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16. Juni 2019

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- Netzausbau 2030: Graz braucht bis zu 85 neue Straßenbahnen - Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer im Interview - Aufgrund einer Klage: Hofer im Roseggerhaus auf Eis - Schleifbach: Aber jetzt heißt es Wasser marsch - Puntigam bekommt jetzt einen Bauernmarkt - Grazer retten Hunde auf Mülldeponie in Bosnien

38 wohnen www.grazer.at

38 wohnen www.grazer.at 16. JUNI 2019 Immobranche tagte in Graz ERBAULICH. Die Bundestagung der Immobilienwirtschaft fand diese Woche in Graz statt. Im Zentrum standen die Digitalisierung und die Urbanisierung. ■■ Bauträger, Immobilienmakler und Hausverwalter aus ganz Österreich kamen diese Woche beim Branchenereignis des Jahres, dem Bundestag der Immobilienwirtschaft, in Graz zusammen. Unter dem Motto „Concepts for Life“ warfen mehr als 300 Experten einen Blick in die Zukunft der Branche: neue Wohnkonzepte, neue Vermarktung, neue Verwaltung. Vor allem zwei Themenbereiche standen da im Fokus. Die Digitalisierung hält mehr und mehr Einzug in die Branche. Neuerungen in Sachen Bautechnik als auch Maklersoftware sind da inzwischen gang und gäbe. „Im Bereich der Bauträger ist aber noch einiges zu erwarten“, sagt etwa der steirische Fachgruppenobmann Gerald Gollenz voraus. Der zweite Schwerpunkt beschäftigte sich mit den Folgen der baulichen Konzentration auf die Ballungsräume. „Wir dürfen die Regionen nicht aussterben lassen!“, so Gollenz. Verkehrsinfrastruktur, Breitband und andere Voraussetzungen seien nötig, um die fortschreitende Urbanisierung zu stoppen und das Leben in den Regionen lebenswert zu erhalten. VENA Virtual Reality und Co: Digitalisierung hält Einzug in die Immobranche. GETTY Zwist DEBATTE. Die Immobilienbranche kritisiert das neue räumliche Leitbild. Im Bürgermeisterbüro versteht man die Aufregung nicht. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Das neue räumliche Leitbild in Graz sorgt weiter für Aufregung. Nachdem das Stück im Mai aufgrund von fehlenden Versiegelungsgraden zunächst von der Tagesordnung des Gemeinderats fiel, letzte Woche dann aber doch beschlossen wurde, mit der Bedingung, dass das Land zuerst die nötige Raumordnungsnovelle beschließen müsse, ist es dieses Mal die Immobilien- und Bauwirtschaft, die nicht zufrieden ist. „Mit Rätsel-Lösung vom 9. 6. 2019 Lösung des Rätsels der letzten Ausgabe B O F B M S S O N N T A G S B L A T T D A T E E A L A R M L E O P O L D I N U M A O A N N O L O L I S O F A L K E N B A C H S S V E N E N U A N C E E B L O T H A N N E D A N K E N O T L A G E G E U T E B I T E R F A C H H O C H S C H U L E S H O N K T S T E R E S T Lösung: H E U R I G P O PALAIS N B A B E R B E G A B T E T MERAN I R A E U D E Lösungswort: PALAIS MERAN Sudoku-Lösung vom 16. 6. 2019 4 3 9 7 2 8 1 6 5 2 7 6 9 5 1 4 3 8 8 1 5 3 4 6 2 7 9 5 8 1 6 7 4 3 9 2 7 2 3 5 8 9 6 1 4 9 6 4 2 1 3 5 8 7 6 5 2 8 3 7 9 4 1 3 4 7 1 9 2 8 5 6 1 9 8 4 6 5 7 2 3

16. JUNI 2019 www.grazer.at wohnen 39 um räumliches Leitbild der Interessensvertretung wurde nicht gesprochen, wir mussten in der Presse lesen, dass das Leitbild beschlossen wird“, ärgert sich Immobilienfachgruppenobmann Gerald Gollenz. „Wir müssen künftig mit dem Leitbild arbeiten. Aber es steht nur drin, was man nicht darf, nicht, was man darf!“ Mehrere Briefe an die Stadt und Vorschläge zur Diskussion seien nicht berücksichtigt worden. Auch das Herantreten an, der Interessensvertretung „politisch nahestehende Gemeinderäte“ hätte nicht gefruchtet. Konkret fehlen Gollenz mangelnde rechtliche Klarstellungen. „Formulierungen wie ,maximal zwei bis vier Geschoße‘ sind zu ungenau. Es ist unklar, wie hoch wir bauen dürfen.“ In einem weiteren Punkt gehe es um dichterelevante Erschließungen – beispielsweise offene Wände, die nun Relevanz bekommen sollen. Gollenz wünscht sich auch da eine Nachschärfung. Land soll helfen Dafür, dass die Stadt Graz die Grünflächenregelung, wie es Bedingung ist, ins Leitbild aufnehmen kann, muss im Landtag noch vor dem Sommer eine Novelle des Raumordnungsgesetzes beschlossen werden. Deshalb möchte die Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer jetzt über das Land versuchen, die nötigen Klarstellungen doch noch zu erreichen. „Mit der Aufsichtsbehörde wurde bereits gesprochen. Man hat uns Verhandlungsbereitschaft signalisiert“, berichtet Obmann Gollenz. In der Stadt versteht man die Vorwürfe nicht ganz. „Wir haben die sehr konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge der Wirtschaftskammer in die letzte Fassung des Leitbilds aufgenommen“, kontert Bürgermeister-Sprecher Christian Köberl die Kritik. „Mit den unterschiedlichen Werten bei der maximalen Geschoßanzahl hat die Stadt Graz die Flexibilität, auf die bestehenden Baukörper in der Umgebung Rücksicht zu nehmen.“ Auch Bürgermeister Siegfried Nagl hofft auf eine baldige Regelung. Letzte Woche platzte ihm ja nahezu der Kragen: Vor 16 Monaten gab es eine Petition ans Land zur Novellierung der Raumordnung. Bis jetzt ist nichts passiert. Immobilienfachgruppenobmann Gerald Gollenz wünscht sich im räumlichen Leitbild der Stadt Graz ein paar rechtliche Klarstellungen. GETTY, MEDIENDIENST

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