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16. September 2018

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- Flughafen Graz verzeichnet so viele Passagiere wie noch nie - DiensTalk: VP-Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg im Gespräch - Beschädigt: Weiter warten auf Dreifaltigkeitssäule am Karmeliterplatz - Gegen Lebensmittelverschwendung: VinziWerke planen Restl-Restaurant - Schwarzfahrer in der Gratis-Zone - Staatsanwaltschaft prüft Polizisten-Tritt - Tennisclub Kahr am Gollweg droht das Ende - Neugestaltung des Murufers - Graz bekommt eine Schwulenbar - 12-jährige Grazerin ist Star in Asien - Davis Cup in Graz

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12 graz www.grazer.at 16. SEPTEMBER 2018 Video online auf www.grazer.at Reithofer und Dutzende weitere Tennisspieler jeden Alters stehen ab Ende dieser Saison auf der Straße: Ihr Verein steht vorm Verlust seines Platzes. KK(2) Mitten im Tennis-Boom droht Verein das Ende! BITTER. Vereinsgelände des Tennisclubs Kahr soll 2019 einem Immobilienprojekt zum Opfer fallen. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at In Graz herrscht diese Tage der ultimative Tennis-Hype, nicht zuletzt dank des Davis Cups, der tausende Fans anlockt. Entsprechend groß ist die Tennis-Begeisterung auch bei den vielen Grazer Vereinen, in denen Tausende aktiv sind. Über 100 von diesen spielen auch beim Tennisclub Kahr am Gollweg. Noch – denn dem Verein droht der Rausschmiss und damit wohl das Ende, wie Viktor Reithofer, selbst Aktiver, berichtet: „Wir sind alle völlig fertig. Unser Platz soll einem großen Immobilienprojekt zum Opfer fallen, das Grundstück steht davor, abgetreten zu werden, weil die Pächterin des ‚Cafe Hannelore‘, die das Lokal bei uns führt, aufgrund von adaptierten Auflagen mit Ende des Jahres aufhören muss. Unter den Personen, die das Grundstück quasi erben, hat sich inzwischen schon ein Käufer gefunden. Und wir müssen raus, stehen auf der Straße.“ Wir, das sind neben Reithofer auch noch Top-Spieler wie Christian Magg, mit dem sich etwa Davis-Cup-Lokalmatador Oliver Marach im Training diese Woche einspielte. „Und auch die vielen Talente bei uns, die das Potenzial haben, in höhere Kader aufzusteigen, haben dann keinen Verein mehr“, fügt Reithofer an. Kurios, dass es nun ausgerechnet den TC Kahr zu treffen scheint, denn der Verein hat zuletzt selbst erst eine Vielzahl an Spielern eines anderen Clubs aufgenommen, jene des „Tennis Belvedere“, die vom Platz in der Gradnerstraße ausziehen mussten. „Und“, so Reithofer, „auch der Verein in der Harterstrasse, der ‚TC Neuhart‘ hat zugesperrt.“ Wenn nun der TC Kahr aufgibt, wird es keinen Verein mehr geben, der sie aufnehmen würde: „Weil sich natürlich kein Verein findet, der über 100 Spieler zusätzlich unterbringt. Das ist ja auch alles eine Sache der Logistik, und wann sollen die denn dann alle zum Spielen und Trainieren kommen?“ fragt Reithofer resignierend. Einzige Hoffnung derzeit ist, „dass die Cafe-Pächterin doch einen anderen Käufer findet, der uns unsere Tennis-Heimat nicht nehmen würde.“ Das Video des Polizeieinsatzes sorgte für Aufregung – jetzt kümmert sich die Staatsanwaltschaft um den mutmaßlichen Tritt eines Polizisten. SCREENSHOT Staatsanwaltschaft prüft Polizisten-Tritt ARG. Gregor F., der mutmaßlich von einem Polizisten getreten wurde, musste zur Zeugenaussage. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Vor zwei Wochen sorgte ein Bericht des „Grazer“ österreichweit für Aufregung: Ein Polizist wird beschuldigt, den 38 Jahre alten Gregor F. (Name der Redaktion bekannt) bei der Festnahme getreten zu haben – das zeigt ein Video eines Passanten. Grund für den Vorfall: Sein Hund soll jemanden in einer Bar gebissen haben. Beim Betroffenen wurden im UKH Rippenprellungen festgestellt, der Hund wurde ihm abgenommen. Der Polizist soll angegeben haben, den Hund getreten zu haben. Das Video, das übrigens auf www.grazer.at zu sehen ist, wurde tausende Male angeklickt und sorgte für eine kontroverse Diskussion im Netz. Diesen Freitag wurde Gregor F. von der Staatsanwaltschaft zur Zeugenaussage gebeten. Dem betroffenen Polizisten werden Körperverletzung und „Strafbare Handlungen unter Ausnützung einer Amtsstellung“ vorgeworfen. Nach der Vernehmung aller Zeugen soll entschieden werden, ob der Fall weiter verfolgt wird. Zuvor hatte die Landespolizeidirektion Steiermark den Vorfall intern geprüft. „Auch wenn bereits eine gerichtliche Verhandlung über diesen Sachverhalt stattfindet, kann zum laufenden Verfahren keine Auskunft erteilt werden“, heißt es seitens der LPD. „Dies betrifft auch die interne Prüfung, die parallel zum Gerichtsverfahren durchgeführt wird und auch von der gerichtlichen Beurteilung abhängig ist.“ Polizei: Gewalt Die Anwendung von Zwangsmitteln (bis zum Waffengebrauch) ist in einschlägigen Rechtsvorschriften (Sicherheitspolizeigesetz, Verwaltungsstrafgesetz, Strafprozessordnung, Waffengebrauchsgesetz usw.) umfassend geregelt. Im Verwaltungsstrafgesetz (§ 36) heißt es etwa: „Bei der Festnahme und Anhaltung ist unter Achtung der Menschenwürde und mit möglichster Schonung der Person vorzugehen.“ Artikel 3 des Verhaltenskodex für Beamte mit Polizeibefugnissen bestimmt, dass diese Gewalt nur dann anwenden dürfen, wenn es unbedingt notwendig ist.

16. SEPTEMBER 2018 www.grazer.at graz 13 Kein Schild für den Arzt ■ ■ „Durch die heute gut ausgestatteten Navigationssysteme und Smartphones findet man jede Örtlichkeit, daher werden keine Hinweistafeln auf öffentlichem Gut genehmigt“, bekam ein Arzt, der seine Ordination im Brauquartier Puntigam kürzlich eröffnet hat und ein Schild, wie es bei Ärzten, Apotheken und Gesundheitszentren durchaus üblich ist, aufstellen wollte, jetzt zur Antwort von den Behörden. Das wiederum ärgert Bezirksvorsteher Helmut Scheuch: „Ich verstehe, dass man den Schilderwald versucht abzustellen, aber ohne nachzudenken pauschal das Kind mit dem Bade auszugießen, sollte nicht Ziel einer modernen Verwaltung sein! Noch dazu, dass man mir auf meine Frage, ob ich die entsprechende Verordnung sehen könne, geantwortet hat, dass der Bürgermeister persönlich darauf dringe. Ich weiß, dass das nicht der Fall ist, da Frau Stadträtin Kahr dafür zuständig ist. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, dass sie es weiß. Auf jeden Fall ist es ein besonderes Anliegen des Bezirksrates Puntigam, den ärztlichen Versorgungsgrad im Bezirk zu erhöhen und wir freuen uns über jeden Zuwachs.“ Ein neuer Arzt im Brauquartier Puntigam wollte dieses Schild als Hinweis für seine Patienten anbringen, bekam aber eine Absage von den Behörden. KK Der Augarten wird auch nach dem Umbau Erholungsoase bleiben, sagt die Stadtregierung. Die Gegner sind skeptisch und kämpfen weiter. GRAZ TOURISMUS/H. SCHIFFER Jede Anregung willkommen ■■ Noch steht der Grazer Augarten. Die Gegner der Umbaupläne machen nach wie vor mobil und zuletzt gingen auch Kinder mit ihren Eltern zu den Vorständen der Steiermärkischen Sparkasse, als nomineller Eigentümer des Augartens, um zu appellieren, dass die Vorstände sich dafür einsetzen, dass der Augarten so bleibt, wie er ist. Im demnächst eröffneten neuen Info-Center am Grazer Andreas-Hofer-Platz, im Holding Graz-Gebäude, wird es, laut Bürgermeisteramt, jede erdenkliche Info über Augarten und Murkraftwerk geben. Thomas Rajakovics, Bgm-Sprecher: „Es wird da so viel Unsinn geredet. Es werden mehr Bäume stehen als jetzt, Skaterpark, Spielplatz, alles bleibt. Es kommen nur die Hügel weg, da wird der Park in Etagen runter zur Mur errichtet. Wie diese Etagen gestaltet werden, ist noch völlig offen. Da kann jeder mitreden, dem Bürgermeister ist jede Anregung willkommen. VOJO

2021