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15. November 2020

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- Graz-Umgebung geht in Sachen Verkehr neue Wege - Ruckerlberg wird zur Schnellstraße - Bomben-Gefahr für Hobby-Archäologen - Auch Straßenbahnen tragen jetzt Masken - Wo bleiben die Gehsteige? - Fußgängerleitsystem kommt 2021 - Tochter maskenbereit, Mutter verzweifelt: „Mein Kind wird abgesondert und diskriminiert“ - Ärger in Liebenau: Wuchernde Wiesenfläche im Park - Das sind die besten Köche der Stadt

22 graz www.grazer.at

22 graz www.grazer.at 15. NOVEMBER 2020 S E R V I C E Leser Briefe redaktion@grazer.at Keine Hilfe für die City Zum Bericht „Vorweihnachtsflair in Grazer City“: Als führerscheinlose ehemalige Grazerin kaufe ich viel in der Stadt ein. Vor Jahren hat jemand von den zuständigen Obergescheiten die gut frequentierte Aufbewahrungsstelle am Jakominiplatz geschlossen, und jetzt baut man so einen grauslichen Kobel da zum Spitzhaus dazu. Die Schließung derselben hat sicher zum Geschäftsverlust und zur Kaufkraftabwanderung nach Seiersberg beigetragen. Außerdem soll das nur für die Weihnachtszeit sein? Es ist wirklich zum Lachen die ganze Geschichte. Gertrude Fassel, Eggersdorf * * * Wasserkraftwerk-Streit Zum Bericht „Streit ums neue Wasserkraftwerk Übelbach“: Bezugnehmend auf den Artikel vom 8. 11. 2020 sind einige Richtigstellungen notwendig. Der Bürgermeister von Übelbach, Windisch, wird mit der Aussage zitiert, dass im Bereich der geplanten Ausleitungsstrecke die Koppe nicht nachgewiesen ist. Diese Aussage ist falsch. Im Sommer 2019 wurde von mir als Vertreter des Fischereiberechtigten bei dem renommierten Büro für Gewässerökologie, Blattfisch, eine Studie über den zu erwartenden ökologischen Schaden im Bereich der geplanten Ausleitungsstrecke in Auftrag gegeben. Dabei wurde der Beweis erbracht, dass die Koppe (Schutzstatus FFH-Richtlinie Anhang II, Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse) im gesamten Bereich des geplanten Kraftwerks vorkommt. Das Ergebnis dieses Gutachtens wurde auch bei der wasser- und naturschutzrechtlichen Verhandlung am 15. Oktober 2020 in Übelbach präsentiert und ist daher auch dem Herrn Bürgermeister bekannt. Durch diesen gesicherten Nachweis und dem sehr guten Bestand an Bachforellen (keine Regenbogenforellen!!) befindet sich der Übelbach in einem sehr guten fischökologischen Zustand, und es gilt das Verschlechterungsverbot nach der Wasserrahmenrichtlinie. Weiters behauptet der Bürgermeister, dass die Baumaßnahmen positive Auswirkungen auf den Bach als Lebensraum haben. Diese Aussage ist falsch. Neben den negativen Auswirkungen auf die Fischfauna ist durch den Bau und Betrieb dieses Wasserkraftwerks zusätzlich eine Verschlechterung der Qualitätselemente Makrozoobenthos (tierische Organismen, Kleinlebewesen) und Phytobenthos (Bewuchs der Gewässerböden) zu erwarten. Bereits die Verschlechterung eines der genannten Qualitätselemente führt zu einer Verschlechterung des Gesamtzustandes, was die Verfehlung der Ziele nach der Wasserrahmenrichtlinie mit sich bringt. Daher ist das Projekt nicht genehmigungsfähig. Prinz Karl von Liechtenstein, Forstamt Prinz Liechtenstein- Waldstein * * * Durchzugsverkehr stoppen Zum Bericht über Kreuzung Sparbersbachgasse/Mandellstraße: Bezugnehmend auf Ihren Bericht zur Kreuzung im Herz-Jesu-Viertel (8. 11. 2020, Seite 12): Tatsache ist, dass diese Kreuzung nicht nur ein gefährlicher Unfallpunkt, sondern auch eine neuralgische Stelle im Straßenbahnnetz war. Wartende Linksabbieger auf dem Gleis sorgten bei starkem Gegenverkehr oft für minutenlange Verspätungen der Linie 3. Durch die neue Ampelschaltung wurde dieses Problem weitgehend behoben, da die beiden Fahrtrichtungen nun hintereinander geschaltet sind und es somit keinen Gegenverkehr in der Sparbersbachgasse mehr gibt. Richtig ist aber, dass sich dadurch oft längere Rückstaus bilden. Hierzu ist allerdings anzumerken, dass das Verkehrsaufkommen im Herz- Jesu-Viertel zu einem Großteil aus vermeidbarem Durchzugsverkehr besteht. Dieser Verkehr beeinträchtigt die Lebens- und Luftqualität in Die verstopften Straßen, verursacht durch chaotische Zustände an der Kreuzung Sparbersbachgasse/Mandellstraße, regten unsere Leser auf.STÖCKLER diesem historischen Wohnviertel und gehört im Interesse der dort lebenden Menschen stark reduziert. Anstatt einen Rückbau der Kreuzung zu fordern, was wieder zu Lasten der Verkehrssicherheit und des öffentlichen Verkehrs gehen würde, ist die Stadt angehalten, über ein Verkehrskonzept – beispielsweise nach dem spanischen Modell der Superblocks – nachzudenken. Stefan Kompacher, Graz * * * Lebensqualität im Alter Zum Bericht über Diskriminierung von Senioren: Diese Initiative finde ich höchst notwendig. Ihre Ausführungen möchte ich gerne noch um eine Perspektive erweitern. In vielen Berichten in den Medien wird – wenn es um einen alten oder älteren Menschen geht – der Begriff Opa oder Oma verwendet. Ich empfinde dies als große Respektlosigkeit. Jeder Mensch, egal in welchem Alter, hat einen Namen, und keinem außer den Anverwandten ist es gestattet, eine/n Familienfremde/n so zu nennen. In Ihrem Artikel ist die Rede davon, eine „Senioren-Sonnenblume“ an verdiente Organisationen zu vergeben. Dazu möchte ich Sie auf das Katholische Bildungswerk, das in diesem Zusammenhang Pionierarbeit leistet, aufmerksam machen. Im Rahmen des Katholischen Bildungswerkes wurde bereits im Jahre 2003 das erste „LimA-Training“ (LimA steht für „Lebensqualität im Alter“) geschaffen und erfreut sich seither, mit einer umfassenden Breitenwirkung, sehr großer Beliebtheit. . Johanna Thönnessen, Graz * * * Alle sind verantwortlich Zum Bericht „Unser Fluss versinkt im Dreck“ vom 25. 10. 2020: Ich möchte mich bedanken, dass Sie das Thema „Murufer-Verschmutzung“ in Ihrer Kolumne „Kommentar“ aufgreifen und erwähnen. Mit WIR liegen Sie da aber falsch! Ich habe noch NIE am Murufer oder sonst irgendwo meinen Müll liegen gelassen. Ich trenne meinen Hausmüll vorschriftsmäßig und schmeiße meinen Müll immer in den dafür vorgesehenen Behälter. Es ist grauenhaft, wo und wie viel Müll überall herumliegt. Warum Menschen Getränkedosen, Getränkeflaschen, Wurstsemmelpapier, Zigarettenschachteln oder anderes Verpackungsmaterial bis zum Verzehr des Inhaltes tragen können und dann auf einmal nicht mehr, weiß ich nicht. Wieso so viele Menschen den Müll nicht in einen Müllbehälter werfen können, weiß ich auch nicht. Aber bitte, erziehen Sie diese Dreckmacher dazu, ihren Müll richtig zu entsorgen, und verlangen Sie nicht von uns, dass wir deren Dreck auch noch wegräumen!!! Für die Dreckmacher ist es ja super, wenn wir, die Ordnung und eine saubere Umwelt haben wollen, ihnen den Dreck wegräumen, aber so wird es nie sauberer werden. Es sollte endlich für ALLE selbstverständlich sein, dieses Land, in dem wir ALLE leben wollen, sauber zu halten. Margarethe Rinnhofer, Graz

15. NOVEMBER 2020 www.grazer.at graz 23 Bluestage zeigen: Nur Live is Life HOFFNUNG. Das sechste Festival „Bluestage im Orpheum“ soll Zuversicht in der Pandemiekrise geben und Hunger nach Livemusik stillen. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Die aktuelle Situation ist zum Heulen“, brachte es Spielstätten-Geschäftsführer Bernhard Rinner auf den Punkt. Kurzarbeit in allen Betrieben der Bühnenholding, keine Aufführungen, ein einziger Jammer, der Rinner etliche schlaflose Nächte verursacht. In einer von Daniel Polzer und dem Orpheum-Team perfekt aufbereiteten Online-Pressekonferenz samt Live-Auftritt von Sir Oliver Mally sollte die Ankündigung der 6. Bluestage im Orpheum, die am 29. und 30. Jänner stattfinden, Hoffnungsschimmer und Zeichen dafür sein, dass Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist. Rinner: „Es ist höchste Zeit für ,Vorhang auf und Bühne frei.‘“ Nur Live is Life, wie es Opus schon immer sagten, zählt für die Musikbegeisterten. Aufgrund der Corona-Situation ist bei der sechsten Auflage des Blues-Festivals, das bislang insgesamt 3500 Besucher hatte, alles anders: Gespielt wird aufgrund der strengen Sicherheitsvorkehrungen im Großen Saal, wo auch die Online-Pressekonferenz ablief. Die Übersiedelung soll helfen, die Abstandsregeln besser einzuhalten, was im Orpheum Extra ein Problem gewesen wäre. Im Orpheum, so Daniel Polzer, entfallen durch den Lockdown allein im November 80 Shows. Bis November konnten 70 Shows Corona-konform durchgeführt werden. Sir Oliver Mally: „Die Lage ist trist. Ich habe keine Tour, keine Einnahmen, bereite mich dennoch jeden Tag so vor, als ob ich zu einem Konzert müsste. Man darf sich nicht gehen lassen. Das Jammertal müssen wir durchschreiten. Daher freue ich mich riesig auf die Bluestage und habe wie immer ganz besondere Gäste eingeladen. Der Hunger nach Livemusik ist vorhanden, und trotz guter Online-Projekte kann nichts eine Liveshow ersetzen.“ Grazer Bluestage 2021 ■ 29. Jänner 2021: Max und Veronika. Veronica Sbergia ist eine leidenschaftliche Sängerin und Max De Bernardi gilt als einer der besten Fingerstyle- Gitarristen Europas. Ripoff Raskolnikov & Band als zweiter Hauptact. ■ 30. Jänner 2021: Sir Oliver Mally & Friends. Der Mr. Blues hat etliche Gäste, u. a. Raphael Wressnig, der König auf der Vintage-Hammond-Orgel. Dazu noch Roberto Luti (IT), Gitarrist, Peter Schneider (D), Gitarrist und Singer/Songwriter, und Martin Gasselsberger (AT). Bluesgitarrist Sir Oliver Mally (l.) und Spielstätten-GF Bernhard Rinner präsentierten online die sechsten Bluestage im Grazer Orpheum. ORPHEUM

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