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16. Dezember 2018

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- Akuter Ärztemangel in den Bezirken: Nur ein Arzt für 4000 Grazer - Pflegeskandal: „Hier sollen nur Menschen arbeiten, die Menschen lieben“ - Stopp für Stadion-Umbau - Neues Paket gegen den Feinstaub - Graz bekommt ein Reise-Festival - Neue riesige Parkanlage für den Bezirk Jakomini - Bildungshaus Mariatrost: Zukunft steht in den Sternen

graz 4

graz 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 www.grazer.at 16. DEZEMBER 2018 Vergeblich wäre unser Ringen, denn nur gemeinsam kann gelingen, dass den Grazern auch gefällt, was ihnen heute vorgestellt.“ FP-Klubchef Armin Sippel wurde zum Abschluss seiner Budgetrede zum Dichter. STADT GRAZ/PACHERNEGG Nur ein Kassenarzt Akuter Ärztemangel! Roth, Strasser und Schickhofer mit den vielen Spielsachen kk Überraschung für Christkindl-Box ■■ Eine große Überraschung gab es für die „Saubermacher- Christkindl-Box“ von LH-Vize Michael Schickhofer. Er übergab Silke Strasser von der Caritas und Saubermacher Hans Roth jede Menge an Spielsachen. Gespendet haben das Spielzeug Schickhofers Kinder Minna, Vincent und Gregor sowie Nichte Lara und Neffe Luca. Das Spielzeug geht an Kinder, die nichts unter dem Christbaum liegen haben. Jetzt gibt’s die Weihnachtsfreude! Krebshilfe-Geschäftsführer C. Scherer (l.) mit Vertreterinnen der Clubs 13.552 Euro für die Krebshilfe Peter Melbinger/Krebshilfe Steiermark ■■ Gemeinsam mit der Krebshilfe luden heuer wieder steirische Damen-Service- Clubs – darunter Soroptimist und Inner Wheel Clubs – zur Pink-Ribbon-Kino-Charity, um Frauen an die Brustkrebsvorsorge zu erinnern. Dabei konnten die Clubs an insgesamt sechs Kinoabenden rund 1000 Frauen erreichen und insgesamt 13.552 Euro an Spenden zugunsten der Krebshilfe sammeln. Kassen-Allgemeinärzte ■■Innere Stadt: ■■St. Leonhard: ■■Geidorf: ■■Lend: ■■Gries: ■■Jakomini: ■■Liebenau: ■■St. Peter: ■■Waltendorf: ■■Ries: ■■Mariatrost: ■■Andritz: ■■Gösting: ■■Eggenberg: ■■Wetzelsdorf: ■■Straßgang: ■■Puntigam: Manche Bezirke wie St. Leonhard sind mit Ärzten gut versorgt, andere wie Straßgang eher weniger. derGrazer Und was fehlt Ihnen? „Ganz viel Schnee am Schöckl, damit man dort endlich wieder rodeln gehen kann.“ Gerald Mader, 65, Rechtsanwalt 1260 Einwohner pro Arzt 1980 Einwohner pro Arzt 2270 Einwohner pro Arzt 2280 Einwohner pro Arzt 3300 Einwohner pro Arzt 3010 Einwohner pro Arzt 2450 Einwohner pro Arzt 3940 Einwohner pro Arzt 2000 Einwohner pro Arzt 2980 Einwohner pro Arzt 3270 Einwohner pro Arzt 2730 Einwohner pro Arzt 2270 Einwohner pro Arzt 2620 Einwohner pro Arzt 3930 Einwohner pro Arzt 3430 Einwohner pro Arzt 3090 Einwohner pro Arzt „Mehr Unternehmungen mit der Familie und Freunden. Die Zeit fehlt leider viel zu oft dafür.“ Martina Ulrich, 22, Studentin „Mit fehlt es an gar nichts. Ich helfe lieber anderen Menschen, denen viel fehlt.“ Gerhard Weswaldi, 52, Key Account Manager Blitzumfrage „Schlaf! Momentan komm ich von der Arbeit und geh dann eigentlich schon wieder in die Arbeit.“ Karin Sidertis, 56, Kinderbetreuerin ? getty, KK ALLE FOTOS: DER GRAZER „Einfach nur etwas mehr Zeit. Ich finde nämlich, dass sie viel zu schnell an uns vorbeirennt.“ Peter Schernthaner, 55, Kaufmann

16. DEZEMBER 2018 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP FLUGHAFEN GRAZ, GETTY Passagier-Rekord am Flughafen Der Flughafen Graz schafft heuer einen neuen Passagier-Rekord. Diese Woche wurde der millionste Fluggast gezählt. Gefährliche Trampoline Grazer Ärzte warnen: Heuer verletzten sich 105 Kinder in Indoor-Trampolinparks – doppelt so viele wie im Vorjahr. FLOP ➜ für 4000 Grazer! Kurz gefragt … mangel. In einigen Grazer Bezirken gibt’s viel zu wenige Kassenärzte. Rufe nach einer Neuverteilung der Ärztestellen werden laut. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at handelt ein Allgemeinmediziner jeweils 3300 Patienten. Und die Lage wird sich noch verschärfen, denn in den nächsten Jahren gehen fast alle Kassenärzte für Allgemeinmedizin in Gries in Pension. „Fairere Verteilung“ „Die Kassenärzte sind in Graz sehr schlecht verteilt“, kritisiert Gesundheitsexperte Christoph Pammer und fordert Gegenmaßnahmen (siehe rechts). Dem schließt sich Grünen-Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl an: Es gebe große Unterschiede in der Versorgungsdichte, Bezirke wie Gries seien gegenüber St. Leonhard oder Waltendorf benachteiligt, argumentiert Krautwaschl in einer Anfrage an VP-Gesundheitslandesrat Christopher Drexler. Das Ziel müsse eine „fairere und bedarfsgerechte Verteilung der Kassenstellen sein“, sieht Krautwaschl Landesregierung und GKK gefordert. Unterstützung für Krautwaschl kommt von KP-Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer. „Die Zwei-Klassen-Medizin ist in Graz deutlich sichtbar: Die Stadtteile, die am dichtesten bewohnt Rund 220 Mediziner mit Verträgen der Gebietskrankenkasse gibt es in Graz, die Hälfte davon sind Allgemeinmediziner. Doch sie sind ungleich übers Stadtgebiet verteilt: Während manche Bezirke eine hohe Ärztedichte aufweisen, herrscht in anderen Stadtteilen Mangel. So stehen im Bezirk Wetzelsdorf für knapp 16.000 Einwohner nur vier Allgemeinmediziner mit GKK-Vertrag zur Verfügung – wie in St. Peter kommen hier auf einen Kassenarzt im Schnitt fast 4000 Patienten (siehe Fakten-Box links). Zum Vergleich: In der Inneren Stadt sind es pro Arzt nur 1260 Patienten. Auch im Bezirk Gries gibt’s wenige Kassenärzte, hier besind, haben am wenigsten Kassenärzte. Gerade das rechte Murufer ist besonders benachteiligt. Wer sich keinen Wahlarzt leisten kann, muss lange Wartezeiten in Kauf nehmen“, so Krotzer. Landesrat Drexler betont, dass für Planung und Verteilung der Kassenstellen grundsätzlich GKK und Ärztekammer zuständig seien. Doch auch er ortet in Graz einen gewissen Handlungsbedarf: „Gerade aufgrund der Dynamik, die in Graz herrscht, gilt es laufend den Bedarf an Ärzten zu überprüfen.“ Drexler denkt dabei etwa an „die Möglichkeit, dass sich Mediziner eine Kassenarztstelle teilen können, oder an das von uns forcierte Modell der Gesundheitszentren“. Aus Sicht der GKK ist die medizinische Versorgung in Graz mehr als ausreichend: Von plangemäßen 111 Kassenstellen für Allgemeinmediziner seien aktuell 109 besetzt, bei den Fachärzten gebe es mit 109 besetzten Stellen sogar zwei mehr als laut Plan vorgesehen, so die GKK. Dazu gebe es noch rund 170 Mediziner, die mit anderen Kassen (SVA, BVA etc.) Verträge haben, sowie 620 Wahlärzte. ... Christoph Pammer 1 Wie gut ist aus Ihrer Sicht die Ärzteverteilung in Graz? Pammer: Die Kassenärzte sind in Graz sehr schlecht verteilt. Es gibt auch Bezirke, wo es überhaupt keine Fachärzte mit Kassenverträgen gibt. Was sind die Gründe 2 dafür? Pammer: Politik und Verwaltung sind das Problem. Tatsache ist, dass Graz für die Gesundheitsplanung ein homogener Raum ist – das Land hat sich noch nie dafür interessiert, was innerhalb von Graz passiert. Sollte Graz bei allen 3 Gesundheitsplanungen in mehrere „Zonen“ geteilt werden? Pammer: Ja, das wäre eine Möglichkeit.

2021