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15. März 2020

- Landeshauptmann und Bürgermeister zum Coronavirus: Keine Panik, wir müssen nur zusammenhalten - Geriatrische Gesundheitszentren: „So wenig Leute am Gelände wie noch nie“ - Gesundheitstelefon 1450: Ressourcen wurden massiv aufgestockt, Geduld braucht‘s dennoch - Um Hochrisikogruppen zu schützen: Neues Projekt „Zusammenhalt Graz“

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10 graz www.grazer.at 15. MÄRZ 2020 Um Hochrisikogruppen zu schützen Graz rückt näher zusammen SCHÖN. Die Stadt Graz hat gemeinsam mit der ÖH das Projekt „Zusammenhalt Graz“ gegründet, das ehrenamtliche Studierende mit Menschen der Hochrisikogruppe vernetzt, um Besorgungen zu erledigen. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at In der aktuellen Situation gilt es vor allem die Schwächsten unserer Gesellschaft vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Gerade die Hochrisikogruppe, also Personen über 65 Jah- re, vor allem mit Vorerkrankungen, sind besonders betroffen. „Die Stadt Graz verfügt über ein ungemein dichtes soziales Netz“, ist Stadtrat Kurt Hohensinner stolz. „Gerade in Zeiten wie diesen ist es unsere Aufgabe, als Sozialressort Rahmenbedingungen zu schaffen, dass sich dieses Netz bestmöglich ÖH-Vorsitzender Armin Amiryousofi, Stadtrat Kurt Hohensinner und ÖH-Sozialreferent Julian Pekler (v. l.) haben „Zusammenhalt Graz“ ins Leben gerufen. STADT GRAZ/WEHR entfalten kann. Aus diesem Grund starten wir ab morgen, Montag, unter dem Titel ,Zusammenhalt Graz‘ ein spezielles Projekt für die Hauptrisikogruppe des Virus. Wir wollen damit diesen älteren Menschen unter die Arme greifen und vernetzen sie mit Studierenden, die in der unifreien Zeit ehrenamtlich unterstützen.“ „Wir als Studierende und als ÖH sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und möchten uns aktiv in Krisenzeiten für Generationensolidarität und jene, die unsere Unterstützung nun besonders brauchen, einsetzen“, so ÖH-Vorsitzender Armin Amiryousofi. 0 316/872-33 33 Für die Abwicklung wird bei der Stadt Graz eine Telefon-Hotline eingerichtet. Diese ist seit Freitag, werktags im Zeitraum von 9 bis 13 Uhr, unter der Nummer 0 316/872- 33 33 erreichbar. Die ersten Erledigungen können dann ab morgen, Montag, gemacht werden. Mitarbeiter der Stadt klären am Telefon die Voraussetzungen (ob die Person wirklich zur Hochrisikogruppe gehört) und matchen die ältere Person dann mit einem Studierenden. Letzterer bekommt alle Infos der Person und kontaktiert diese persönlich am Telefon, um alles abzustimmen. Die Besorgung sollte in weiterer Folge ohne direkten Körperkontakt stattfinden, das heißt, die ältere Person hängt ein Sackerl mit Liste und Geld vor die Türe. Der Studierende übernimmt, macht die Erledigung und hängt das Sackerl gefüllt wieder zurück. Für den Zustellservice werden auch fünf E-Bikes der Holding Graz zur Verfügung gestellt.

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