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16. Februar 2021

- Grazerin rockt jetzt die Starmania-Bühne - Hilferuf der Gastronomen, Hoteliers, Sportler und Künstler, - Kabarett-Musiker Paul Pizzera im Interview - Grazer Original: Ghostwalker Josef Tschida - Bezirksvorsteherin fordert Neugestaltung von Gries

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2 graz www.grazer.at 16. FEBRUAR 2021 Grazerin bei „Starmania 21“ Die Grazerin Deborah Posadas schafft es als eine von 64 Kandidaten in die neue Auflage von Starmania. Schon mit vier „spielte“ sie Gitarre. TALENT. Starmania startet nach zwölf Jahren Pause eine neue Staffel. Heute wurden die insgesamt 64 Kandidaten bekannt gegeben. Die Grazerin Deborah Posadas spricht über Musik und ihre Teilnahme. MOSER, PRIVAT Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Nach insgesamt zwölf Jahren Pause feiert die Talentshow Starmania diesen Freitag ihr Comeback! 1.700 Bewerber, 200 haben es bis zum Live-Casting geschafft und 64 sind bei „Starmania 21“ nun endgültig mit dabei. Die Kandidaten wurden heute offiziell bekanntgegeben. Unter ihnen auch die ehemalige „Grazer“-Mitarbeiterin und leidenschaftliche Sängerin Deborah Posadas. Zudem erreichte die 23-jährige Grazerin heuer den zweiten Platz beim Wedding Award in der Kategorie Live-Musik Trauung. Singen liegt ihr einfach im Blut, und das will sie in einer der kommenden Liveshows auch der Jury, bestehend aus Sänger und Echo-Preisträger Tim Bendzko, Sängerin und Amadeus-Preisträgerin Ina Regen und der mit dem Bayerischen Kulturpreis ausgezeichneten Rapperin, FM4- Moderatorin und Autorin Nina Sonnenberg alias Fiva, beweisen. Wir haben mit der Teilnehmerin ein Exklusivinterview geführt. Wie und wann haben Sie erfahren, dass Sie in die Liveshows einziehen dürfen? Deborah Posadas: Ich wusste im Vorhinein schon die Woche, in der man es erfahren wird und war natürlich ultra nervös. Ich war am Wochenende auf einer Alm, wo kein Empfang war, und hatte die ganze Zeit so Angst, dass sie mich nicht erreichen würden. Das war natürlich so, am Samstag (23. Jänner), war ich von der Alm unten und hab mein Handy sofort wieder eingeschaltet, hatte zwei Anrufe und eine Mail in Abwesenheit. Ich hab gleich im Auto mit meiner Mama zurückgerufen und da haben sie mir gesagt, dass ich es geschafft habe! Ich war voll aufgeregt, aber das schwerste daran war, dass ich es noch keinem erzählen durfte. In den Shows treten in den nächsten Wochen jeweils 16 Leute auf, aber nur acht von ihnen kommen weiter. Sind Sie deswegen schon nervös? Deborah Posadas: Extrem! Ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass ich das nicht so wichtig nehmen soll. Es ist schon ein enormer Druck da, vor ganz Österreich zu singen. Die 50:50 Chance könnte dafür schlimmer sein. So viel darf ich aber schon sagen: Mein Song hebt sich von den anderen definitiv ab. Aufgrund von Corona wird es ja kein Publikum geben – finden Sie es komisch, nur für die Jury eine Show abzuliefern? Deborah Posadas: Ja, es ist schon ein wenig merkwürdig. Andererseits glaube ich, dass es gar nicht so schlecht ist. Vielleicht ist man weniger aufgeregt wenn einen nicht ganz Österreich dabei anstarrt sozusagen. Ich denke, es hat für jeden seine Vor- und Nachteile. Dafür werden von Freunden und Familie Applaus-Videos eingeblendet, was ich eine sehr süße Idee finde! Also ich werde ultra nervös sein – bin ich ja jetzt schon – vielleicht fällt es mir dadurch ein bisschen leichter. Wie sind Sie überhaupt auf die Idee gekommen, sich für die neue Staffel zu bewerben? Deborah Posadas: Eigentlich gleich, nachdem ich erfahren hab, dass Starmania wieder kommt. Ich bin Fan seit ich fünf bin, das war die erste Staffel mit Christina Stürmer. Meine Mama hat erzählt, dass ich immer auf mein Hochbett gestiegen bin und wollte, dass sie mich genauso ansagt wie Arabella Kiesbauer. Ich bin deswegen schon so gespannt, wie es ist, wenn die „echte“ Arabella mich anmoderieren wird! Es ist einfach ein Nostalgie-Faktor, weil ich immer schon Fan davor war. Und außerdem habe ich mir dann gesagt: Wenn nicht jetzt, wann dann? Durch den zweiten Platz beim Wedding Award sind Sie auch eine noch gefragtere Hochzeitssängerin geworden – was passiert, wenn Sie Starmania gewinnen sollten? Deborah Posadas: Ich würde definitiv versuchen, beides unter den Hut zu bringen. Ich finde Hochzeiten einfach so schön und es macht mir so enorm viel Spaß. Dieses Jahr bin ich sicher noch bei allen dabei, komme was wolle. Generell tu ich mir bei der Planung für nächstes Jahr schon schwerer, weil ich auch nicht sagen kann, was passieren wird. Ich würde Weiter geht‘s auf der nächsten Seite!

16. FEBRUAR 2021 www.grazer.at graz 3 wahrscheinlich deutlich weniger machen, das müsste ich aber dann schauen. Ich bin jedenfalls offen für alles, was passiert. Was macht Sie besonders und hebt Sie von der Masse ab? Deborah Posadas: Es ist schwer zu sagen. Alle sind aus einem guten Grund hier und richtig gut. Die Konkurrenz ist auf jeden fall mega! Ich würde aber sagen, dass ich mit zarten Tönen viel rüberbringen kann und damit die Leute berühre. Ich liebe es, gefühlvoll zu singen. Ich bin nicht so die Powerbraut. Für mich ist das Faszinierende an der Musik, dass man sie nicht nur hören kann, sondern auch bei anderen etwas auslösen kann. war. Das war eine sehr schwere Zeit, aber meine Mama hat immer versucht, mich früh zu fördern. Ich weiß noch genau, wie mein Musiklehrer vom Musikgymnasium Dreihackengasse meine Mama zu einer Sprechstunde geholt hat, und ihr mitgegeben hat, wie wichtig es wäre, mir Gesangsunterricht zu ermöglichen, weil ich so viel Potential hatte. Gerade nach der Scheidung war es für sie sehr schwer, dennoch hat sie in mich und meine Stimme investiert. Ich bin für alles so dankbar und es ist für mich nach wie vor so besonders so viel Unterstützung bekommen zu haben. Danke dafür! Auch an meinen Musikprofessor! (*lacht*) fort zum Telefon gegriffen und angerufen, als ich sagte, dass ich fünf bin, mussten sie mir leider sagen dass ich noch zu jung sei. Dafür ermöglichten meine Eltern mir, bei einer Mini Playback Show mitzumachen, bei der man ja nur die Lippen bewegte und nicht richtig sang. Aber alleine die Proben und die Bühne haben es mir damals schon angetan. Hatten Sie jemals Zweifel daran, als Sängerin erfolgreich zu werden? Deborah Posadas: Oh ja! Sehr oft sogar. Es hat sogar eine Phase gegeben, wo ich nichts mehr mit Musik zu tun haben wollte, weil ich immer als „die Sängerin“ abgestempelt wurde, dabei wollte ich einfach einmal Debby sein. Deswegen habe ich mich distanziert was mir im Nachhinein aber sehr gut getan hat. Mittlerweile bin ich in einer guten Balance. Man zweifelt aber immer noch schnell daran, gerade in Zeiten wie Corona. Wir wünschen der 23-jährigen jedenfalls viel Glück und drücken ganz fest die Daumen! Und wer weiß, vielleicht bringt „Debbie“ ja einen Sieg nach Graz! Sind Sie in einer musikalischen Familie aufgewachsen? War Singen immer schon ein wichtiger Teil Ihres Lebens? Deborah Posadas: Nicht unbedingt. Es kann in meiner Familie zwar jeder singen, aber ich bin die erste, die es wirklich auch professionell macht. Meine Eltern haben sich getrennt als ich zehn war, geschieden als ich 13 Wollten Sie also immer schon Sängerin werden? Deborah Posadas: Es war immer schon klar, dass ich Sängerin werden will, ja. Ich wollte mit fünf sogar beim Kiddy Contest mitmachen, hab im Fernsehen gesehen dass man einfach nur bei einer Nummer anrufen muss um sich anzumelden. Mit meinen stolzen fünf Jahren habe ich natürlich so-

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