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15. März 2020

- Landeshauptmann und Bürgermeister zum Coronavirus: Keine Panik, wir müssen nur zusammenhalten - Geriatrische Gesundheitszentren: „So wenig Leute am Gelände wie noch nie“ - Gesundheitstelefon 1450: Ressourcen wurden massiv aufgestockt, Geduld braucht‘s dennoch - Um Hochrisikogruppen zu schützen: Neues Projekt „Zusammenhalt Graz“

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18 szene www.grazer.at 15. MÄRZ 2020 E V E N T S In bester Gesellschaft Von Verena Leitold ✏ verena.leitold@grazer.at Andreas Gabalier meldete sich von der verschneiten Alm. Schnee statt Corona-Sorgen ■ ■ „Almfrieden jenseits der Sorgen“ nannte Volks-Rock-’n’- Roller Andreas Gabalier seinen Ausflug in den Schnee am Mittwoch, von dem er seinen Fans Grüße schickte. KK Schnaps zum letzten Satz ■ ■ „Zum Schluss ist man schon ein bisserl wahnsinnig. Aber irgendwann kommt der letzte Satz. Dann hab ich einen Schnaps getrunken!“, berichtete die Grazer Autorin Valerie Fritsch bei der Präsentation ihres neuen Werks „Herzklappen von Johnson & Johnson“ im Literaturhaus. Fünf Jahre hat sich die 30-Jährige Zeit gelassen. „Hat es da schon Druck gegeben?“, fragte Hausherr Klaus Kastberger. „Der Verlag war sehr entspannt, aber nicht mein Großvater. Der hat nicht verstanden, wie man das ökonomisch so schlecht machen kann“, lachte Fritsch. Zur Lesung kamen etwa auch Ex-Ministerin Ruth Feldgrill-Zankel und Unternehmer Hans Roth. Wolfgang Muchitsch, Marleen Leitner, Michael Schitnig, Evamaria Schaller, Christopher Drexler, Michael Haider, Eva Pichler, Josef Wurm, Roman Grabner (v. l.) DAVIDPLAKKEMEDIANYC Hausherr Klaus Kastberger und Autorin Valerie Fritsch. Kleines Foto: Ruth Feldgrill-Zankel und Hans Roth SCHERIAU (2) Steirer eroberten New York ■■ Die Stadt, die niemals schläft, hat auch die steirische Kunst nicht verschlafen. Durch Kulturlandesrat Christopher Drexler und Universalmuseum-Joanneum-Direktor Wolfgang Muchitsch ist es nämlich gelungen, den Kunst-Hotspot New York zu erschließen. Jetzt wurde die Ausstellung „Die Freiheit wird eine Episode gewesen sein ...“ im Österreichischen Kulturforum eröffnet. Im Zentrum stehen Werke von Günter Brus und die Arbeiten aufstrebender steirischer Künstler wie Evamaria Schaller, Marleen Leitner und Michael Schitnig vom studio ASYNCHROME, Josef Wurm oder Eva und Gerhard Pichler von „zweintopf“. Thomas Hlatky hat mit seiner Chili- Sauce international überzeugt.SCHINDLER Beste Chili-Sauce kommt aus Graz ■■ Scharfe Sache! Es ist ein Geheimrezept aus mehr als 15 Zutaten, das die Jury bei den 13. „Hot Pepper Awards“ in New York restlos begeisterte: Mit „Tommy’s Hot Sauce Original“ holte sich der 28 Jahre junge Thomas Hlatky neben dem Sieg in der Kategorie „Caribbean“ auch noch Platz drei in der Kategorie „Wing“. Die beste Chili-Sauce der Welt kommt damit aus Graz. Die VIPs hatten ein Déjà-vu ■■ Seit genau zehn Jahren gibt es das Atelier Jungwirth jetzt. Fotokünstler wie Greg Gorman, Gregor Sailer, Oliviero Toscani, Kristian Schuller oder Paolo Roversi wurden im Laufe der Jahre gezeigt. „Von allen Künstlern haben wir zumindest ein Bild erworben. Immer jenes, das uns am meisten berührt hat“, so die Hausherren Christian Jungwirth und Birgit Enge. Zur Jubiläums-Vernissage „Déjàvu“ kamen etwa Opus-Mastermind Ewald Pfleger, STS-Legende Gert Steinbäcker, Juwelier Hans Schullin, AllergoSan-Gründerin Anita Frauwallner und LKH-Süd-West-Direktor Michael Lehofer. Brasiliens Botschafter José Antônio Marcondes, Museumsdirektor Alexander Kellner, Landesrat Christopher Drexler und UMJ-Direktor Wolfgang Muchitsch (v. l.) STEIERMARK.AT/STREIBL Hans und Annemarie Schullin mit Ewald Pfleger (r.). Kleines Foto: Anita Frauwallner (l.) mit Frau SieberMILATOVIC (2) Steirerkunst-Geschenk für Rio ■■ Bei einem verheerenden Brand in der Nacht von 2. auf 3. September 2018 verlor das Nationalmuseum der Bundesuniversität von Rio de Janeiro auf einen Schlag einen Großteil seiner Sammlung. Die Steiermärkische Landesregierung und das Universalmuseum Joanneum übergaben jetzt die 197 Objekte umfassende Sammlung des steirischen Priesters Anton Lukesch an das Museum, um seinen Wiederaufbau zu unterstützen. Es handelt sich dabei um die weltweit erste Schenkung. Zur Sammlung gehören Objekte der indigenen Volksgruppen der Kaiapó, der Asurini und der Araweté wie etwa Kultobjekte, Keramik, Federschmuck oder auch Bogen und Pfeile, die bei Zeremonien verwendet wurden.

15. MÄRZ 2020 www.grazer.at szene 19 Josh: Positive Songs helfen! RIEN NE VA PLUS. Alles abgesagt, keine Shows, keine Konzerte, kein Club-Leben. Positive Songs können Entspannung bringen, jetzt halt daheim. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Live is Life heißt es im Welthit der Grazer Band Opus. Und genau das Live-Feeling ist es, was wir in der nächsten Zeit arg vermissen werden. Im Grazer Orpheum mussten elf Konzerte vorerst mal abgesagt bzw. verschoben werden. Man wartet ab, was nach dem 3. April passiert. Keine Shows bis 3. April gibt es auch im Grazer p.p.c. Unter anderem betrifft das auch die Show von Josh, der eine ausgedehnte Clubtour absagen muss. Josh: „Insgesamt sind rund 30 Konzerte betroffen.“ Dabei wollte Josh Songs von seinem neuen Album, das im Herbst kommen soll, vorstellen. Josh: „Ich erzähle Geschichten auch mit positivem Touch und mit viel Emotion.“ Josh schaffte mit „Cordula Grün“ einen Volltreffer. Jetzt ist auch für ihn alles anders. Josh war nur ein Beispiel. In allen Grazer Locations – von Stadthalle über Helmut-List- Halle, Orpheum und Dom im Berg bis hin zum Congress – ist alles abgesagt bzw. wo es ging, wurde verschoben. Das stellt die Veranstalter vor riesige Probleme. Sie können das Wort „Corona“ nicht mehr hören. Walter Egle musste alle Konzerte und Shows der Showfactory absagen und konnte einige bereits mit neuen Terminen im Herbst versehen. Besonders betroffen ist der Grazer Großveranstalter Klaus Leutgeb, der jetzt das große Helene Fischer-Open-Air am 4. April in Bad Gastein kurzfristig absagen musste. Leutgeb hätte rund 40.000 Besucher erwartet. Wie hoch der Schaden hier sein wird, lässt sich noch nicht absehen. Die größeren Open-Airs in Graz u. a. mit Capital Bra, Seeed, David Garrett und das Electric Nation Festival finden erst im Sommer statt, und da besteht durchaus Hoffnung, dass der Wahnsinn bis dahin vorbei ist. Tournee- und Konzertabsagen treffen auch viele Leute, die Jobs verlieren. Ganz schlimm den Bus-Unternehmer Jörg Philipp von „Beat the Street“, der mit großen Bands à la AC/DC oft monatelang unterweg ist. Ob Security- Mitarbeiter oder Stage-Hands, all diese Menschen sind von den Absagen direkt betroffen – ebenso wie die Produktionsfirmen, die Aufträge verlieren. Gute Musik hilft bei positivem Denken, tolle Songs im Radio und im Netz lenken ab, Netflix etwa hat viel Musik im Repertoire. Am kommenden Donnerstag, 19. März, hätte Josh im Grazer p.p.c. neue Songs präsentieren sollen, die Show ist wie alle anderen leider abgesagt. KK Nina Proll musste ihre Musik-Show im Orpheum verschieben. RITA NEWMAN

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