vereinssport braucht eine planbare Perspektive. Es sollte über weitere Szenarien nachgedacht werden, wie Sport vor allem für Jugendliche wieder möglich wird. Ich erwarte mir hier ein starkes Statement vom für Sport zuständigen Vizekanzler Werner Kogler.“ Auch Sportlandesrat Christopher Drexler drängt auf eine baldige Öffnung: „Die Sehnsucht danach, wieder dem Vereinssport nachgehen zu können, ist rundherum groß und deutlich zu spüren. Für mich ist daher klar: Wenn weitere Lockerungen von Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie möglich sind, muss der Breitensport ganz vorne mit dabei sein!“ Ins selbe Horn stößt Sportamtsleiter Thomas Rajakovics: „Anders als zu Beginn der Pandemie gibt es inzwischen gibt zahlreiche Testmöglichkeiten. Schon alleine deshalb muss es den Vereinen so bald wie möglich erlaubt werden, wieder zu trainieren.“ Vereins-Austritte ■ Mädchen: Vor Corona gab es in Graz 4.053 Vereinsmitglieder, jetzt nur noch 3.084. Das ist ein Rückgang von 23,9 Prozent. ■ Burschen: Zu Beginn der Pandemie waren 6.752 in Sportvereinen, jetzt sind es noch 5.497. Der Rückgang beträgt 18,6 Prozent. ■ Gesamt: Insgesamt sind 2.224 Jugendliche weniger in Vereinen – das ist ein Minus von 20,6 Prozent. Dank für Kroatienhilfe der Stadt Graz ■ Nach dem verheerenden Erdbeben südlich von Zagreb spendete die Stadt Graz 15.000 Euro: Der Scheck wurde jetzt an den kroatischen Botschafter Daniel Gluncic übergeben. Dieser trug sich im Beisein von Vizebürgermeister Mario Eustacchio, Stadtrat Kurt Hohensinner und Honorarkonsul Nikolaus Hermann auch ins Goldene Buch der Stadt Graz ein. Der kroatische Botschafter beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt. FISCHER Erster Einblick in die Steiermark Schau ■ Am 9. April öffnet die Steiermark Schau, die Ausstellung des Landes, ihre Tore an drei Standorten in Graz. Heute präsentierte Kulturlandesrat Christopher Drexler mit Museumsleiterin Bettina Habsburg-Lothringen eine erste Vorschau auf den Beitrag des Museums für Geschichte. Dabei wird das Wechselspiel zwischen Mensch und Natur seit der Besiedelung der Steiermark im Mittelpunkt stehen. Bettina Habsburg-Lothringen und Landesrat Christopher Drexler. J.J. KUCEK

17. FEBRUAR 2021 www.grazer.at graz 3 Bäume bei Kindergarten gefällt BITTER. Die hohen Bäume waren der große Stolz des Kindergartens in der Posenergasse in Andritz. Jetzt wurden sie gefällt und damit fällt auch der hilfreiche Sonnenschutz für die Kinder weg. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Der Kindergarten in der Posenergasse hat einen schönen Spielplatz. Vor allem in der wärmeren Jahreszeit sind die Betreuerinnen mit den Kindern immer im Freien. Im Sommer, wenn die Sonne vom Himmel lachte, konnten die Kinder trotz Hitze im Garten spielen, da drei Bäume kühlenden Schatten spendeten. Thomas Wurm, einer der Anrainer, beobachtete in den letzten zwei Jahren folgendes: „In einem regelmäßigen Intervall von fünf bis sechs Monaten wurde von der Stadt Graz jeweils in einer Nachtund Nebelaktion ein hoher Baum nach dem anderen gefällt. Der Kindergarten war laut Betreuerinnen vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Zuletzt musste der einzige noch verbliebene schöne Kastanienbaum Anfang Februar weichen“. Bezirksvorsteher Johannes Obenaus: „Die Baumfällungen müssen in einer Nacht- und Nebelaktion erfolgen, da der Baum direkt an der Straßenbahnlinie 4 und 5 stand, musste der Strom abgestellt werden. Das geht nur nachts. Und laut Experten im Rathaus litt der Baum am Kastanienrindenkrebs.“ Da in der Umgebung des Kindergartens in den letzten Jahren viel gebaut wurde, befürchtete der Anrainer schon, dass man mit dem Fällen der Bäume auf dem Kinderspielplatz, Vorarbeiten für einen weiteren großen Wohnbau durchgeführt hat. Wurm: „Als ich mit meiner Frau vor zehn Jahren an den Schöcklbach gezogen bin, gab es rund um unsere Wohnanlage noch durchwegs viele grüne Flächen.“ Der Spielplatz des Kindergarten Posenergasse in Andritz: Die großen Schatten spendenden Bäume sind leider nicht mehr vorhanden. WURM

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