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16. Juni 2019

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- Netzausbau 2030: Graz braucht bis zu 85 neue Straßenbahnen - Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer im Interview - Aufgrund einer Klage: Hofer im Roseggerhaus auf Eis - Schleifbach: Aber jetzt heißt es Wasser marsch - Puntigam bekommt jetzt einen Bauernmarkt - Grazer retten Hunde auf Mülldeponie in Bosnien

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4 graz graz www.grazer.at 16. JUNI 2019 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Ich bin ein Bibongoianer!“ Frei nach John F. Kennedys „Ich bin ein Berliner“ hat sich Landtagsabgeordneter Oliver Wieser bei der PK zur Kinderstadt BIBONGO auch klar ausgedrückt. KINDERFREUNDE Graz braucht bis zu 85 M. Eustacchio, G. Uhlmann, G. Fuchs und J. Hohensinn FISCHER Wohnen im grünen Bereich ■■ Auf dem Areal des ehemaligen Lagers Liebenau soll noch heuer der Spatenstich für moderne Wohngebäude erfolgen, in denen rund 350 Personen ein neues Zuhause finden werden. Aus dem Wohnareal Grünanger mit derzeit 35 Holzbaracken sollen so bis Ende 2021 36 Gebäude mit über 150 zeitgemäßen und modernen Wohnungen entstehen. Für Bürgermeister- Stellvertreter Mario Eustacchio ein wahres Leuchtturmprojekt. SFG-GF Christoph Ludwig und LH-Stv. Michael Schickhofer STOLZ Antrittsbesuch neuer SFG-Chef ■■ Seit rund zwei Monaten ist Christoph Ludwig Geschäftsführer der Steirischen Wirtschaftsförderung (SFG). Bei seinem Antrittsbesuch bei Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer wurde die Entwicklung der Wirtschaft und die aktuellen Prognosen erörtert. „Die Steirische Wirtschaftsförderung ist ein ganz wichtiger Impulsgeber der heimischen Wirtschaft für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit“, so Schickhofer. Der Jakominiplatz wird Straßenbahnverkehrsknotenpunkt auch ab 2023 bleiben. Die 2er-Linie könnte ein Comeback feiern, allerdings nicht wie im kl. Foto oben mit den original-alten Trams. RED BULL CONTENT POOL, TRAMMUSEUM derGrazer Was würden Sie gerne ausbauen? „Am liebsten die Grazer Gehwege. Es sollte mehr geben und attraktivere. Ich bin da sehr ökologisch.“ Gerhard Moser, 66, Beamter „Den Garten! Damit rund ums Haus nur Grün und keine Straße ist. Einfach eine richtige Wohlfühloase.“ Katharina Pepper, 21, Studentin „Bei der Hitze am liebsten den Kühlschrank, damit er begehbar und vielleicht mobil ist.“ Samuel Kalud, 18, Tänzer Blitzumfrage „Ich würde gerne mein Haus etwas ausbauen. Ein begehbarer Kleiderschrank wäre auch toll.“ Lissi Willcocks, 61, Pensionistin ? ALLE FOTOS: DER GRAZER „In Graz die Radwege! Würde man die besser ausbauen, würden auch viel mehr darauf fahren.“ Maximilian Rudlof, 23, Student

16. JUNI 2019 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP STADT GRAZ, GETTY Badegast mit vielen Schutzengeln Ein 40-Jähriger hatte in der Auster ziemliches Glück. Dank mehrerer Helfer konnte er erfolgreich reanimiert werden. Anzeigenflut für Mopedlenker Bei einer Polizei-„Aktion scharf“ in Graz gab es bei nur 18 Kontrollen 105 Anzeigen gegen Mopedfahrer. FLOP ➜ neue Straßenbahnen Kurz gefragt … GEWALTIG. In den nächsten vier bis elf Jahren benötigt Graz mehr als 70 neue Straßenbahnen. Es ist die größte Tram- Anschaffung aller Zeiten. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Für Graz brechen goldene Straßenbahnzeiten an. Lange Zeit wurden die Trams ein wenig in den Hintergrund gedrängt. Jetzt startet die Stadt Graz die größte Straßenbahn-Anschaffung aller Zeiten. Der Bericht über die Beschaffung von neuen Straßenbahnwagen hat das Kontrollgremium der Graz-Linien der Holding Graz passiert und noch 2019 werden im Gemeinderat erste Beschlüsse gefasst. Aktuell verfügen die Graz-Linien in ihrem Fuhrpark über 85 Straßenbahnen. In der betrieblichen Frühspitze sind davon 66 Bims im Einsatz, heißt es in dem vorgelegten Bericht. Ab 2023 sollen in der Frühspitze 79 Trams unterwegs sein. Dafür benötigen die Graz-Linien erst mal 15 neue Straßenbahnwagen und danach 30 neue Garnituren. Für den gesamten Netzausbau ab 2023 bis 2030 sind insgesamt 70 bis 85 neue Straßenbahnwagen nötig. Neue Tram-Linien Benötigt werden die neuen Trams wegen des Netzausbaues. Es kommen neue Linien, Reininghaus, Smart City, Neutorgasse als Herrengassen-Entflechtung, und in weiterer Folge ist die Streckenführung über den Griesplatz nach Gösting, das Comeback der 2er- Linie rund um den Schlossberg und über die Keplerstraße auch rauf zum Bahnhof geplant. Bürgermeister Siegfried Nagl: „Zusätzliche 60.000 Passagiere als mobile Klimaschützer werden in Graz auf den neu geplanten Linien unterwegs sein.“ Verkehrsstadträtin Elke Kahr: „Das ist die größte von der Stadt Graz je gemachte Tram-Anschaffung.“ Barbara Muhr, Holding- Vorständin für die Graz-Linien: „Wir modernisieren laufend die Infrastruktur, um Kundenwünschen und dem letzten Stand der Sicherheit und Technik zu entsprechen. So starten wir in den nächsten Wochen auch umfangreiche Arbeiten an den Weichen am Hauptplatz und den Schienen am Jakominiplatz.“ Geliefert werden die neuen Garnituren von großen Anbietern wie Bombardier (Kanada) und Siemens. Hier gilt es laut Graz-Linien den Markt zu sondieren und die Möglichkeit, sich bei Bestellungen mit anderen Verkehrsbetrieben zusammenzutun. Auch wird versucht, die alten Cityrunner sozusagen als Eintauschfahrzeuge anzubieten. Laut Kennzahlenbericht der Holding betrug der Umsatz 2018 pro Fahrt und Fahrgast 0,41 Cent, die Gesamtkosten je Fahrgast sind mit 1,04 Euro hochgerechnet, ergibt für die Graz-Linien einen Zuschussbedarf pro Fahrgast von 0,63 Cent. Im Jahr 2018 beförderten die Graz-Linien übrigens 62.161.000 Passagiere, ein Plus von 1,2 Prozent. ... Barbara Muhr 1 Die Bim wird in Graz Hauptverkehrsmittel? Muhr: Der umfangreiche Netzausbau und die neuen Linien machen die Bim zur Nummer eins der Verkehrsmittel in Graz. Sie sind emissionsfrei und damit umweltschonend und komfortabel im Fahrbetrieb. 2 Wie sieht es mit Remisen und Personal aus? Muhr: Der Ausbau der Remisen und der entsprechende Personalbedarf sind Teil aller damit verbundenen Planungen. 3 Anderes Thema. Gibt es wieder die Oldie-Bim- Aktion wie 2018? Muhr: Diese Aktion war im letzten Jahr ein großer Erfolg, weshalb wir sie auch heuer machen wollen.

2021