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16. September 2018

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- Flughafen Graz verzeichnet so viele Passagiere wie noch nie - DiensTalk: VP-Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg im Gespräch - Beschädigt: Weiter warten auf Dreifaltigkeitssäule am Karmeliterplatz - Gegen Lebensmittelverschwendung: VinziWerke planen Restl-Restaurant - Schwarzfahrer in der Gratis-Zone - Staatsanwaltschaft prüft Polizisten-Tritt - Tennisclub Kahr am Gollweg droht das Ende - Neugestaltung des Murufers - Graz bekommt eine Schwulenbar - 12-jährige Grazerin ist Star in Asien - Davis Cup in Graz

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40 wohnen www.grazer.at 16. SEPTEMBER 2018 Peter Schaller Porr Steiermark Der Bauboom in Graz wird sicher durch den Wohnbau getrieben, aber auch Magna hat zum Beispiel extrem investiert, was sich insbesonders auf den Süden von Graz und das Umland stark auswirkt.“ Alexander Pongratz Bauinnungsmeister Der Baubranche geht es sehr gut, die Konjunktur ist voll angekommen. Manchmal geht es den Kunden nicht schnell genug und die Preise sind zu hoch, aber in Graz lohnt sich das Wohnen definitv.“ Thomas Hanin GF Strobl-Bau Die Nachfrage an Immobilien wird in Graz weiterhin hoch bleiben. Gerade die gute Nutzbarkeit der Wohnungen wird im Mittelpunkt stehen. Durch den Zuzug bleibt Graz ein attraktiver Standort.“ Dank Bauboom werden ERBAULICH. Niedrigere Mieten, kürzere Bauverfahren und neue Wohnformen: Bei unserem Runden Tisch zum Thema „Bauen und Wohnen im Grazer Raum“ gaben Experten hochinteressante Ein- und Ausblicke. Von Tobit Schweighofer tobit.schewighofer@grazer.at Bauen boomt wie seit vielen Jahren nicht. Wir haben aus diesem Grund das „Who is who“ der steirischen Bau- und Immobilienwirtschaft zum Runden Tisch gebeten, um die Hintergründe dieser Ent- wicklung zu analysieren, die gegenwärtige Situation einzuschätzen und einen Ausblick in die Zukunft zu wagen. Und diese sieht für den Endverbraucher zumindest im Mietbereich durchaus rosig aus! Die Mietpreise werden nämlich aller Voraussicht nach zurückgehen. „Aufgrund der vielen großen Die Bauherren über den Dächern der Stadt am Styria Media Center. SCHERIAU Wohnbauprojekte, die derzeit in Graz im Entstehen sind, wie zum Beispiel Reininghaus, Brauquartier in Puntigam, gehe ich davon aus, dass die Preise im Mietbereich sinken werden“, berichtete der Landesinnungsmeister der Baumeister, Alexander Pongratz. Und das, obwohl die Nachfrage an Immobilien weiterhin gegeben sein wird. „Da ist kein Ende in Sicht, man muss nur auf die Bedürfnisse der Menschen achten“, erklärte der Geschäftsführer von Strobl-Bau Thomas Hanin. Denn diese wandeln sich enorm schnell. Generell gibt es einen Trend zu mehr Flexibilität im Wohnbereich. „In Zukunft könnte sogar jede zehnte Wohneinheit eine spezielle WG sein“, vermutete Nikolaus Lallitsch, Geschäftsführer von Raiffeisen Immobilien Steiermark. „Das sind aber nicht nur die viel zitierten Senioren-WGs, sondern können auch Interessensgemeinschaften sein, wie Sportler-WGs, Künstler-WGs oder Ähnliches.“ Mehr Mietnomaden Aber auch „Mietnomaden“ gibt es in immer größer werdender Zahl. „Das kann man derzeit beobachten. Menschen ziehen wo ein und sobald sie eine schönere neue Wohnung gefunden haben, gehen sie halt dort hin“, berichtete Christian Horner, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Wohn- und Siedlungsbaugesellschaft Bauen und Wohnen Steiermark (BWSt). Abgesehen vom Wohnbau tut sich aber auch im Logistikbereich vieles, wie Peter Schaller (Porr-Niederlassungsleiter Steiermark) erzählt: „Wir könnten noch viel mehr bauen, die Auftragslage ist sehr gut. Auch durch große Betriebe, die viel investieren.“ Dennoch gibt es auch Verbesserungsbedarf, wie unter anderem der Fachgruppenobmann der steirischen Immobilien- und Vermögenstreuhänder Gerald Gollenz klarstellt: „Die Abwicklungen der Bauverfahren dauern viel zu lang. Man kann einem Kunden nicht sagen, wann er einziehen kann. Eineinhalb Jahre Verzögerung können da schon passieren. Die Bebauungsplanpflicht ist ein zusätzliches Hemmnis. Es muss mehr Personal in die Stadtplanung.“

16. SEPTEMBER 2018 www.grazer.at wohnen 41 Gerald Gollenz Obmann Immobilien Der Grazer Immobilienmarkt ist sehr gut. Leider dauern die Bauverfahren etwas zu lange und wir müssen über eine sinnvolle Nachverdichtung im innerstädtischen Bereich nachdenken.“ Christian Horner GF BWSt Das Thema Wohnen ist immer im Fluss. Die Dauer von Mietverhältnissen, die Wohnwünsche verändern sich. Und das wird in den nächsten Jahren noch deutlich an Dynamik zunehmen.“ Nikolaus Lallitsch GF Raiffeisen Immobilien Wir haben eine sehr gute Immobilien-Nachfrage in Graz. Es gibt auch ein großes Angebot an hochwertigen Wohnungen, sodass wir auch in Zukunft sehr spannende Zeiten erleben werden.“ Mieten in Graz billiger! „Grazer“-Geschäftsführer Gerhard Goldbrich (vorne rechts) und Chefredakteur Tobit Schweighofer (vorne links) empfingen die Immo- und Bauexperten. SCHERIAU

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