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16. Dezember 2018

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- Akuter Ärztemangel in den Bezirken: Nur ein Arzt für 4000 Grazer - Pflegeskandal: „Hier sollen nur Menschen arbeiten, die Menschen lieben“ - Stopp für Stadion-Umbau - Neues Paket gegen den Feinstaub - Graz bekommt ein Reise-Festival - Neue riesige Parkanlage für den Bezirk Jakomini - Bildungshaus Mariatrost: Zukunft steht in den Sternen

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6 graz www.grazer.at 16. DEZEMBER 2018 KOMMENTAR Älteste Schule der Stadt muss in Stadt bleiben „Hier sollen nur Menschen arbeiten, die Menschen lieben“ Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at D as Akademische Gymnasium in Graz ist die älteste Schule der Steiermark. Die Schule wurde vor 445 Jahren am 15. November 1573 gegründet. Aktuell gehen dort pro Schuljahr ca. 500 Schüler in die Schule und noch viel mehr wollen in den nächsten Jahren dazukommen. Die Direktorin dieser Schule klagt seit langem, dass die Schule aus den Nähten platzt. Da gibt es „Wanderklassen“, was für ein Wort, einige Klassen haben kein eigenes Klassenzimmer. Geturnt wird sowieso auswärts. Daher muss die Schule erweitert werden. Dafür eignet sich am Tummelplatz schräg gegenüber der Schule ein Haus, das der Stadt gehört und in dem eine Baustrafbehörde war. Die Beamten bekommen ein neues Heim und das Haus steht leer. Ideal für die Schulerweiterung des Akademischen. Es gibt eine Machbarkeitsstudie, und die Stadt steht voll hinter den Schulplänen. Aber es geht nichts weiter. Im Landesschulrat blockiert jemand in der Führungsriege das Projekt. Es wird mit der Stadt nicht mehr verhandelt. Offenbar will man die Schule an der Peripherie erweitern. Stichwort Reininghaus. Das darf nicht passieren, diese Schule muss in der Stadt bleiben. Gefahr im Verzug! Erst kommt der Skandal, Menschen in der Alterspsychiatrie waren Gewalt- und Verbal-Attacken ausgeliefert. Dann wird eine Expertenkommission eingesetzt, und schließlich sagen die führenden Krankenhauschefs, dass sie all das tun werden, was sie eigentlich schon lange hätten tun sollen. Der frühere Grazer Bürgermeister und SOKO-Leiter Alfred Stingl hat sich in die Materie vertieft und im Büro des Gesundheitslandesrates Christopher Drexler gemeinsam mit Volksanwalt Günther Kräuter, Patientenanwältin Renaaufräumen. Nach Skandal in der Ex-LSF-Alterspsychiatrie soll mehr Personal und bessere Infrastruktur Lösung sein. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Die Stipendien wurden in der Wirtschaftskammer übergeben. Fischer Skandal in der LSF-Alterspsychiatrie: Günther Kräuter, Renate Skledar, Christopher Drexler und Alfred Stingl (v. l.) bringen Licht ins Dunkel. luef, kk te Skledar und zwei Kommissionsmitgliedern einen „LSF-Zwischenbericht“ vorgelegt. Der Skandal im ehemaligen LSF-Krankenhaus kam Mitte Juli 2018 in die Schlagzeilen, die Kommission startete Mitte August 2018 und der Endbericht soll Mitte April 2019 am Tisch liegen. Die KAGes schickt mit Jahresbeginn zwei neue Stationsschwestern in die Alterspsychiatrie, bis zum Vorliegen des Endberichtes will man weitere Personalaufstockungen vornehmen, verspricht bei der Präsentation im Drexler- Büro KAGes-Aufsichtsrat Günter Dörflinger, der ja selbst mal Gesundheitslandesrat war. Die Kommission hat sich auch intensiv mit der Frage der Fixierungen beschäftigt und dazu Gesprä- Julius-Raab-Stipendien vergeben che mit Patienten, Mitarbeitern und Ärzten geführt. Ob nun notwendige Fixierungen, Sitzwachen, nervende Nachtdienste, es geht immer um den Menschen, um Respekt und Würde. Und SOKO-Leiter Alfred Stingl brachte es auf den Punkt: „Hier sollen nur Menschen arbeiten, die Menschen lieben!“ Was das schwierige Arbeitsgebiet Alterspsychiatrie betrifft, sind dort sehr viele gute und engagierte Kräfte am Werk, oft überfordert und manchmal auch kurz vor dem Burnout. Künftig mehr Personal, eine baulich verbesserte Infrastruktur und mehr Kontrollen sollen sicherstellen, dass künftig solche Skandale wie zuletzt im Ex-LSF nicht mehr passieren. ■■ WK-Präsident Josef Herk und die Zweite Landtagspräsidentin Manuela Khom haben am Donnerstag in Graz Julius-Raab-Stipendien an 69 steirische Studenten sowie Anerkennungspreise an 42 junge Fachkräfte im Gesamtwert von rund 54.000 Euro übergeben. Das Julius-Raab-Stipendium existiert seit 57 Jahren, unter anderem vergibt der Stipendienfonds der Julius-Raab-Stiftung regelmäßig Stipendien für Studienaufenthalte im Ausland. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSIS TENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 666 6918) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Mag. Daniel Windisch (0664/80 666 66 95), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Mag. 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16. DEZEMBER 2018 www.grazer.at graz 7 Stopp für Stadion-Umbau Jetzt ist es tatsächlich passiert: Die Maschinen in Liebenau, wo die kleine Eishalle verlegt und neu gebaut werden soll, damit zwischen Merkur Arena und Eishalle ein neuer Stadionvorplatz entstehen kann, stehen noch monatelang still. Ein einziger Einspruch einer Grazerin genügte, um den Fall jetzt vor den Verwaltungsgerichtshof zu bringen. Die Folgen sind weitreichend: „Der Einspruch verursacht unglaubliche Mehrkosten. Die Verzögerung wird die Stadt mindestens 1,7 Millionen Euro kosten“, rechnet mcg- und Stadion-Liebenau-GmbH-Geschäftsführer Armin Egger vor. Sollten alle Instanzen durchlaufen werden müssen, könnte der millioarg. Aufgrund eines einzigen Einspruchs muss der Umbau der Sportwelt Liebenau teilweise gestoppt werden. Die Kosten belaufen sich auf mindestens 1,7 Millionen Euro – die Eiskunstlauf-EM 2020 wackelt. Der Baustopp verursacht Kosten von mindestens 1,7 Millionen Euro. LUEF Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at nenschwere Umbau bis zu zwei Jahre dauern. Damit wackelt auch die Eiskunstlauf-Europameisterschaft 2020. Jetzt wird fieberhaft nach Lösungen gesucht. „Wir werden ein Provisorium für die Trainingshalle aufstellen müssen, aber wie das aussehen soll, wissen wir noch nicht“, erklärt Sportstätten-Betriebsleiter Hannes Knoll.

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