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16. Juni 2019

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- Netzausbau 2030: Graz braucht bis zu 85 neue Straßenbahnen - Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer im Interview - Aufgrund einer Klage: Hofer im Roseggerhaus auf Eis - Schleifbach: Aber jetzt heißt es Wasser marsch - Puntigam bekommt jetzt einen Bauernmarkt - Grazer retten Hunde auf Mülldeponie in Bosnien

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6 graz www.grazer.at 16. JUNI 2019 K O M M E N T A R von Vojo Radkovic ✏ vojo.radkovic@grazer.at Die feierliche Auferstehung der Grazer Bim J etzt ist es amtlich. Alle dafür Verantwortlichen in der Stadt Graz geben grünes Licht für den gewaltigsten Ausbau der Grazer Straßenbahn aller Zeiten. Etliche neue Linien kommen, und vor allem viele neue Straßenbahnwagen werden angeschafft. Ich finde das schön. Ich habe die alte 2er-Linie rund um den Schlossberg noch gut in Erinnerung. Als Bub konnte ich noch beim 2er auf- und abspringen. Das ging damals. Und der 3er fuhr vom Schillerplatz (heute Krenngasse) nach Gösting, was für ein langer Weg für eine Straßenbahn. Damals gab es noch hunderte Straßenbahnschaffner, seit 1969 fährt man schaffnerlos, wie Wolfgang Ambros im gleichnamigen Song für Wien betrauert. Wenn man heute 15 Straßenbahnwagen bestellen möchte, bekommt man vermutlich Absagen. Es gibt nur ganz wenige Unternehmen, die Schienenfahrzeuge in aufwendiger Produktion erzeugen. Wenn man 30 bis 70 Garnituren in Aussicht stellt, schaut das schon ganz anders aus. Da leuchten die Augen bei Bombardier und Siemens. Dem Plan, Graz wieder zu einer Straßenbahn-Hauptstadt zu machen, wird sich kaum jemand ernsthaft widersetzen. Es gibt derzeit nämlich kein umweltfreundlicheres öffentliches Verkehrsmittel als eben die Bim. ERWIN SCHERIAU Vier Jahre an der Spitze JUBILAR. Vor auf den Tag genau vier Jahren wurde Hermann Schützenhöfer als Landeshauptmann angelobt – wir haben ihn zum Interview gebeten. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at T R E N D B A R O M E T E R Grazer im Rampenlicht 1. Franco Foda 150 Der Teamchef ist aufgrund der spannenden Länderspielwoche natürlich ein Garant für den 1. Platz. Herr Landeshauptmann, wenn Sie die vier letzten Jahre Revue passieren lassen: Woran erinnern Sie sich am liebsten zurück? Schützenhöfer: Die Angelobung als Landeshauptmann war natürlich ein besonderer Moment. Aber das wird alles überstrahlt von der Geburt meines Enkelkinds im letzten Frühjahr. Das ist viel schöner, als es alle politischen Erfolge jemals sein könnten. Worauf sind Sie denn inhaltlich besonders stolz? Darauf, dass wir in der Steiermark die notwendigen Reformen auch umsetzen und nicht nur davon sprechen. Ich bin auch stolz, dass es uns trotz des Sparzwangs gelungen ist, wichtige Impulse zu setzen. Ich denke da etwa an die Bereiche Bildung, Wissenschaft und Forschung. Besonders für die Stadt Graz ist da gemeinsam mit Bürgermeister Siegfried Nagl viel weitergegangen. Vom Med-Campus bis hin zum Cybersecurity Campus. Auch bei den Sportstätten haben wir zusammen schon viel umgesetzt. Was würden Sie aus heutiger Sicht anders machen? Wenn ich mir die gute Entwicklung der Steiermark ansehe, gibt es keinen Grund, viel anders zu machen. Kaum ein anderes Bundesland hat sich in den letzten Jahren so gut entwickelt wie die Steiermark. Am 16. Juni 2015 wurde Hermann Schützenhöfer (l.) von Bundespräsident Heinz Fischer als steirischer Landeshauptmann angelobt. LECHNER Wer oder was hat Sie am meisten überrascht? Im Eindruck der Ereignisse der letzten Wochen muss ich sagen, dass ich es vor dem Auftauchen dieses skandalösen Ibiza-Videos nicht für möglich gehalten hätte, dass eine Partei, die einmal staatstragend war und unsere Republik mitaufgebaut hat, die Zukunft unserer Heimat aus partei taktischen Gründen aufs Spiel setzt. Da hätte ich jede Wette verloren. Wenn ich daran denke, dass mein Kollege Doskozil im Burgenland, den ich eigentlich sehr schätze, ganz unverblümt sagt, dass man die Regierung abwählt, weil es der SPÖ was bringt, und dafür sogar eine rot-blaue Koalition eingeht, dann fehlt mir dafür jedes Verständnis. Wer diese Woche wie oft in heimischen Medien vorkam 2. Hermann Schützenhöfer 58 3. Valentino Lazaro, Grazer Fußballstarkicker 57 4. Nestor El Maestro, neuer Sturm-Trainer 50 5. Mario Kunasek, Landtagsabgeordneter 48 IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSIS TENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 666 6918) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Mag. Daniel Windisch (0664/80 666 6695), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Mag. Birgit Schweiger (Lektorat), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0 664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. 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16. JUNI 2019 www.grazer.at graz 7 Nachbarschaftszentrum: Zweites „Café Jakomini“ GEPLANT. Im Bezirk Jakomini soll bald ein Nachbarschaftszentrum einziehen. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Seit Beginn 2017 hat das Kultur- und Dialogprojekt Café Jakomini sich mit seinen Tätigkeiten einen Namen im Bezirk gemacht. Da dem Verein bis dato kein fester Platz zur Verfügung stand, wurde im Bezirksrat Jakomini beschlossen, ein Nachbarschaftszentrum zu eröffnen. Derzeit befindet es sich noch in Planung, der Förderantrag wurde zur Beschlussfassung bereits eingereicht. „Sollte es zu einer positiven Förderzusage für das Nachbarschaftszentrum Café Jakomini kommen, so könnte im August nach einigen notwendigen Adaptierungsarbeiten das Nachbarschaftszentrum offiziell eröffnet werden“, freut sich Klaus Strobl, Bezirksvorsteher von Jakomini und gemeinsam mit Eva Fürstner (Leiterin des MUWA) Projektkurator. „Wir wurden in der Conradvon-Hötzendorf-Straße fündig, in der seit langer Zeit leerstehenden Videothek im Gebäude der Pizzeria Georg direkt gegenüber der Stadthalle“, so Strobl. Insgesamt 250 Quadratmeter stehen für diverse Veranstaltungen, Plaudereien und Spaß zur Verfügung. Das gesamte Café soll einen Retro-Look bekommen. Café Jakomini soll in die ehemalige Videothek auf 250 m 2 kommen. KK/MONTAGE Das gesamte Team und die Partner freuen sich schon. KINDERFREUNDE 5. Geburtstag der Kinderstadt ■■ Von 8. bis 12. Juli wird es im GrazMuseum wieder laut zugehen. Denn die Kinderstadt BI- BONGO öffnet zum fünften Mal kostenlos für Kinder von 6 bis 12 Jahren ihre Pforten. „Es ist eine echte kleine Stadt, mitten in der Stadt“, freut sich Alexia Getzinger, Vorsitzende der Kinderfreunde. Ob auf dem Bauernmarkt arbeiten, als Chemiker oder als Feuerwehrmann – man hat die Chance, bei 41 Stationen diverse Berufe auszuprobieren. Man verdient sogar sein eigenes Geld, nämlich die „BIBONGO-Sternis“.

2021