7 TAGE SONNTAG

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15. Juli 2018

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- Einsatzkräfte finden Häuser nicht: Falsche Hausnummern verwirren Polizei, Rettung und Feuerwehr - Schmückt sich da wer mit fremden Federn: Stadträtin Kahr beansprucht Ideen und Leistungen für sich - Achtung: Der Riesenbärenklau blüht wieder - Radnetz in Gries soll verbessert werden - Starbloggerin DariaDaria wird „Professorin“ in Graz

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die seite 2 www.grazer.at 15. JULI 2018 Inhalts-Quiz Wem gehören diese Augen? SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ... 1 MiraMira 2 DariaDaria 3 EllaElla Lösung Seite 14 Was ist das? 1 Federkostüm 2 Staubwedel 3 Palme Lösung Seite 6 Was kostet das? 1 ab 32.920 Euro 2 ab 16.750 Euro 3 ab 89.002 Euro Lösung Seite 28 Navigator Lokales4-13 Szene14-19 Eco20/21 Viva 22-27 Motor28-31 Wohnen 32-35 Sport 36/37 Rätsel38/39 Karl-Heinz Ulrich (links) und Bernd Ulrich, die Amigos, frühstückten mit uns im Styria-Tower. Das Duo stellte die neue CD „110 Karat“ vor. LUEF-LIGHT ... Schlagerstars Die Amigos Über kritische Texte in der Schlagerwelt, Urlaub in Klagenfurt und Teneriffa, Wiener Schnitzel und Shrimps ging’s im Sonntagsfrühstück. Wie und was frühstückt man als „Amigo“? Bernd Ulrich: Ganz normal, Käse, Wurst, Kaffee. Karl- Heinz Ulrich: Am liebsten ein gutes Brot mit Marmelade. Bernd: Das Frühstück ist für uns, vor allem wenn wir auf Tournee sind, die wichtigste Mahlzeit. Wir haben dann in der Konzerthalle zwar Catering und meist so gegen 17 Uhr Essen, aber vor dem Auftritt essen wir nicht allzu viel. Karl-Heinz: Ja, und nach der Show wiederum essen wir meistens auch nichts. Steht ihr selbst in der Küche und kocht? Bernd: Manchmal, wenn wir daheim sind. Wir sind eigentlich beide schnell zufriedenzustellen. Beim Catering wollen manche Veranstalter uns was Gutes tun und servieren Shrimps und dergleichen. Ein gutes Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln genügt. Ihr promotet jetzt euer 27. (!) Album, ihr habt fünf Millionen CDs verkauft, wie erklärt ihr selbst das Phänomen „Die Amigos“? Bernd: Das werden wir oft gefragt. Vermutlich schreiben und singen wir die richtigen Lieder für die Menschen, die zu uns kommen. Anderes Thema. Ihr singt auch über Kindesmissbrauch, ist das ein Thema für die Schlagerwelt, wie wird da reagiert? Bernd: Wir haben etliche soziale Songs in unserer Set- List. Wir singen auch über Obdachlosigkeit. Bei uns ist eben nicht alles nur Tralala. Wir sind in der Opferhilfe Weißer Ring tätig und machen Kindesmissbrauch zum Thema. Meistens sage ich den dazu gehörenden Song an und spreche das Thema Kindesmissbrauch auch direkt von der Bühne aus an. Die Leute applaudieren. Sehr oft kommen Fans nach dem Konzert und sagen, Danke, Hut ab, ich bin eine Betroffene. Das Publikum geht aber nicht traurig heim. Bernd: Nein nein, wir spielen schon unsere Hits und sorgen für ein schönes Konzerterlebnis. Wolltet ihr als Kinder Schlagersänger werden? Bernd (lacht): Wir wollten immer schon Musik machen. Als wir 14 waren, hatten wir eine Band und tingelten mit Covers von CCR oder den Stones von Dorffest zu Dorffest. Unsere Vorbilder aber waren die Flippers. Wir hatten damals noch Brotberufe. Ich war Bierbrauer. Karl-Heinz: Ich habe Maurer gelernt und war dann Lkw-Fahrer. Wir haben nebenbei Musik gemacht. Und wann kam der große Kick? Bernd: Es war 2006, nach 36 Jahren Tingeln löste ein TV-Auftritt mit dem Song „Dann kam ein Engel“ den Durchbruch aus. Wir gaben unsere Jobs auf und starteten mit über 50 unsere Profi-Schlagerkarriere. Ihr seid aber weiter am Boden geblieben ... Bernd: Unser Ziel ist nicht die Mega-Welt von Helene Fischer, Hut ab vor ihrer Leistung. Uns reicht ein 15-Mann-Team, ein 140-Tonner, zwei Tourbusse und Hallen von 1000 bis 3000 Leuten. Mehr wollen wir nicht! Ihr habt schon sehr oft in Graz gespielt. Karl-Heinz: Es ist eine schöne Stadt, aber ehrlich, wir haben noch nicht viel davon gesehen. Bei uns ist Ferienzeit, macht ihr Urlaub? Karl-Heinz: Meist so im Jänner, da fahr ich am liebsten nach Klagenfurt in ein kleines Wirtshaus. Bernd: Ich fliege immer nach Teneriffa. In einer Stunde bin ich da sofort in einer anderen Welt mit tollem Klima. Spielt ihr heute noch Cover-Songs? Bernd: Einen einzigen: „Butterfly“ von Danyel Gerard. Bei einem Festival hat Michael Holm gemeint, unsere Version ist besser, das war wie ein Ritterschlag. VOJO RADKOVIC Die Amigos, Bernd Ulrich (2. 12. 1950), Karl-Heinz Ulrich (19. 11. 1948), haben mit „110 Karat“ ihr 27. Album präsentiert, über 100 Gold- und Platin-Awards erhalten, fünf Millionen CDs verkauft. Die Amigos, ein Bierbrauer und ein Lkw-Fahrer, sind heute eine erfolgreiche Schlagerfabrik mit sozialem Gewissen.

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