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15. November 2020

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- Graz-Umgebung geht in Sachen Verkehr neue Wege - Ruckerlberg wird zur Schnellstraße - Bomben-Gefahr für Hobby-Archäologen - Auch Straßenbahnen tragen jetzt Masken - Wo bleiben die Gehsteige? - Fußgängerleitsystem kommt 2021 - Tochter maskenbereit, Mutter verzweifelt: „Mein Kind wird abgesondert und diskriminiert“ - Ärger in Liebenau: Wuchernde Wiesenfläche im Park - Das sind die besten Köche der Stadt

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18 graz www.grazer.at 15. NOVEMBER 2020 Graz Regional www.grazer.at Kammerdirektor Werner Brugner setzt auf heimische Äpfel. LK/DANNER Heimische Äpfel sind beliebt ■ Äpfel sind für 90 Prozent der Österreicher das beliebteste Obst. Und für 92 Prozent der Bevölkerung ist es wichtig, dass die gekauften Äpfel auch aus Österreich stammen. Nachholbedarf ortet Werner Brugner, Direktor der Landwirtschaftskammer Steiermark, zum heurigen Tag des Apfels vor allem bei verarbeiteten Produkten: „Bei fast zwei Dritteln – konkret sind es 60 Prozent – der auf die Apfelherkunft getesteten Säfte verschweigen die Hersteller das Herkunftsland der Äpfel.“ Der regionale Einkauf ist wichtig für die Wirtschaft. Das betonten auch Stadtrat Kurt Hohensinner, Landwirtschaftskammer-Stmk.-Vizepräsidentin Maria Pein und Präsident Franz Titschenbacher Ende September bei der Präsentation einer aktuellen Studie. GETTY, LK/DANNER Regionaler Einkauf: Schon 3,50 € im Monat bringen Arbeitsplätze SOLIDARISCH. Wer regionale Lebensmittel einkauft, schützt nicht nur Klima und achtet auf Tierwohl, sondern hilft auch der heimischen Wirtschaft. Die sprechende Mülltonne Tina soll für mehr Bewusstsein sorgen. KK Gegen Plastik im Bioabfall ■ Bioabfall enthält immer mehr Plastik, weil viele ihren Bioabfall unwissend in Plastiksackerln packen. Das macht die Behandlung immer schwieriger. Das zeigt eine Forschergruppe rund um die Montanuniversität Leoben, die gemeinsam mit der Holding Graz und der Grazer Umweltstadträtin Judith Schwentner die „Sprechende Biotonne Tina“ präsentiert hat. Sie spielt für jeden Nutzer beim Öffnen des Deckels Botschaften ab, um Fehlwürfe zu vermeiden. Im Sommer machte Bundeskanzler Sebastian Kurz mit der Aussage Schlagzeilen, durch den Kauf regionaler Produkte könnten 50.000 Jobs entstehen. Auch wenn an der Studie, auf die er sich bezog, später Zweifel laut wurden, so ist doch naheliegend, dass der Kauf bei heimischen Produzenten den Wirtschaftsstandort stärkt. Das ist auch den meisten Konsumenten klar – eine Studie der Universität für Bodenkultur zeigte zuletzt, dass immerhin 85 Prozent der repräsentativ Befragten der Meinung waren, dass heimische Lebensmittel in Krisenzeiten besser verfügbar seien und strenger kontrolliert würden als importierte. 91 Prozent bezeichneten die Landwirtschaft als systemrelevant. Wie wichtig der Kauf regionaler Lebensmittel tatsächlich für die heimische Wirtschaft ist, zeigt auch eine WIFO-Studie im Auftrag der Landwirtschaftskammer. „Werden nur um ein Prozent mehr regionale Lebensmittel statt internationaler konsumiert, können so in der Steiermark rund 500 Arbeitsplätze geschaffen werden und die Regionen würden mit 18 Millionen an zusätzlicher Wertschöpfung gestärkt werden“, berichtete Land- wirtschaftskammer-Steiermark- Präsident Franz Titschenbacher bei der Präsentation der Studie. Runtergebrochen heißt das: Wenn die steirischen Haushalte nur 3,5 Euro mehr im Monat für Lebensmittel aus der Region ausgeben, hat das massive Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und Wirtschaft. Viele Jobs 2018 waren steiermarkweit 34.600 Menschen in der Land- und Forstwirtschaft tätig – und engagierte Betriebe sorgen dafür, dass die Tendenz wieder steigt. So beschäftigt beispielsweise das Unternehmen Frutura mit seinem Obstund Gemüseanbau allein etwa 800 Mitarbeiter – 200 davon sind im letzten Jahr hinzugekommen. Gleichzeitig hat das vermehrte Kaufen regionaler Lebensmittel auch Auswirkungen auf andere Bereiche, wie auf den Handel – hier sind laut WIFO weitere 24.000 Steirer beschäftigt, SPAR allein hat österreichweit über 45.000 Mitarbeiter. Der Handel ermöglicht es mit seinem Angebot, regionale Produkte zu kaufen, gleichzeitig liegt es auch an den Konsumenten, durch ihre Nachfrage den heimischen Produzenten unter die Arme zu greifen. In Graz sind laut WIFO über 7300 im landwirtschaftlichen Sektor tätig, davon allerdings nur 382 im Kernbereich – ein Rückgang gegenüber 2011 um 383. Ist die Landwirtschaft systemrelevant, gilt es hier gegenzusteuern – bei der Küche Graz schreitet man mit einem Österreichanteil von 60 bis 70 Prozent bei den verkochten Lebensmitteln bereits voran.

15. NOVEMBER 2020 www.grazer.at graz 19 Pizza & Gulasch auf Knopfdruck GASTRO. Mit der Bistrobox und der Steirabox gibt es jetzt zwei neue Automaten, die ofenfrische Pizza bzw. fertiges Gulasch servieren. Ein Italiener und ein Marokkaner sind ebenfalls neu in der Stadt. Von Verena Leitold & Philipp Braunegger redaktion@grazer.at Auch in Graz gibt es inzwischen immer mehr Automaten mit fertigen Speisen zum Mitnehmen. Erst seit Kurzem bietet etwa die „Bistrobox“ in der Grabenstraße ofenfrische Pizza auf Knopfdruck. Dabei wird der belegte Teig zwei Minuten lang bei 300 Grad frisch aufgebacken. Bei dem Konzept handelt es sich um ein Franchise, das es österreichweit an rund dreißig Standorten gibt – in der Steiermark etwa in Raaba, Hartberg oder Liezen. Und diese Woche hat auch der beliebte Hotdog-Stand Steirabox vom Jakominiplatz mehrere Automaten in der Leonhardstraße, bei der Haltestelle Reiterkaserne, eröffnet. Gulaschsuppe, Eintöpfe, Aufstriche, aber auch Würstel und Fleisch zum Selbstzubereiten werden dort angeboten. Die meisten hausgemachten und saisonalen Speisen werden im Sinne der Nachhaltigkeit in Gläsern angeboten, die wieder retourniert werden können. Italien & Marokko Die St.-Peter-Hauptstraße ist ja allein schon wegen dem „San Pietro“ ein Anlaufpunkt für Freunde italienischer Köstlichkeiten. Bis vor Kurzem war in unmittelbarer Nachbarschaft auch das „Il Carpaccio“ zu finden, wo man ebenfalls auf Pasta, Pizza und Co. setzte. Das großflächige Lokal firmiert nun aber unter neuem Namen. Das „Felice Cucina Italiana“ bietet neben itali- enischen Klassikern auch täglich frischen Fisch sowie „Pizza Bianca“, sprich ohne Tomatensauce, sowie Vollkornteig-Pizza. Das Lokal setzt dieser Tage Coronabedingt auf Zustellservice. Das Motto übrigens lautet: „Echte Perfektion ist schlicht.“ „Ya Habibi“ – arabisch in etwa für „Meine Liebe“ – heißt es seit Gastro Börse www.grazer.at Kurzem in der Jakoministraße. Das neue Lokal widmet sich der marokkanischen Küche in all „ihrer Vielfalt und harmonischen Kombinationen“. Freunde von Couscous, Tajine (Tipp: mit Lamm, Quitten, Mandeln und Pflaumen!) und Co. werden hier nach dem Lockdown bei Inhaber Abdellatif Eddaoudi fündig. In der Grabenstraße hat bei der alten Tankstelle eine Bistrobox eröffnet.BISTRO BOX Übergabe vor dem Lockdown: Markus Huber, Konstantin Nöst, Alexander Gröbl, Pfarrer Karl Niederer, Obfrau Angela Kamper, BV Bernhard Baier Gösting übergab Scheck ■ „Wir unterstützen Menschen, die durch Corona in Not geraten sind“, so das Motto des Flohmarktes der Jungen ÖVP Gösting. Am Tag der Kirchenpatronin der Pfarre Gösting, der Hl. Anna, vor ein paar Wochen, als die Welt noch halbwegs normal aussah, hat das Team um Konstantin Nöst, Viktoria Schimautz, Alexander Gröbl und Markus Huber einen Flohmarkt der besonderen Art organisiert. Beim Wohnpark Gösting im Kaisersaal, der dankenswerterweise kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, konnte man die Sachen gegen eine freiwillige Spende erwerben. Die gesamten Einnahmen gingen an den „Corona-Soforthilfe-Fonds“ der Vinzenzgemeinschaft Pfarre Gösting. Besonders erfreut über das Engagement der Jungen zeigte sich auch BPO und Bezirksvorsteher Bernhard Baier. Im Beisein des Pfarrer Karl Niederer konnte der Obfrau Angela Kamper ein Scheck über 2176 Euro übergeben werden. KK

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