7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 11 Monaten

15. November 2020

  • Text
  • Koch
  • Park
  • Liebenau
  • Fussgaengerleitsystem
  • Gehsteig
  • Strassenbahn
  • Umgebung
  • Ruckerlberg
  • Verkehr
  • Sommer
  • Steiermark
  • Stadt
  • Grazer
  • November
  • Graz
- Graz-Umgebung geht in Sachen Verkehr neue Wege - Ruckerlberg wird zur Schnellstraße - Bomben-Gefahr für Hobby-Archäologen - Auch Straßenbahnen tragen jetzt Masken - Wo bleiben die Gehsteige? - Fußgängerleitsystem kommt 2021 - Tochter maskenbereit, Mutter verzweifelt: „Mein Kind wird abgesondert und diskriminiert“ - Ärger in Liebenau: Wuchernde Wiesenfläche im Park - Das sind die besten Köche der Stadt

8 graz www.grazer.at

8 graz www.grazer.at 15. NOVEMBER 2020 Die Caritas ist weiterhin für all jene, die Hilfe brauchen, da. Caritas hält Dienste aufrecht ■ Zum heutigen Welttag der Armen hat Papst Franziskus das Leitwort ausgegeben: „Streck dem Armen deine Hand entgegen.“ Die Caritas streckt Bedürftigen auf vielfältige Weise die Hand entgegen. Winternotschlafstelle, Kältetelefon und Online-Beratungen bleiben auch unter Coronabedingungen aufrecht. Caritas-Direktor Herbert Beiglböck betont: „Gerade jetzt ist es wichtig, da zu sein für jene, die es ohnehin schwerhaben und durch die Coronakrise zusätzlich getroffen werden.“ Diese Angebote wären ohne private Spenden so nicht möglich. V O T I N G Gefällt Ihnen der heurige Christbaum ? Ja oder Nein Diese Woche wurde der Weihnachtsbaum am Grazer Hauptplatz aufgestellt. Eine schön gewachsene 25 Meter hohe Fichte aus dem Lachtal. Wir haben unsere User gefragt, wie sie ihnen gefällt. Nein 0,9 % Abgestimmt auf: www.grazer.at Ja 99,1 % Quelle: Umfrage auf www.grazer.at KK Stau, wohin das Auge reicht: Beispielsweise die Rudolfstraße am Ruckerlberg wird zum Highway. PACHERNEGG, KK (3) „Schnellstraße Ruckerlberg“ ÄRGER. Das ehemalige Nobelviertel am Grazer Ruckerlberg ist mittlerweile zur Schnellstraße und Parkplatzerweiterung von LKH und Med-Uni mutiert. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Seit Jahren fordern der Bezirk Waltendorf, der Schutzverein Ruckerlberg und Anrainer eine Lösung, welche das Verkehrsaufkommen am Ruckerlberg eindämmt. Bis dato ist nichts passiert, Lösungen der Stadt gibt es ebenfalls keine. „Die Verkehrsdiskussionen herrschen seit mehr als 15 Jahren. Der Verkehr hat sich in den letzten Jahren erhöht und viele nutzen den Ruckerlberg als Durchzugs- bzw. Schleichweg. Die Kapazitätsgrenzen sind überschritten. Während die Zahl der Autos zugenommen hat, ist die Infrastruktur gleich geblieben. Es sind unzählige Autos unterwegs, die 30er-Zonen werden kaum eingehalten und die fehlenden Gehsteige sorgen für Unsicherheit bei Fußgängern“, zeigt Peter Mayr, Bezirksvorsteher von Waltendorf, auf. Seitens der Stadt ist das Problem bekannt. „Viele Straßen sind eng, und Platz für neue Gehsteige ist nicht da. Den Platz Peter Mayr könnte man nur schaffen, wenn man Grundstücke aufkauft – das wollen viele Besitzer nicht“, erklärt Wolfgang Feigl, Abteilungsvorstand für Verkehrsplanung der Stadt Graz. Der zunehmende Verkehr sorgt aber auch für andere Probleme: Wohnstraßen werden kurzerhand zum gratis Parkplatz des LKH umfunktioniert. „Hier parken vor allem Zonenvermeider, sprich diejenigen, die sich einen gratis Parkplatz sichern möchten. Das führt zu Einengungen, Behinderungen und nimmt auch Besuchern dortiger Lokale die Möglichkeit zu parken“, erklärt Mayr. Bewohner haben Unterschriften gesammelt, um eine Grüne Zone zu machen – seitens der Stadt wurde dies geprüft, allerdings besteht dafür kaum eine Möglichkeit. Laut Bezirksvorsteher soll kontrolliert werden, da viele Autos parken, wo es verboten ist. Werden die Besitzer regelmäßig abgestraft, könne es besser werden. Neue Autobahnzufahrt Nach einer aktuellen Zählung des „Grazer“ sind bereits von 100 Karin Steffen Wolfgang Feigl Fahrzeugen nur noch 38 Grazer. Besserung ist keine in Sicht, ganz im Gegenteil. In Hart bei Graz wird von der Asfinag eine Autobahnauf- und -abfahrt zur Firma Knapp hergestellt werden. „Der Verkehr würde Berechnungen nach täglich um 1500 Autos zunehmen, welche sich über die schmalen Straßen ihren Weg zum LKH und auf die Uni suchen. Würde es wenigstens als reine Firmenzufahrt genehmigt werden, wäre das ein Fortschritt“, hofft Karin Steffen, Obfrau des Schutzvereins Ruckerlberg. Feigl sprüht einen kleinen Funken Hoffnung: „Bevor die Ab- und Zufahrt gebaut wird, gibt es ein UVP-Verfahren, bei dem man Bedenken einbringen kann. Hierbei werden wir uns natürlich dafür einsetzen, dass der Ruckerlberg nicht zusätzlich belastet wird. Wir stehen im engen Kontakt mit dem Schutzverein und dem Bezirk.“ Der ehemalige Nobel-Berg ist mittlerweile zu einem Staugebiet mutiert. Ob es demnächst Lösungen geben wird? „der Grazer“ bleibt weiterhin dran.

2021